Geschlechter-Diskriminierung: Noch immer auf den Bäumen

dapdDer mächtige alte Mann, die wehrlose junge Frau: In der Causa Brüderle scheinen die Rollen fest vergeben. Dabei ist es an der Zeit, die Sexismus-Debatte vom Denken des 19. Jahrhunderts zu befreien.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-880578.html
  1. #80

    Die Zicken sind los

    In den langen Jahren meines Berufslebens habe ich mich von männlichen Vorgesetzten und Kollegen stets respektiert und fachlich anerkannt gefühlt. Über gelegentliche Komplimente freue ich mich, ebenso wie meine Kolleginnen. Grenzüberschreitungen habe ich nie erlebt und in meinem beruflichen Umfeld (obwohl Männerdomäne) auch nie dergeichen bemerkt. Dumme Sprüche wie die von Herrn Brüderle könnte man lässig kontern oder ignorieren, vor allem zu später Stunden an einer Bar. Männer sind keine Untiere, vor denen man Angst haben muss! Richtige Angst habe ich eigentlich nur vor Zickenkriegen, vor allem, wenn sie in den oberen Etagen stattfinden, und die Damen bei den Herren nicht die erwünschte Aufmerksamkeit finden. Und ich habe den Verdacht, dass gerade diese Zicken jetzt die Messer wetzen und am liebsten die Kastration als Strafe einführen würden. Die Frauenbeauftragten haben ausgedient, es wird Zeit für Männerbeauftragte!
    Abgesehen davon wird man den Eindruck nicht los, dass Brüderle einfach erledigt werden sollte.
  2. #81

    Zitat von carmenmarie1508 Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon wird man den Eindruck nicht los, dass Brüderle einfach erledigt werden sollte.
    Wer weiß? Vielleicht auch genau das Gegenteil. Die Kampagne hat jedenfalls das Zeug, die 18% wieder in greifbare Nähe zu rücken. Immerhin kann die FDP jetzt als einzige Partei damit rechnen, die Stimmen derer zu bekommen, die der durchgegenderten Sex/Rass/Antiwasauchimmerismus-Diskussion überdrüssig sind und das satter haben als Steuersenkung für Reiche und Privatisierung von Staatsaufgaben. Wenn es gelingt, dieses und ähnliche Thema hochzuhalten, steht dem Durchmarsch bei der Bundestagswahl doch nichts im Wege. Kommt vielleicht nur ein bisschen zu früh, der „Aufschrei“. Ansonsten könnte es eine geniale Werbekampagne sein, in die sich die sogenannten „Mainstream“-Medien erwartungsgemäß und bereitwillig einspannen lassen.
  3. #82

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn früher die geringere Quote von Abitur-Mädchen als Ausweis von Diskriminierung galt - wie haben wir die geringere Quote von Abitur-Jungen zu deuten?
    Wenn (wie jüngst in Österreich) das Volk bestimmt, dass junge Männer weiterhin ihre Wehrpflicht zu absolvieren haben, junge Frauen davon aber verschont bleiben - wie fügen wir das in unser Geschlechter-Gefüge ein?
    Die Menschen waren noch nie gut darin, Missstände zu beseitigen. Man (nein, Frau) schießt über das Ziel hinaus. Jetzt haben wir Kuschelpädagogik, Quoten in Männerdomänen, keine Quoten in Frauendomänen, Benachteiligung für Studenten und Lehrstellensuchende Männer (Wehrpflicht) und es ist noch kein Ende in Sicht.