Bundesregierung: Die größten Flops der Familienpolitik

DPAEhegattensplitting, Kindergeld, Versicherung - die Bundesregierung gibt jedes Jahr Milliarden für die Familienpolitik aus. Dabei bringen nach SPIEGEL-Informationen ausgerechnet die teuersten Leistungen die geringsten Resultate. Der Überblick über die drei größten Flops.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-881352.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ehegattensplitting, Kindergeld, Versicherung - die Bundesregierung gibt jedes Jahr Milliarden für die Familienpolitik aus. Dabei bringen nach SPIEGEL-Informationen ausgerechnet die teuersten Leistungen die geringsten Resultate. Der Überblick über die drei größten Flops.

    Ehegattensplitting und Kindergeld: Größte Flops der Familienpolitik - SPIEGEL ONLINE
    Genau. ALLES streichen!

    bleibt dann mehr Geld übrig für EU-Aparat, Hilfen für in not geratene Südstaaten. etc.
  2. #2

    Ich lach mich tot...

    Als Vater von drei Kindern kann ich nur dazu sagen, dass bei mittlerem Einkommen die Leistungen einen über Wasser halten. Rot Grün möchte nun alle diese Leistungen abschaffen... Gut, ich werde arbeitslos, dann lass ich mich scheiden, und dann muss der Staat meine Frau und die beiden Kinder verhalten... das bringt Netto mehr... und im übrigen, wo sind die Millionen Jobs, für die Luxusmütter??? Völlig unrealistisch, was uns da erzählt wird!
  3. #3

    Fazit.......

    alles abschaffen. Selten so etwas Inhaltsleeres gelese. Wozu brauchen wir denn Kinder? Wir haben doch einen Generationenvertrag da zahlen nur Erwachsene ein.
  4. #4

    Erschreckend...

    ... dass scheinbar das einzige Kriterium für erfolgreiche Familienpolitik der möglichst schnelle Wiedereinstieg der Mutter ins Berufsleben ist. Prima!!!
    Wenn es diese finanziellen Möglichkeiten nicht gäbe, dann hätten wir jetzt nicht vier, sondern nur ein Kind. Sicher, meine Frau (und ich) würde(n) jetzt wieder voll arbeiten (müssen). Aber ob man dann noch von erfolgreicher Familienpolitik sprechen kann, wage ich zu bezweifeln.
  5. #5

    Am Geld liegt es nicht!

    Das Hauptproblem ist heutzutage, dass Ehepaare, die keinen Kinderwunsch haben, keine Kinder mehr zur Welt bringen! Und dass das auch von der Umwelt akzeptiert wird! In den 50er und 60er Jahren war das anders!

    Auch eine Umgestaltung der finanziellen Leistungen wird daran nichts ändern: wer keine Lust auf Kinder hat - zu stressig usw. - der setzt heutzutage keine in die Welt! Fehlende oder ungenügende finanzielle Anreize sind nur selten der Grund für Kinderlosigkeit!

    Was geändert werden sollte, um nachhaltig die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung zu stärken: Zugang zu dieser Versicherung sollten nur Beitragszahler mit Kindern haben. Damit die Kinder nicht später auch noch die Rente für Kinderlose mitfinanzieren müssen. Arbeitnehmer sollten verpflichtet werden, privat vorzusorgen, solange sie noch keine Kinder haben!
  6. #6

    Kinderfreie Besserverdiener

    Das das Ehegattensplitting zugunsten sinnvoller Kinderfreibeträge abgeschafft gehört ist ein alter Hut. Gern können auch die Kindergelder direkt in Kindergärten und Ganztagsschulen investiert werden. Was mich aber langsam (als sog. Besserverdiener mir 3 Kindern) wirklich sauer macht ist, dass ich an allen Ecken und Enden gemolken werden soll: höhere Steuern, gestrichenes Kindergeld, maximaler Kindergartenbeitrag von über 300 € monatlich (aus dem Netto). Bekämpfung von Kinderarmut ist notwendig, aber vor allem die gutausgebildeten und gutverdienenden Akademiker(frauen) bekommen keine Kinder mehr, während dieses Problem bei arbeitslosen jungen Frauen ohne Berufs- und Schulabschluss nicht der Rede wert ist. Wo keine Karriere, da ist auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kein Problem. Hier wird wieder die alte Neid-Debatte entfacht und ein Zerrbild von Millionären mit Kindermädchen bemüht. An der Lebensrealität von z.B. doppelverdienden Akademikern geht das komplett vorbei. Warum können nicht mal Kinderlose einen angemessenen Beitrag zur demographischen Entwicklung leisten, und sei es nur über ein Steuersystem, das Kinder angemessen berücksichtigt? Dann werden auch wieder die gut ausgebildeten jungen Eltern (die in jungen Jahren übrigens noch nicht unfassbar viel Geld verdienen) das Abenteuer Familie wagen.
  7. #7

