Schummel-Skandal in Harvard: Rund 60 Elite-Studenten suspendiert

DPADer Skandal erschütterte die Elite-Uni Harvard: 125 Studenten sollen im vergangenen Jahr bei einer Hausaufgabe verbotenerweise abgeschrieben haben. Jetzt hat die Uni ihr Urteil gefällt - und muss dafür Kritik einstecken.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-881103.html
  1. #10

    Und bald eine Ministerin...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Skandal erschütterte die Elite-Uni Harvard: 125 Studenten sollen im vergangenen Jahr bei einer Hausaufgabe verbotenerweise abgeschrieben haben. Jetzt hat die Uni ihr Urteil gefällt - und muss dafür Kritik einstecken.

    Nach Schummel-Skandal in Harvard wurden 60 Studenten suspendiert - SPIEGEL ONLINE
    Hier könnte sich die bigotte Noch-Doktor Schavan wieder fremdschämen und empören. Was ihre eigene dreiste Mogelei bei ihrer "summa cum laude"-Dissertation zum Thema "Gewissen" anbetrifft, hat sie selbiges seit langem ausgeschaltet. Mitte nächster Woche wird Frau Merkel sich von Schavan verabschieden müssen,"wetten, dass...?"
  2. #11

    andererseits

    Zitat von alice_m01 Beitrag anzeigen
    Ja, sowas hatte ich auch mal. Fakt war, drei Leute haben die Arbeit gemacht und die Lösung herausgefunden, der Rest abgeschrieben. Ist auch irgendwie naheliegend, dass das passiert, wenn von allen eine ähnliche Lösung erwartet wird.
    Daraufhin wurde es abgeschafft und aus dem take-home eine Klausur gemacht, die alle gleichzeitig vor Ort bearbeiten. Das sollte Harvard vielleicht auch überlegen. Examen, wo die Antwort nicht individuell erarbeitet werden muss, gehören aus Gerechtigkeitsgründen (oft ist es eh unmöglich, Zusammenarbeit zu merken) direkt in eine Klausur, nicht nach Hause. "Hausarbeit" heißt in den meisten Studiengängen doch eher, sich etwas eigenes einfallen zu lassen, ein - oft auch selbstgewähltes - Thema zu erörtern, hier fiele Abschreiben von Kommilitonen sofort auf.
    sollte auch Teamwork möglichst früh gelernt werden.

    In den frühen siebziger Jahren soll es durchaus üblich gewesen sein, dass man so sein Abi machte.
  3. #12

    Kniffeleien

    Zitat von guteronkel Beitrag anzeigen
    Und wer schickt die Frau Schavan nach Hause? Für mich gehört sie wegen ihrer Kaltschnäuzigkeit eingesperrt.
    Dass die Uni die Gebühren der Ausgeschlossenen von sich aus zurückzahlt ist etwas, was in Deutschland undenkbar wäre.
    Wer müsste jetzt in D.land die Ministergehälter der Frau Sch. an wen zurückzahlen?
  4. #13

    Kaltschnäuzigkeit

    Zitat von guteronkel Beitrag anzeigen
    Und wer schickt die Frau Schavan nach Hause? Für mich gehört sie wegen ihrer Kaltschnäuzigkeit eingesperrt.
    Dass die Uni die Gebühren der Ausgeschlossenen von sich aus zurückzahlt ist etwas, was in Deutschland undenkbar wäre.
    Das Thema sollte etwas ernsthafter behandelt werden, kann es doch bei vielen Studierten über ihr ganzes (Berufs-)Leben entscheidend sein. --- Und eingesperrt wird hier in Deutschland erst, wenn eine kriminelle Schuld erwiesen ist. Warum denn nicht gleich "Kopf ab" ??
  5. #14

    Harvard muss die Glaubwürdigkeit ihrer Abschlüsse gewährleisten !

