Google-Deal mit Frankreich: Der abgeblasene Krieg

REUTERSZum ersten Mal legt Google im Streit mit Verlegern Geld auf den Tisch. In Frankreich zahlt der Konzern 60 Millionen Euro an einen Fonds für Verlagsprojekte. Für Präsident Hollande zahlt sich aus, dass er den Konzern energisch unter Druck setzte. Deutschland ist von einem Google-Deal viel weiter entfernt.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-881136.html
  1. #1

    Jetzt sitzen die schon mit den Mächtigen an einem Tisch!

    Was für eine Aufwertung für eine Krake die sich anschickt alle und alles unter seine Kontrolle zu bekommen. Eigentlich müßten die der natürliche Feind aller Regierenden sein!
    Aber wahrscheinlich sind die schon soweit, daß man sich mit ihnen verbünden muß weil man sie nicht mehr kontrollieren kann. Holland ist nur gewählt und Google macht was sie wollen.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwar handelt es sich nur um eine einmalige Zahlung von 60 Millionen Euro - was verschwindend wenig ist, wenn man es mit den 1,6 Milliarden Euro vergleicht, die der Konzern in Frankreich geschätzt an Werbeumsätzen erzielt.
    Wenn überhaupt, müsste man die 60 Millionen in Relation zu den Gewinnen (und nicht Umsätzen) setzen, die von Google im Umfeld der Verlagsinhalte erzielt werden.
  3. #3

    Man könnte auch sagen:

    Google hat Frankreich und den französischen Präsidenten gekauft. Böse Zungen würden behaupten, dass ist man ja gewöhnt, dass die Franzosen die weiße Flagge zeigen, und jetzt auch noch für arrogante amerikanische Unternehmen... Also, liebe deutsche Verleger: zeigt diesem Monopolkonzern doch mal, was eine Harke ist!
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zum ersten Mal legt Google im Streit mit Verlegern Geld auf den Tisch. In Frankreich zahlt der Konzern 60 Millionen Euro an einen Fonds für Verlagsprojekte. Für Präsident Hollande zahlt sich aus, dass er den Konzern energisch unter Druck setzte. Deutschland ist von einem Google-Deal viel weiter entfernt.

    Google-Deal mit Frankreich: Der abgeblasene Krieg - SPIEGEL ONLINE
    Einmalig 60 Millionen und das nicht mal direkt sondern an Fonds ist doch ein Witz für google.
    Jetzt wird hier so getan als hätte man google bezwungen dabei lachen die sich doch schlapp.
    Schaut nach Belgien wie schnell die verlange den Schwanz eingezogen haben als sie aus dem index gestrichen wurden...
  5. #5

    Google ist keine Nation oder wie ihr das darstellen wollt sondern ne Firma mit dämlichen Managern...
  6. #6

    Es zeigt sich hier der Erfolg

    staatlicher Kontrolle der Konzerne. Natuerlich wird das in Deutschland nichts. Da kontrollieren die Konzerne die Politik.
  7. #7

    Krude Logik deutscher Verlage

    Ich betreibe einen "i-Punkt". Kennen Sie doch. So ein kleiner Informationsstand, der einem Verlorenen weiterhilft.
    Jeden Morgen, wenn ich zu meinem i-Punkt gehe schaue ich mir die Angebote in den Schaufenster der umliegenden Geschäfte an - und notiere mir, was diese in ihren Schaufenstern als Tagesangebot preisen.
    Und wenn mich nun in meinem i-Punkt ein Hilfesuchender fragt, ob ich nicht auch wüsste wie es …. gibt - klar, dann verweise ich ihn anhand meiner gesammelten Informationen zum gesuchten Händler.
    Das kommt gut an - und ich bin ein sehr gefragter "i-Punkt".

    Aber - es gibt nun Ärger. Die Händler um mich herum wollen mir verbieten, ihre öffentlichen Angebote abzuschreiben und an Anfragende weiter zu geben. Oder zumindest wollen sie jetzt Geld von mir, weil ich ihre öffentlichen Angebote morgens sammle und dann deshalb Kunden zu ihnen schicke.

    Ja - es drängt sich mir spontan die Frage auf: "GEHTS NOCH??!". Wie heiß baden denn Menschen mit solch' kruder Logik?

    Wenn sie nicht wollen, dass ich Kunden zu ihnen schicke - sollen sie einfach in ihre Schaufenster ein Schild hängen - bitte nicht abschreiben. Ich schick dann da auch niemand mehr hin.
    Eine Simple Textzeile "meta name="robots" content="no-index, follow... " verhindert, dass die WEB-Site einer Zeitung indexiert wird. Wenn man das in der Sache dann wirklich will. Da braucht's kein Gesetzt dafür.

    Tja - meine kleine Geschichte ist frei erfunden. Das Leistungsschutzrecht bzw. die hier dargestellte Denklogik u.a. auch deutscher Verleger leider nicht.
    Siehe auch: IGEL - Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage

    An Stelle von Google würde ich nichts zahlen - mache ich mit meinem i-Punkt auch nicht :-)
  8. #8

    60 Milliönchen... ob grundsätzlich gerechtfertigt oder nicht, aber diese Sümmchen (für Google) als Erfolg der Politik/Medien zu preisen, ist mehr als lachhaft.
  9. #9

    Unglaubliche Naivität

    Man fragt sich, wo der Herr v. Rohr lebt. Da kauft ein privater Konzern die Verlagsbranche eines ganzen Landes mit einem Betrag aus seiner Portokasse auf, und das wird dann als "Friedensstiftung" verklärt. Richtig informiert ist der Autor auch nicht: Die us-amerikanischen Wettbewerbsbehörden haben ihre Untersuchungen mitnichten wegen "Zugeständnissen" seitens Google eingestellt, sondern nach Berichten der amerikanischen Presse aus ganz anderen Gründen. Es ist weder ein Erfolg noch eine "Lösung" worauf sich die französische Regierung eingelassen hat, sie hat sich schlicht über den Tisch ziehen lassen. Dem Autor schwant es am Ende offensichtlich selber: Was machen die französischen Verleger, wenn die 60 Mio EUR, für Google nur Peanuts, aufgebraucht sind?