Psychosomatik: Wenn der Arzt sich drückt

CorbisBei einem Drittel aller Patienten finden Ärzte keine körperliche Ursache für deren Beschwerden. Oft stecken psychische Störungen dahinter. Doch ein Gespräch darüber bietet kaum ein Mediziner an - weil seelische Probleme mit einem Stigma belegt sind.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-880315.html
  1. #1

    Bei dem Müll

    den wir hier im Supermarkt kaufen, muss es einem ja schlecht gehen.
    Finger weg von billigem Fleisch und Wurst, das ist das beste was man sich antun kann.
  2. #2

    Vorschlag

    Lieber Kollege Stelzig, was halten Sie denn davon, sich mal mit dem Gedanken zu befassen, dass psychische Komorbiditäten die neuen Berufskrankheiten des 21 Jahrhunderts sind? Das wäre hilfreich!
  3. #3

    Letztens beim Onkel Doc ...

    Vor mir bei der Sprechstundenhilfe eine Anfang-Vierzigerin im ansprechenden Ökolook.
    Zur Sprechstundenhilfe: "Ich brauche ein Rezept für eine Ergo-Therapie!"
    Sprechstundenhilfe:"Nun, ich kenne Sie nicht. Sind sie Patientin hier?"
    "Nein, ich brauche aber das Rezept!"
    "Nun, da müssen Sie erst Patient sein, sich untersuchen lassen und dann sieht man weiter."
    "Ich brauche mich nicht untersuchen zu lassen. Ich weiß was ich habe. Ich brauche nur eine Ergo-Therapie verschrieben. Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe alles darüber gelesen."

    "Dann sagen Sie das dem Doktor doch bei einer Untersuchung."
    "Untersuchung brauche ich nicht, ich brauche nur eine Verordnung für eine Ergo-Therapie."
    Doc kommt zufällig hinzu...
    "Was ist denn hier los?"
    Gleiche Sätze wie vor ...
    Schließlich beleidigende Worte von der Dame und deren Abgang ...

    Tagtäglicher Irrsinn in einer Arztpraxis ...
  4. #4

    Ärzte

    Ärzte sind keine Götter in weiß. Die Ärzte befassen sich in der Regel mit den Symtonen und nicht mit den Ursachen einer Krankheit. Um die Ursache zu finden wird mehr Aufwand abverlangt, in der Ausbildung und der Vergütung... Es ist bei Entscheidungsträgern noch nicht als wichtiges Thema angekommen...
  5. #5

    Ein seit Jahren überfälliger Artikel im SPIEGEL

    Das Angebot an Balintgruppen (in denen Ärzte ihre Problemfälle besprechen) ist zwar groß und inzwischen ein lukratives Geschäft geworden. Aber nach mindestens 10 Balintkursrunden kann ich nur sagen: Nicht nur die Motivation ist schlecht - leider auch das allgemeine Niveau. Dabei könnte man Geld sparen ohne Ende...
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei einem Drittel aller Patienten finden Ärzte keine körperliche Ursache für deren Beschwerden. Oft stecken psychische Störungen dahinter. Doch ein Gespräch darüber bietet kaum ein Mediziner an - weil seelische Probleme mit einem Stigma belegt sind.

    Psychosomatik: Ursache für körperliche Beschwerden in der Psyche - SPIEGEL ONLINE
    Der Artikel analysiert das Problem meiner Meinung nach sehr gut und treffend aber mir fehlt eine Erklärung dazu wir man eben diesen Teufelskreis durchbricht.
    Wie bringe ich den dem Patienten in einem Gespräch möglichst sensibel bei, dass seine Probleme psychosomatischer Natur sein könnten, ohne dass er sich eben in die im Artikel angesprochene Psychoecke gedrängt fühlt und dadurch für dieses Thema nicht mehr zu haben ist?.
  7. #7

    Bezahlung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei einem Drittel aller Patienten finden Ärzte keine körperliche Ursache für deren Beschwerden. Oft stecken psychische Störungen dahinter. Doch ein Gespräch darüber bietet kaum ein Mediziner an - weil seelische Probleme mit einem Stigma belegt sind.

    Psychosomatik: Ursache für körperliche Beschwerden in der Psyche - SPIEGEL ONLINE
    Das ist keine Kritik an den Ärzten. Ich kann verstehen, wenn in einer völlig überfüllten Praxis ein Gespräch mit ungewissem Ausgang nicht stattfindet, das vor allem eines aus Sicht der Krankenkassen ist: Unbezahlt... Das System honoriert keine Gespräche, sondern nur Behandlungen. Solange sich das nicht ändert, wird sich an der Problematik nichts ändern.
  8. #8

    Gelesen?

    Zitat von derletztdemokrat Beitrag anzeigen
    den wir hier im Supermarkt kaufen, muss es einem ja schlecht gehen.
    Finger weg von billigem Fleisch und Wurst, das ist das beste was man sich antun kann.
    Sie haben zufällig den Artikel gelesen?
    Oder doch nicht?h kann nur raten sich einen
    Es geht dort um Beschwerden, die keinerlei körperliche, sondern nur seelische Ursachen haben...

    Ach ja:
    Ich kann nur raten sich ein guten Hausarzt zu suchen, der/die auch mit einem spricht..
    Und keine Angst vor der "Klapse" zu haben...
  9. #9

    Verlogene Debatte

    Der Beitrag von Hr. Stelzig ist ja in seinem Inhalt korrekt. Leider ist die Debatte aber trotzdem verlogen:
    Ärzte müssen nach hieseigem Recht und Gesetz unternehmerisch denken; denn: Die Gesundheit und damit verbunden der gesamte Komplex der Medizin (Ärzte, Praxen, Krankenhäuser, Betreuung etc.) ist in unserer Gesellschaft eben nicht ein gesellschaftliches Gut von anllgemeinem Interesse sondern ein Wirtschaftsfaktor. So geht es im Grunde für einen Arzt schlicht darum in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Patienten durch seine Praxis zu bringen. Dabei muß er aber ein guter Arzt sein, denn ein Kunstfehler kann gravierende Konsequenzen nach sich ziehen. -
    Fazit: So lange wie wir (jeder Einzelne der Gesellschaft) unsere Einstellung zu Gesundheit und Krankheit nicht ändern, wird sich am Gesundheitssystem nichts ändern. Die Probleme sind seit Jahrzehnten immer die wieder die selben. Solange die Gesundheitssysteme unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit gesehen werden, solange also an der Krankheit verdient wird und nicht an der Gesundheit, solange wird sich da nichts ändern.