Diskriminierung an der Discotür: "Guck mal, wie du aussiehst"

SPIEGEL ONLINEDunkle Haut, dunkle Haare, dunkle Augen: Vor allem junge Männer kommen wegen ihres Aussehens oft nicht in die angesagten Clubs. Einige Studenten wehren sich jetzt gegen die Diskriminierung - mit Erfolg.

Studenten klagen gegen Diskriminierung an der Discotür - SPIEGEL ONLINE
  1. #140

    Mal die Sicht der Betrieber einnehmen

    Mal die Fakten: Die Schwestern und Freundinnen der Abgewiesenen sucht man in der Disko vergeblich. Wenn man "südländisch ausssehende" Gäste als eigene Gruppierung ansehen möchte, dann besteht diese Gruppe zum übergwiegenden Teilen aus jungen Männern. Wenn ein Betreiber eine ausgewogene Mischung seiner Gäste haben will, dann bleibt ihm gar nicht anderes übrig, als die Türsteher entsprechend zu instruieren. Das hat m.E. mit Diskiminierung übehaupt nichts zu tun.
  2. #141

    Diskriminierung

    Zitat von ThomasVeil Beitrag anzeigen
    Auch übrigens in den Niederlanden gilt: Disko's dürfen NIEMANDEN abweisen, der sich nicht daneben benimmt.
    Dann schreiben Sie ihrem Abgeordneten, dass er eine Gesetzesinitiative auf den Weg bringt und suchen Sie die Schuld nicht bei den Clubbesitzern oder gar Türstehern.

    Zitat von ThomasVeil Beitrag anzeigen
    Wieso auch? Jegliche Auslese wäre Diskriminierung - ob nun auf Basis von Hautfarbe oder Klasse.
    Natürlich, per Definition. Die Frage ist aber nicht, was Diskriminierung ist (steht im Duden), sondern in welchen Fällen sie erwünscht oder unerwünscht ist. Und bevor jetzt jemand ankommt mit "Diskriminierung ist immer schlecht", möchte ich ihn bitten das Wort nochmal nachzuschlagen.
  3. #142

    wie man seinen deutschen freunden zur last wird

    ein kleiner erfahrungsbericht von mir.ich studiere auch jura (kurz vor dem 1. examen) bin 23 jahre alt und in deutschland geboren. meine eltern kamen in den 70er jahren in die bundesrepublik. es war einfach auffällig, dass jedes mal nur ich probleme hatte die türsteher zu passieren. meine freunde mussten sich regelrecht für mich verbürgen. es ist einfach unheimlich erniedrigend und verdirbt auch den Spaß am feiern.
  4. #143

    Gewalt auf dem Land

    Zitat von Smirno Beitrag anzeigen
    Nur so am Rande, ich wohne auf dem Land: 90 % der Schlägereien hier haben nichts mit Migrationshintergrund zu tun.
    Das ist in der Stadt (wo inzwischen die meisten wohnen) anders.
  5. #144

    Zitat von vonwoderwestwindweht Beitrag anzeigen
    Als Punk hast Du auch Probleme, Einlass auf dem Senioren-Tanztee zu erhalten und als Hiphopper wirst Du wohl auch Probleme haben, in einen esoterischen Tanz-Tempel zu kommen und als Öko-Ideologin wirst Du kaum in einen Techno-Palast kommen. Und das ist auch gut so, weil die Betreiber eine bestimmte Idee mit ihrem Etablissement verfolgen. Das ist kein Grund, gleich einen Aufstand zu machen. Nochmal: es liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit NICHT an der Hautfarbe.
    Es ist aber Ihre Entscheidung, ob sie als Punker, HipHopper oder Öko auftreten.

    Ihr Outfit können Sie jederzeit wechseln, Ihre Hautfarbe nicht.

