US-Waffen-Debatte: Barack, der Ballermann

REUTERSSchießt er? Oder schießt er nicht? Barack Obama hat sich kürzlich als Hobbyschütze geoutet und damit seine Gegner erzürnt. Sie halten das überraschende Bekenntnis für verlogen - und für einen Schachzug im Kampf um neue Waffengesetze. Nun hat das Weiße Haus mit einem Beweisbild reagiert.

Waffen-Debatte: Foto zeigt Barack Obama beim Schießen - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Überhaupt kein Zusammenhang

    Mann kann doch wohl Sportschütze sein und trotzdem gegen die völlig kranken Waffengesetze der USA sein!
    Ich kenne auch keine Deutschen Sportschützen der ernsthaft fordert M16 nachbauten ohne Vollautomatik frei zu geben.
  2. #2

    Dieser Mann ist kein Sportschütze.

    Ich schieße selbst seit vielen Jahren Skeet und möchte anmerken, dass der Mann auf dem Foto mit Sicherheit kein geübter Wurfscheiben-Schütze ist. Der Anschlag passt halbwegs (Hinterschaft etwas zu hoch in der Schulter), es fehlt aber definitv die Bewegung und die leicht nach vorn gebeugte "Angriffshaltung" (auch um den Rückschlag auszugleichen). So trifft man kein sich schnell bewegendes Ziel.

    So wie auf dem Foto sieht es aus, wenn man Gäste auf dem Schießstand hat, die nach einer kurzen Einweisung auch einmal auf die Scheiben schießen und dann von zehn Scheiben eine treffen. Die Flinte mit geporteten Läufen ist wohl eher etwas für "Fortgeschrittene", sprich "ausgeliehen".

    Das schießen auf Wurfscheiben ("Tontauben") - als alte olympische Disziplin - sollte aber auch die Waffen-Kritiker daran erinnern, dass nicht alle Schützen potentielle Amokläufer sind, sondern dass es hier um verantwortungsbewusste Leistungssportler bzw. Hobbyschützen handelt.

    Der Präsident fängt vielleicht gerade an... :)
  3. #3

    Wie bitte?

    Hab's erst gar nicht richtig kapiert - ich dachte, man wirft ihm Heuchelei vor, weil er gegen schärfere Waffengesetze ist und selber schießt.

    Meine Fresse, sind das kranke Hirne bei der NRA...
  4. #4

    optional

    Im Gegensatz zu den meisten Waffenfanatikern nimmt Obama seine Flinte aber nicht mit zurück nach Hause und deponiert diese unter dem Bett, voll geladen, falls er sich verteidigen muss.
    Das ist diese konservative Art zu argumentieren: Person X hat mal Y gemacht, also darf er/sie sich jetzt zu dem Thema nicht mehr äußern.
  5. #5

    wenn das wirklich Obama ist...

    sieht das wahrlich nicht professionell aus. Weder wie er die Waffe eingezogen hat, noch die Haltelinie. So trifft man keine Tontaube... Seine Haltung zur Verschärfung der amerikanischen Waffengesetze tut das trotzdem keinen Abbruch
  6. #6

    Wer hat anderes erwartet?

    Natürlich hat Präsident Obama auch schon geschossen - das ist in einem Land wie der USA selbstverständlich. Und man kann Kriegsdienstverweigerer sein (wie ich dunnemals) und bei Nicht-Anerkennung als solcher bei den Schießübungen die Sache technisch interessiert und sportlich nehmen und gut schießen.

    Selbstverständlich werden die Böswilligen auch Obamas "Bekenntnis", daß er Sportschütze ist, versuchen, gegen ihn zu verwenden. Nun ist zwischen Waffenscheinfreiheit wie in den USA und Restriktionen im Waffenverkauf wie in der BRD ein erheblicher Unterschied, der die Zahl der frei flottierenden Feuerwaffen in den BRD deutlich unter der US-Quote halten dürfte. Jeder möge selber in sich gehen und erwägen, wie sich die freie Verfügbarkeit betreffender Waffen auf stark emotionelle Konflikte und deren "Lösung" sich hätte auswirken können ...

    Ist schon besser, wenn man nicht gleich schießen kann.

    Und Obama: Er hat die erste Amtszeit durchgehalten (Goldstück in einer Jauchegrube) und er wird, so Gott will und niemand schießt, die zweite noch besser machen, auch wenn die Gegner, auch die rassistischen, Gift und Galle spucken. Ich wünsche ihm und den USA jedenfalls viel Glück und - weniger Waffen.
  7. #7

    Zitat von chagall1985 Beitrag anzeigen
    Ich kenne auch keine Deutschen Sportschützen der ernsthaft fordert M16 nachbauten ohne Vollautomatik frei zu geben.
    Auch in Deutschland sind AR-15 Halbautomaten zum sportlichen Schießen zugelassen.
  8. #8

    Doch.... AR15 sind auch in D legal

    [QUOTE=chagall1985;
    Ich kenne auch keine Deutschen Sportschützen der ernsthaft fordert M16 nachbauten ohne Vollautomatik frei zu geben.[/QUOTE]

    Doch! Vor allem weil AR15 - Systeme und andere Selbstladebüchsen zur Jagd und zum Sportschiessen vollkommen legal sind. Warum auch nicht... Es gibt einige interessante Disziplinen damit zu schießen. (nein, "combat"-Schiessen gibts hier nicht!) Allerdings geht der Munitionsverbrauch ggf ins Geld. Auf der Jagd wäre solch eine Waffe mit 2-Schuss Magazin auch zugelassen... Allerdings wird man dann wohl NIE WIEDER eingeladen. Das wäre so als würden Sie im Jogginganzug nach Bayreuth in die Oper gehen.
  9. #9

    Sportschießen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schießt er? Oder schießt er nicht? Barack Obama hat sich kürzlich als Hobbyschütze geoutet und damit seine Gegner erzürnt. Sie halten das überraschende Bekenntnis für verlogen - und für einen Schachzug im Kampf um neue Waffengesetze. Nun hat das Weiße Haus mit einem Beweisbild reagiert.

    Waffen-Debatte: Foto zeigt Barack Obama beim Schießen - SPIEGEL ONLINE
    Sportschießen ist ein Sport, findet auf einem Schießplatz statt und hat u.a. etwas mit Konzentration und Körperbeherrschung zu tun. Der Sport wird gewöhnlich in einem Verein ausgeführt und Mitglieder müssen auch nicht unbedingt eigene Waffen besitzen.