Stress im Job: "Man kann nicht ohne Ende draufpacken"

CorbisArbeitgeber müssen in Zukunft dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter nicht psychisch erkranken. Doch kaum einer weiß, was genau die Überbelastung verursacht. Im Interview erklärt Psychologin Andrea Lohmann-Haislah, was zu Stress führt. Arbeitspensum und Termindruck haben wenig damit zu tun.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-880940.html
  1. #1

    Pflicht, sich im bezahlten Urlaub zu erholen, nicht zu verausgaben

    Sehr gut, wenn Arbeitgeber stärker in die Pflicht genommen werden, die schließlich mit Menschen und nicht mit "Human-Kapital" umgehen. Dazu gehört aber auch, dass Arbeitnehmer zum Beispiel im bezahlten Urlaub wirklich Erholung suchen, keine "Nebentätigtkeiten" annehmen, anstrengende Touren machen oder mit Freunden zusammen rundum Eigenheime in Selbstregie bauen. Ich habe oft genug erlebt, wie Arbeitnehmer völlig kaputt und verbraucht aus dem Urlaub zurückkahmen. Leider bleibt aber heute ja manchem auch keine Wahl, der oft sogar ganzjährig einen Zweitjob finanziell braucht.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Als belastend gilt erst einmal jede Arbeit."

    Burn-Out und Stress im Job: Was zur Belastung führt - SPIEGEL ONLINE
    Ich dachte mir sofort: Mit dieser Vorgabe muß man den Artikel wirklich nicht zuende lesen.

    Und: Ich hatte recht.

    Oder warum hört der Artikel mit dem blitzend-schlüssigen Statement auf, daß "in unserer Gesellschaft arbeitslose Menschen am stärksten von psychischen Erkrankungen betroffen sind"?
  3. #3

    Als erstes müssen die Firmen erkennen,...

    daß Führungskräfte nur dan gut sein können, wenn sie auch über eine vernünftige Sozialkompetenz verfügen. Die modernen Smart-Peoples von heute wissen garnicht, was das ist. Da liegt der Hase im Pfeffer! Man kann nur hoffen, das ihnen das super teuer zu stehen kommt, denn sonst wird sich da nichts andern.
  4. #4

    Lachhaft!!!

    Ich kannd den ganzen Mist einfach nicht mehr hören. Es ist nichts als die bloße Heuchelei. Wer glaubt denn noch ernsthaft, dass ein Arbeitgeber Rücksicht auf einen nehmen würde, weil man vielleicht gestresst ist. Ich bin der Meinung, dass man sich nur selbst retten kann. Entweder muss man wie ein Panzer durch den Alltag rennen und die anderen Konkurrenten niederwalzen oder aber man wirft frühzeitig den Rettungsanker. Alle Gesetze oder sonstigen Unternehmungen sind nur der berühmte Tropfen auf den heissen Stein.
  5. #5

    Schutz vor Burnout ist Führungsaufgabe

    Gut, den Finger immer wieder in die Wunde zu stecken. Für klare Organisationsstrukturen, klare, bewältigbare Aufgaben(verteilung) und ein gutes Arbeitsklima hat in erster Linie die Führung zu sorgen. Seminare für Führungskräfte sind zentral wichtig, damit diese die 4 Gefahrenzonen, konkrete Anzeichen und Schutzfaktoren kennen und wissen, was in Ihrer Macht steht, um für ein gutes, gesundes und zugleich produktives Miteinander im Unternehmen zu sorgen! Eine kurze Übersicht über die Warnsignale auf 4 Ebenen der Leistungsfähigkeit bei managerSeminare :http://www.stark-statt-burnout.de/tl_files/pdf/Burnout-Signale erkennen_managerSem.11.12.pdf
  6. #6

    Natürlich muss ein hohes Arbeitspensum nicht automatisch zu negativen Stress führen. Viele legen ihn sich ja auch selbst auf, weil man ja auch gern damit kokettiert.

    Viel ausschlaggebender sind die Arbeitsbedingungen und wie man persönlich zu seiner Arbeit steht. Es gibt privilegierte Berufe und weniger privilegierte. Welche mit guten finanziellen Erträgen und vielleicht noch mit einem gewissen Sozialprestige ausgestattet. Wer unter solchen Bedingungen "hart" arbeitet, der empfindet das im Prinzip gar nicht so.

    Was heute den Meisten zu schaffen macht und eben dann tatsächlich zu Stress führt, sind die ständige Sorge um den Arbeitsplatz, sich jeden Tag auf`s neue beweisen zu müssen, sozialer Unfriede, der nicht selten auch von inkompetenten Vorgesetzen verursacht wird und eben auch eine oftmals miese Bezahlung, die meist mit existenziellen Sorgen einhergehen, was den Verlust des, im schlimmsten Fall, ungeliebten Arbeitsplatzes noch verstärkt.

    Arbeit ist eben nicht gleich Arbeit und leider werden die Unterschiede hier immer noch gnadenlos zugekleistert.

    Die Politik hat auch ihr Scherflein dazu beigetragen. Hartz IV betrifft direkt die Betroffenen und indirekt auch viele Arbeitnehmer.
  7. #7

    Streß ...

    Die gesamte Komposition von Arbeit & Privat ist zu beachten. Ist der Mensch o. K. , mit sich im "Reinen" kann er alles sehr gelassen betrachten, eine der Voraussetzungen um mit negativem Streß umgehen zu können. Streß ist positiv und wird leider negativ, da der Mensch dafür nicht ausgelegt ist. ;0) usw. usw.
    Wenn die Menschen wissen, was im Körper und auch im Gehirn abgeht, lernen sie auch damit umzugehen. "Wissen ist Macht" ... ;0)
  8. #8

    optional

    Man hat den Arbeitgebern ja die macht gegeben jedem zu signalisieren das er ersetzbar ist, Human Ressort. Allein diese Kranke Bezeichnung ist Wahnsinn. Stärkt die Gewerkschaften und schützt die Mittelschicht und ihre Arbeitsplätze. Die Unterschicht Deutschlands wird das Land nicht aufrecht halten können.
  9. #9

    Zitat von albundy76 Beitrag anzeigen
    Man hat den Arbeitgebern ja die macht gegeben jedem zu signalisieren das er ersetzbar ist, Human Ressort. Allein diese Kranke Bezeichnung ist Wahnsinn.
    "Human Ressort" ist wirklich total krank, da haben Sie leider recht...