    Kein Kindergeld mehr?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ehegattensplitting, Kindergeld, Versicherung - die Bundesregierung gibt jedes Jahr Milliarden für die Familienpolitik aus. Dabei bringen nach SPIEGEL-Informationen ausgerechnet die teuersten Leistungen die geringsten Resultate. Der Überblick über die drei größten Flops.

    Ehegattensplitting und Kindergeld: Größte Flops der Familienpolitik - SPIEGEL ONLINE
    dann müssen aber die Löhne angehoben werden,
    zumindest für die die gerade Kinder haben.
    Die keine haben werden schwer rechnen müssen, ob sie sich
    ein Kind "leisten" können.
  8. #8

    Selten solch falsche Darstellung gelesen.

    Ehegattensplitting belohnt gar nichts sondern behebt eine Benachteiligung durch die progressiven Steuersätze. Ehepaaren mit gleichen Bruttogehalt in der Summe, müssen auch gleich besteuert werden, das garantiert das Ehegattensplitting.

    Beim Kindergeld sollte man vielleicht erwähnen, dass dies dazu dient, dass das Existenzminimum des Kindes steuerfrei zu stellen ist. Es handelt sich also wiederum nicht um einen sogenannten "Bonus".

    Kommen wir zum 3.Punkt, Beitragsfreiheit in der Krankenkasse. Wie hoch sollte denn der Beitrag für eine nichtarbeitende Ehefrau sein, schließlich orientiert sich dieser am Bruttogehalt? Wo kein Gehalt, da auch kein Beitrag. Hier erkennt man auch wieder einmal, wie verkorkst die derzeitige Finanzierung der GKV ist. Sozialleistungen sollten über Steuern und nicht Sozialbeiträge finanziert werden. Daher wäre eine Kopfpauschale mit Sozialausgleich gerechter und die Beitragsfreiheit der Ehegatten könnte endlich aufgehoben werden.
  9. #9

    ad 1. EHEGATTENSPLITTING

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fazit: Kaum ein anderes Instrument der deutschen Familienpolitik ist so teuer, altbacken und fragwürdig wie dieses.(...)Das wiederum zieht im schlimmsten Fall Altersarmut nach sich.
    Ehegattensplitting und Kindergeld: Größte Flops der Familienpolitik - SPIEGEL ONLINE
    Hier wird schlichtweg übergangen, dass in der Familie ein Sozialausgleich stattfindet. Richtig ist, dass es die Gesellschaft den sozial Schwächeren im Familienverbund immer leichter gemacht hat, aus diesem auszubrechen - zu Lasten der Gemeinschaft. Allerdings steht auch heute noch der Einkommensstärkere länger in der Haftung als "das Splitting" andauert. Die Soziallasten, wenn man das abschafft, sollte man schon in vollem Umfang gegenrechnen. Und auch der Automatismus sollte nicht unter den Tisch fallen: Wo kein Sozialausgleich stattfindet (gleiches Einkommen), gibt es kein Steuervorteil.
    Wenn überhaupt etwas daran altbacken ist, dann die Festlegung auf das Ehemodell. Das sollte man Kirchen oder anderen Glaubensinstitutionen überlassen. Stattdessen sollte man über sinnvolle Kriterien und Bedingungen für kleine private Wirtschaftsgemeinschaften nachdenken. Preiswerter als funktionierende soziale Kernzellen, kann man Sozialausgleich m.E. nicht gestalten. Und irgendwelche Diskriminierungsgeschichten könnte man auf diesem Wege auch gleich entsorgen.