    Ich kann die Clubs schon verstehen, so nicht, aber man grenzt eben auch Leute wie Aziz aus.
  6. #145

    Zitat von mark-mit-k Beitrag anzeigen
    @SPON: Macht mal Berichte darüber, warum Frauen in JEDEN Club ohne weiteres reinkommen, Männer aber nicht. Wirtschaftliche Gründe dürfen ja wohl keine Rolle spielen.
    Doch schon. Zu großer Männerüberschuss ist in diesen Anmach-Etablissements nicht gut fürs Geschäft, weil zu viel Testesteron die Stimmung verdirbt. :-)
    Achtet ein Betreiber auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis, lässt sich das schwerlich als Diskriminierung wegen des Geschlechts monieren.
  7. #146

    Rassismus!!

    Erstmal Herr Bachouri wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei Ihren Bemühungen.
    Auch wenndie Kommentare solche Erreignisse gerne runterspielen wollen. Ich es ganz einfach rassistisch zu behaupten nur, weil eine Person eine bestimmte Hautfarbe ist er gefährlicher als jemand anderer.
    Wenn jeder nach solchen Kriterien aussieben würde, dann bekäme der deutsche keine Kondome mehr, schließlich ist die Gefahr eines Kindesmissbrauch bei weißen Männern doch so höchsten.

    In London kommt jeder rein, wenn man gescheit angezogen ist, selbst als schwarzer sei es vor oder nachdem Riots niemanden verurteilt dich nach dein äußeres. Viele Migranten in Deutschland nehmen das als selbstverständlich hin, weil sie nicht die Möglichkeit nutzen ins Ausland zu gehen und dort ihre Erfahrung zu sammeln. Wie es ist sich nicht dauernd mit Vorurteilen auseinandersetzen zu müssen, ja es ist ein schönes Erlebnis.
  8. #147

    Zitat von thechamelion3@web.de Beitrag anzeigen
    Wie sollen sie feststellen, ob Hakan jetzt ein cooler Typ ist und auch nach 3 Drinks noch so bleibt, oder ob er dann Lust hat einem "motherfucker" so richtig die Fresse zu polieren?
    Mein ehemaliger Trainer war Sicherheitschef im damaligen Kunstpark Ost- er hat mir gegnueber mal diese Aussage getaetigt:
    " Das geht per Funk immer hin und her- wieviele Tuerken,wieviel Alabaner, wieviele Serben, wieviele Kroaten hast du drin? Wenn du zuviele von einer Sorte drin hast, krachts zu 100%. Und am Ende kriegen immer die Deutschen auf's Maul. Und dann die Drogen, massenweise Drogen"
    Die Türsteher müssen letztlich mit einer Situation fertig werden, die sie nicht zu verantworten haben.

    Wir haben hier in Deutschland das Entstehen von Parallelgesellschaften über Jahrzehnte geduldet, gefördert und doch ignoriert.

    Solange sich alle aus dem Weg gehen können, funktioniert das irgendwie und Politiker halten tolle Reden über Integration, aber wehe wenn nicht.

    In den Clubs passiert eben etwas, was es in Deutschland sonst nicht gibt, unterschiedlichen Kulturen, die sich sonst aus dem Weg gehen, treffen aufeinander und schon ist der Ärger da.

    Das ist ein Problem, welches die Türsteher nicht werden lösen können.
  9. #148

    Zitat von mark-mit-k Beitrag anzeigen
    @SPON: Macht mal Berichte darüber, warum Frauen in JEDEN Club ohne weiteres reinkommen, Männer aber nicht. Wirtschaftliche Gründe dürfen ja wohl keine Rolle spielen. Und nicht nur das - oftmals kommen sie sogar kostenfrei rein und haben Getränke frei. Ist ja eigentlich Sache des Veranstalters, aber das sollte sich jetzt auch ändern. Wenn MANN klagt, würde man kein Recht bekommen. Achja, sind ja nur Männer.
    Warum müssen Versicherungen Unisex-Tarife anbieten, Singlebörsen aber nicht. Alles Diskriminierung. WO ist jetzt SPON
    Ich bin mir nicht sicher, ob das Ironie ist oder nicht, aber die Frage warum ein Club besser läuft wenn da auch ein paar Frauen sind und nicht 300 Männer miteinander tanzen brauche ich jawohl nicht näher erläutern oder?