Ärztefehler: Bundesrat billigt neues Patientenrechtegesetz

CorbisDas neue Patientenrechtegesetz soll die Position der Versicherten stärken. Der Bundesrat hat dem Gesetz jetzt zugestimmt. Größtenteils werden schon bestehende Rechte zusammengefasst - Verbraucherschützer fordern bereits Änderungen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-880981.html
  1. #1

    Ablenkungsmanöver

    das Patientenrechtegesetz schaut in die falsche Richtung, nämlich dahin, wo die Probleme ankommen und nicht wo sie herkommen.
    Es lenkt von den Verantwortlichkeiten ab. Für zunehmende Engpässe in der Versorgung (Personalnot, Hektik...) sind Politik und Krankenkassen verantwortlich und nicht "die Ärzte".
    Frau Köster-Steinebach wird in einigen Jahren sicher keine persönliche Verantwortung für den zunehmenden Ärztemangel übernehmen. Die Ärztinnen und Ärzte übernehmen aber täglich zu allen Uhrzeiten persönliche Verantwortung für das Wohl kranker Menschen, trotz zunehmend mieser Bedingungen.
  2. #2

    Bundesrat

    ach ja, die Bundesländer sind für die Überwachung der Arbeits- und Ruhezeiten - auch bei Ärztinnen und Ärzten - verantwortlich. Schon mal was gehört, ob tatsächlich kontrolliert wird!?!
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das neue Patientenrechtegesetz soll die Position der Versicherten stärken. Der Bundesrat hat dem Gesetz jetzt zugestimmt. Größtenteils werden schon bestehende Rechte zusammengefasst - Verbraucherschützer fordern bereits Änderungen.

    Ärztefehler: Bundesrat billigt Gesetz neues Patientenrechtegesetz - SPIEGEL ONLINE
    Es steht natürlich außer Frage, dass Patienten bei Ärztefehlern ausreichend unterstützt und entsprechend entschädigt werden. Nur die Diskussion, wie sie geführt wird suggeriert, dass dem Arzt grundsätzlich zu misstrauen ist. Das bestärkt den Patienten natürlich, so bald etwas nicht zu seiner Zufriedenheit gelaufen ist einen Behandlungsfehler zu wittern. Der Vorwurf eines Behandlungsfehlers wiegt schwer und ist ein langwieriger Prozess und für alle Beteiligten belastend. Wenn dann festgestellt wurde das kein Behandlungsfehler vorlag, steht schon der nächste im Raum. Man sollte besser die Rahmenbedingungen für die Ärzte verbessern, dass auch mehr Zeit für den Patienten bleibt und Missverständnissen so vorgebeugt wird. Aber unsere Politik und vor allem die Opposition kann nichts anderes als sozialen Unfrieden zu sähen unter dem Deckmäntelchen der Patientensicherheit. Unter diesen Voraussetzungen entsteht ein ungeheurer Frust unter den Ärzten. Das Tag täglich gute Arbeit geleistet wir zum Wohle des Patienten, rund um die Uhr, wird selten erwähnt. Nur wenn etwas schief gelaufen ist, dann ist die Empörung groß. Wir haben jetzt schon eine Absicherungsmedizin, wo die Indikation für unnötige und teure Diagnostik sehr oft nur gestellt wird aus Angst irgendetwas übersehen zu können. Die Konsequenz ist, dass viele gute Ärzte abwandern. Das neue Gesetzt bedeutet noch mehr Bürokratie und noch weniger Zeit für den Patienten. Mal wieder schlecht gemacht. Aber von unserer Politik ist nichts anderes mehr zu erwarten.
  4. #4

    Hornberger Schießen ...

    Dieses Gesetz wurde jahrelang diskutiert. Herausgekommen ist die Bündelung bestehender Regelungen. Eine Linksammlung hätte auch ausgereicht.
  5. #5

    Dies gab es schon mal,

    allerdings nur in der Ehemaligen, "Erweiterte materielle Unterstützung (EmU)". Durch dieses Gesetz bekamen Bürger, die bei medizinischen Eingriffen zu Schaden kamen, eine Entschädigung. Seit 1974 war die EmU eingeführt. Mit ihr wurden Patienten entschädigt, die seit 1968 in den Gesundheitseinrichtungen zu Schaden gekommen waren, auch wenn kein Verschulden des jeweiligen Arztes vorlag. Diese Regelung wurde im Einheitsvertrag nicht übernommen. Wenn ich mir das Monster, das Patientenrechtschutzgesetz so ansehe, dann benötigt der Patient genau so lange Zeit um Recht zu bekommen, wenn sein falsches Bein abgenommen wurde wie vorher auch.
  6. #6

    wie hilfreich

    doch das Recht auf vollständige Akteneinsicht, wenn diese nicht mehr auffindbar oder manipuliert worden ist...