Ärger um städtischen Schulkalender: "Drogen machen hässlich"

Maciej SpiczakErwachsene sollten einfach keine Jugendsprache imitieren, weiß jetzt auch die Stadt Zweibrücken: In ihrem neuen Anti-Drogen-Wandkalender erklärt sie Kindern, Nüchternbleiben sei cool, Alkoholtrinken dagegen "schwul". Schüler schütteln darüber nur den Kopf.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/k...-a-881021.html
  1. #40

    Bzgl. der Diskussion um die Verwendung von "schwul" als negatives Wort und die Rechtfertigung, es sei "weit verbreitete Schülersprache".

    Das sind die als Beleidigung gemeinten "behindert" oder "Jude" auch. wäre es für Herr Franzen also auch okay gewesen, diese Begriffe ins Spiel zu bringen?
  2. #41

    abgesehen davon, dass diese formulierung wirklich streitbar ist, ist doch das Hauptproblem die mangelhafte aufklärung über Drogen.

    drogen machen hässlich! das ist einfach mal falsch und dramatisch inszeniert und wird dazu führen, dass die ganze kampagne umkippt und sich gar ins gegenteil verkehren könnte, wenn die Kinder das mal später hinterfragen.
    man sollte lieber bei der wahrheit von drogen bleiben, die ist schrecklich genug.
    antidrogenkampagnen sollten durch aufklärung abschrecken und nicht auf verklären und damit hoffen, dass man sich deswegen nie mit diesem thema ueberhaupt auseinandersetzt. das halbwissen ist doch die grösste Gefahr.
  3. #42

    Das

    Zitat von sternfeldthommy Beitrag anzeigen
    verehrtester jesper dyrholm...erklären sie mir doch mal bitte, was daran "beleidigend" sein soll ( für wen auch immer) mit homosexuell i verbindung gebracht zu werden.
    da bin ich ja mal gespannt
    ist jetzt nicht Ihr Ernst?!
    Langsam wird es nur noch lächerlich.
  4. #43

    Beruhigt euch

    Habt ihr euch mal über den Sinn hinter der Sache Gedanken gemacht???
    Man versucht (egal wie dilettantisch) Jugendliche davon abzuhalten Drogen zu nehmen.
    Finde ich cool, die Diskussion aber schwul (keine Beleidigung an irgendjemanden angedacht).
    Die Jugendlichen würden aber sicher mit gutem Beamtendeutsch auf den richtigen Weg gebracht ... ist halt die Sprache der Jugend (Leichte Ironie gewollt).
  5. #44

    internationaler bund reagiert richtig

    bravo ib - gleich weg mit dem muell. gerade der ib steht fuer tollereanz, hier war er nicht aufmerksam genug, hat aber dann gleich reagiert.
  6. #45

    Uncoole Message wird auch niemals cool

    Egal wie professionell man eine Anti-Drogen, Anti-Alkohol etc. - Kampagne aufzieht - sie wird niemals cool und auch ihr Ziel nie erreichen. Über dieses konkrete Beispiel, dass an Dummheit kaum zu überbieten ist, muss man sich gar nicht unterhalten. Aber auch gut gemachte Kampagnen sind uncool.

    Rauscherfahrungen gehören zur Menschheit seit es Kultur gibt. Sie sind für die meisten Menschen eine durchaus lehrreiche Erfahrung.

    Es kommt darauf an, dass diese Erfahrungen möglichst dann gemacht werden, wenn Jugendliche nicht mehr zu jung sind und bereits über die Substanzen und deren Gefahren informiert. Prävention die ernstgenommen werden will, sollte daher nicht das Experimentieren mit Drogen generell ablehnen - jedoch ein Augenmerk auf problematisches Konsumverhalten legen.

    Um mal etwas zu schreiben, was wirklich cool und stimmig ist: "Von Vatikan bis Taliban sieht man dass es stimmt, dass die ganzen Abstinenzler noch immer die Schlimmsten sind." - Die Toten Hosen

    Abstinenz wird immer von einer Mehrheit veräppelt werden und ist auch, ohne Erfahrung, nie cool. Konsum mit Verantwortung oder Abstinenz von Leuten die ihre Erfahrungen gemacht haben, wird da bestimmt ganz anders bewertet. Das ist dann nämlich glaubwürdig. Gerade Jugendliche merken schnell wenn etwas künstlich und gestelzt ist. Das ist ähnlich wie ein falsches Grinsen gegenüber einem Affen - der wirft dann nämlich mit Kot.