Französische Verlage: Google kauft sich frei

AFPIn Frankreich haben sich Google und die dortigen Verleger im letzten Moment geeinigt: Die Verlage hatten Geld dafür gefordert, dass die Suchmaschine ihre Artikel findet, die Regierung drohte mit einem Gesetz. Nun gibt es einen Topf für Online-Projekte.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-881074.html
  1. #100

    Zitat von a1894760 Beitrag anzeigen
    ich denke, es wird auf eine GEZ für Printmedien hinauslaufen. Es bilde sich doch niemand ein, dass Google aus eingener Tasche für Lizenzen zahlt - das Geld wird schön beim Nutzer eingesammelt. Das Zwei-Klassen-Internet steht unmittelbar bevor.
    ..etwas vergleichbares scheint auf EU ebene bereits in arbeit zu sein.

    Staatliche Zuschüsse für unprofitable Medien | Telepolis
  2. #101

    Zitat von Medienkenner Beitrag anzeigen
    Springer-Manager Keese redet doch Quark. Wenn Google zwei oder drei Zeilen eines Zeitungsartikels zitiert (verlinkt), dann ist das keine Aneignung einer fremden Leistung, genausowenig wie der Filesharing-Download eines Musiksongs kein "illegales" Kopieren darstellt, sondern einzig die gesetzlich erlaubte Anfertigung einer Privatkopie.
    Ein Filesharing-Download ist keine Privatkopie, kann keine Privatkopie sein. Filesharing ist allein schon der Defintion nach immer öffentlich und somit das genaue Gegenteil von privat.

    Was Keese und andere Unternehmensfunktionäre als Etablierung eines "Leistungsschutzes" bezeichnen, ist nur der Versuch, das eigene, absterbende Geschäftsmodell mit einem willkürlich aufgepfropften "Rechtsrahmen" vor dem Aus zu retten
    Ja, das Geschäftsmodell der Medien ist am absterben und die Ursache liegt an erster Stelle bei Google, weil Google mit Hilfe fremder Inhalte, egal wie groß die dargestellt werden, enorme Anzeigengelder abschöpft, die den Medien fehlen.
    Und sterben die Medien ab, stirbt auch Googles Geschäftsmodell.

    - auch auf Kosten des wissenschaftlich-demokratischen Zitierrechtes.
    Was haben die BILD und Google mit dem wissenschaftlich-demokratischen Zitierrecht zu tun?
  3. #102

    Frankreich hat mit der Wahl des Sozialismus seine Konkurrenzfähigkeit verloren. Da Deutschland jetzt bzw. in naher Zukunft wieder weit überlegen ist, werden die Neiddebatten wieder losgehen. Währenddessen praktiziert Frankreichs Regierungschef Lobbyarbeit. Sehr sozialistisch. Wir sind bestimmt auch bald so sozial, uns etwas vom Kuchen abzuholen - denn nur genau darum geht es hier.
  4. #103

    Zitat von knuty Beitrag anzeigen
    Es ist Google und Co., die die Logik über den Haufen schmeissen. Es ist ja nicht so, dass Google und Co. einfach nur den Weg weist, denn die Suchmaschinen ziehen Anzeigengelder, die sonst bei den Medien ausgeben werden, auf sich und das mit den Inhalten der Medien.
    Und im Gegensatz zu einen Handwerksbetrieb, der in den Gelben Seiten inseriert, spielt das für Medien, deren Haupteinnahmequelle bei sinkenden Druckauflagen immer mehr die Anzeigen auf ihren Webinhalten wird, eine sehr große Rolle.
    ...es wude schon unzaehlige male geschrieben das auf google-news keine werbung geschaltet wird. aber was man nicht hoeren will ...

    im gegenteil kriegen die verlage kunden auf ihre seiten verlinkt. wenn diese zu bloed sind daraus ein geschaeftsmodell zu entwickeln ... weg mit.
  5. #104

    Zitat von kurosawa Beitrag anzeigen
    ...es wude schon unzaehlige male geschrieben das auf google-news keine werbung geschaltet wird. aber was man nicht hoeren will ...
    Und es wurde schon genau so oft geschrieben, dass die Anzeigen auf den anderen Ergebnisseiten stehen. Oder wollen Sie etwa behaupten, Google verdient kein Geld mit Anzeigen? Aber was man nicht hören will ...

    im gegenteil kriegen die verlage kunden auf ihre seiten verlinkt.
    Und auf denen immer weniger Anzeigen für immer weniger Geld stehen. Was nützen PIs und Klicks, wenn die keine Einnahmen bringen?

    wenn diese zu bloed sind daraus ein geschaeftsmodell zu entwickeln
    Das Geschäftsmodell ist dasgleiche wie das von Google: Mit Anzeigen Umsätze machen, mit dem Unterschied, dass Google inzwischen ein Quasi-Monopol hat.

    ... weg mit.
    Und wonach soll Google dann suchen?
    Um so mehr unterschiedliche Inhalte und Seiten es gibt, um so mehr wird gesucht, um so wichtiger sind Suchmaschinen.