    Besser wäre, alle nachgewiesenen Abschreiber dauerhaft von der Uni zu werfen.
  6. #15

    Albernheit

    Die Harvard-Uni macht sich mit der Aktion lächerlich.

    Denn sowas wie 'Take-home'-Arbeiten sind sowieso von haus aus Arbeiten, bei denen erst gar nicht verhindert werden kann, dass 'fremde' mitarbeiten.
    Ich perösnlich finde es gut, dass die Studenten zuammen gearbeitet haben - wenigstens werden ein paar dabei durch Diskussion die Lösung erarbeitet haben (und der Rest dann diese übernommen haben). Normalerweise ist es aber wohl so, dass solch 'Massen' an Zusammenarbeit nicht stattfinden, sondern diese inkleiner Kreisen vonstatten geht - entweder ein paar befreundete Studenten arbeiten zusammen, oder: man fragt einen 'Seminarfremden' - einen Mitstudenten, der halt nicht iin diesem Seminarwar, oder vor ein paar Semestern dran teilnahm, oder man Fragt Papa oder seinen Brüder/Schwester etc., oder man holt sich gleich bezahlte Hilfe (sehr viele harvardstidenten können sich das wohl ohne mit der Wimper zu zuckenleisten).
    All diese Fälle fallen nicht oder wesentlich schwerer auf als eben, wenn 60 Studenten quasi wortgleiche Formulierungen haben (und nur so dürfte es überhaupt ans Licht gekommen sein). Man sollte nicht dabei vergessen, dass es bei eienr konkreten Aufgabenstellung meist nur sehr wenige Lösungswege gibt (inc. der 'falschen'), die de facto von allen beschritten werden - von daher ist der Lösungsweg idR. relativ unverdächtig, gerade auch der mit dem 'richtigen' Ansatz - und nur über wortwörtlich immer wieder auftretende Formulierungen kann überhaupt ermittelt werden, dass da leute abgeschrieben oder 'zusammengearbeitet' haben.
    Aber die Form des 'take home' ist derartig, dass da wohl schon immer sehr viele Studenten (wenn nicht gar die Mehrzahl) hilfe gesucht und gefunden haben.
  7. #16

    hochgerechnet

    Scheint so zu sein, dass mehr als die Hälfte der Harvard Studenten, keine reichen, einflussreichen Eltern haben.
  8. #17

    Es zeigt sich wieder wie Eliten zu Macht und Geld kommen...

    ...besonders in Harvard das durchsetzt ist von gekauften Professoren die Goldmann Sucks and Co. den theoretischen Unterbau zum Auspressen der Entrechteten liefern. Offensichtlich ist dies hier ein wenig zu offensichtlich abgelaufen und man mußte die zeitweilige Suspendierung aussprechen - als Feigenblatt sozusagen.
  9. #18

    Frau Schavan...

    ...hätte ja ihre Aufgabenstellung mit anderen diskutieren dürfen. Entscheiden sollte das der zuständige Prüfungsausschuss. Ich habe schon einige in Amateurforen diskutierte "Mängel" gesehen, die aus objektiver Sicht keine sind.
    Die Strafe in den USA erscheint mir etwas hart, eigentlich hätte es gereicht, die Studierenden durch das entsprechende Fach fallen zu lassen. So langsam werden überall moralische Richtlinien erlassen, denen niemand mehr gerecht werden kann.
  10. #19

    Bemerkenswert,

    diese US-Uni. Hätten hier in Deutschland nicht auch mal Professoren stutzig werden können? Nein, hier braucht man Denunzianten, um (wenigstens die CDU oder FDP Politiker betreffenden) Fehler aufzuweisen und publik zu machen. Ich schlage vor, (der vielgeliebten "Gerechtigkeit" wegen) alle Dissertationen der letzten 30 Jahre, also seit der Zeit, als Frau Schawan ihre Arbeit schrieb, nachzuprüfen. Viel Spaß.