Korruptionsaffäre in Spanien: Premier Rajoy weist Vorwürfe zurück

AFPMariano Rajoy und andere Spitzenpolitiker sollen jahrelang Schwarzgeld bekommen haben - nun äußerte sich Spaniens Premier: Die Anschuldigungen seien falsch. Die Überprüfung werden womöglich Staatsanwälte übernehmen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-881144.html
  1. #1

    Korruption ?

    [QUOTE=sysop;11918299]Mariano Rajoy und andere Spitzenpolitiker sollen jahrelang Schwarzgeld bekommen haben - nun äußerte sich Spaniens Premier: Die Anschuldigungen seien falsch. Die Überprüfung werden womöglich Staatsanwälte übernehmen. Was bei der (Vetternwirtschaft) in Spanien dann im Sande verlaufen wird.

    Korrupte Politiker gibt es nicht - jedenfalls für das Volk!
    Es gibt nur Menschen die es verstehen, etwas reicher zu werden als die, die Sie mit Gesetzen kontrollieren, um diese erst gar nicht in Versuchung zu führen solche "böse" Taten zu begehen.
    Könnten die Menschen weniger "obrigkeitsglaubend" sein und denken, es würde sich nur positiv auf die Zukunft auswirken.
  2. #2

    optional

    Was soll der Unsinn: Steuererklärung veröffentlichen ? As ob jemand in seiner Steuererklärung Schwarzgeld anzeigt. Die halten wohl das spanische Volk für total bescheuert. Was jetzt fehlt sind unabhängige mutige Richter und eine wirklich freie Presse. In der "Pressekonferenz" heute wurden keine Fragen zugelassen.
  3. #3

    Übliche Bestechungsgelder

    In Spanien sind Bestechungsgelder tägliche Praxis. Vor allem aber steht die "Abzocke" der Guardia Civil auf Spaniens Verkehswegen unter Kritik. Offenbar gibt es dort mehrfache Bußgeldeinnahmen, ohne dass den Verkehrsteilnehmern eindeutige Verstöße gegen das Verkehrsrecht nachgewiesen wird. Gern werden Touristen mit Leihwagen ins Visier genommen. Bemerkenswert, dass dies alles so möglich ist. Und was unternehmen unsere EU-Kommissare dagegen?
  4. #4

    optional

    Wer die engen Verflechtungen zwischen Politik und Justiz in Spanien kennt, wird wohl berechtigte Zweifel hegen, ob die Wahrheit jemals ans Licht kommt. Außerdem stellt sich die Frage, von wem und wofür die ja nicht in Abrede gestellten Zahlungen an die Partei geleistet wurden. Da würden sicher interessante Zusammenhänge deutlich werden. Zu begrüßen ist auf jeden Fall, daß sich jetzt junge und unabhängige Journalisten trauen, solche Machenschaften öffentlich zu machen.
  5. #5

    Wie immer Salamitaktik

    Verdeckte Parteikonten und Barspenden bei Rajoys konservativer PP - einmal losgetreten wird es schwer einen solch schwerwiegenden Verdacht zu widerlegen. Man kann davon ausgehen, dass die Vorwürfe nicht einfach so aus der Luft gegriffen sind. Sollte Premier Rajoy, der sog. Hoffnungsträger Spaniens, davon nichts geahnt haben, so würde jedermann den Kopf schütteln. Die Wahrheit kommt mal wieder stückchenweise ans Tageslicht, wie immer. Verständlich, wenn jetzt die Volksseele hochkommt in einem Land, das wirtschaftlich und finanziell am Abgrund steht. Man weiß, dass der Fisch immer schon vom Kopf her stinkt. Wenn sich die Vorwürfe erhärten sollten, so gehört diese gesamte korrupte Politelite gnadenlos in die Wüste gejagt.
  6. #6

    Das ist ja wirklich der Brüller - Steuererklärungen veröffentlichen zum Beweis, dass man kein Schwarzgeld angenommen hat?
  7. #7

    Ich hab's...

    ...schon lange vor der Wahl immer wieder gesagt: die Franco-Fans der PP sind keine mehr oder weniger demokratische Partei, sondern eine Mafia.
    Die jüngsten Enthüllungen haben nur deshalb noch keinen Volksaufstand hervorgerufen, weil wir in Spanien es alle schon wussten. Nur die Korruption kann die prozyklische, antidemokratische, ins Elend führende Politik der sogenannten Regierung erklären. Das Drakularegime Spaniens muss abgesetzt werden -Wahlen könnten das nicht richten, denn die ehemaligen Sozialdemokraten stecken genauso tief im Dreck, und die Demokratie ist in ganz Europa so kaputt, dass andere keine Chance haben.
    Die Frage ist nur, wer könnte eingreifen? Die Kolonialmacht Deutschland sicher nicht -es ist nur eine Frage der Zeit bis auch Angie ertappt wird.
    Nur zwei Optionen bleiben: Island oder Blutbad. Nicht nur hier in Spanien.
  8. #8

    Rajoy Meister im Weglassen

    Bei rajoy muss man immer darauf achten was er nicht gesagt hat. Mag ja sein, das er die Zusatzzahlungen versteuert hat, aber kein Wort darueber wo das Geld herkommt, wieso der Kassenwart 22 Mio. € in der Schweiz hatte und warum bei Guertel blockiert wird. Und schon gar nicht, ob welche Meinung er zu Korruption, bzw. was er dagegen machen will.
  9. #9

    Die Proteste gehen weiter.

    Auf change.org gibt es eine Unterschriftenliste mit mittlerweile über 700.000 Unterschriften, die den Rücktritt der Regierung fordern. Ich komme gerade vom Sitz der PP Barcelona zurück. Dort fand vor dem verbarrikadierten Parteibüro in der Calle Urgell 249 eine Versammlung von ca. 2-3 Tausend Menschen statt, die lautstark den Rücktritt von Rajoy und der Regierung forderten, mit Rufen wie "Nuestro Presidente es un delinquente" - etwa "Unser Premier ist ein Krimineller". Rajoys Ankündigungen, seine Steuererklärung zu veröffentlichen, trifft nur auf Hohngelächter, da es völlig weltfremd ist, zu erwarten, er hätte irgendwelche illegalen Zahlungen in sener Steuererklärung aufgeführt. Mittlerweile werden wohl mehr und mehr Querverbindungen zu anderen Korruptionsskandalen wie der Affäre Gürtel in den Papieren von Barcenas gefunden, die die Authentizität der Dokumente zu bestätigen scheinen. Merkel wird am Montag mit einer politischen Leiche zusammentreffen, der in seiner Heimat jede Legitimität verloren hat. Seine Tage sind gezählt,