Neue Studie zu Hirndoping: Jeder fünfte Student putscht sich auf

CorbisSchalt den Pharma-Turbo ein: Laut einer neuen Studie nimmt jeder fünfte Student leistungssteigernde Mittel, von Koffeintabletten bis zu Ritalin und Amphetaminen. Hirndoping an Hochschulen ist demnach viel verbreiteter als bislang vermutet - besonders unter Sportwissenschaftlern.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-880810.html
  1. #70

    Früher wars doch genauso hart.....

    Persönlich habe ich Aufputschmittel noch nicht zum Lernen verwendet. Aber Koffeintabletten wirken einfach besser wie Kaffee. Sie kratzen nicht so sehr im Magen und wirken länger.

    Und allen Diplomern und Magistern, die hier meinen, bei Ihnen damals wars genauso schwer und die heutige Generation ist verweichlicht oder einfach dümmer, kann ich nur antworten, dass das nicht der Fall ist!
    BA-Studiengänge sind einfach härter! Mehr Studenten müssen genausovie oder mehr Leistung in kürzerer Zeit bringen. Wer den Bachelor macht, möchte auch in gutes Masterprogramm. Für diese gibts aber wieder NCs oder Auswahlgrenzen. Dazu müssen noch Zusatzleistungen in Methoden, in Form von Praktika, in sozialem Engagement oder in Sprachen geleistet werden. Einfach nur das Grundstudium oder Vordiplom schaffen, und dann bis zu Ende weitermachen reicht einfach nicht mehr. 4gewinnt ist auch nicht mehr drin. Anwesenheitsscheine gibts ohnehin nicht mehr.
    Der Psychoterror liegt auch darin, dass man ständig an seinen Notenschnitt denken muss. Und ja, der Ritalin oder Amphetaminturbo kann sich gerade unter diesen Bedingungen im Bachelor einfach lohnen. Man kann mehr lernen, schreibt bessere Noten und fühlt sich seltener überfordert.
  2. #71

    Worte an affars, Beitrag 70. Früher war es ...

    Nicht böse sein, konjugiert wird stets mit 'als'. '... wirken einfach besser ALS Kaffee.' Ich gehe von einem Flüchtigkeitsfehler aus. Was ich so aus meinem Umfeld höre ist wirklich deprimierend. Studieren heute muss wirklich Horror sein. Zeit- und Lerndruck ohne Ende, keine Zeit für ein echtes Studium mit sinnvollen geistigen Experimenten und den entsprechenden Entspannungsphasen. Tut mir wirklich leid für Sie und das ist nicht ironisch gemeint. Sie vermuten richtig, auch ich habe Anwesenheitsscheine erhalten oder gemacht. Die Welt hat sich wirklich nicht verbessert - 1970 glaubten wir noch daran. Ich als Kriegskind, Jahrgang 1943, habe tatsächlich noch Glück gehabt. Der Krieg war 2 Jahre später beendet. Die heutige Situation mit all ihren grausamen Widrigkeiten und schrecklichen Zukunftsszenarien - die leider nicht zu widerlegen sind - werden nie mehr ein Ende finden. Mein persönlicher Rat: Machen Sie sich nicht verrückt. Lassen Sie Ihrer Gefühlswelt einen begrenzten, aber trotzdem freien Lauf. Das ist wichtig, für Ihre Seele, für Ihren Körper und für Ihre persönliche Umwelt. Streben Sie nicht danach mit 80 Jahren im Pflegeheim zu enden um dann dort noch 20 Jahre vegetieren zu müssen. Das kann kein Lebensziel sein. Nur Unwissende haben diese Träume. Leben Sie Ihre noch zu erwartende Midlifecrisis voll und ganz aus. Diese hat einen wirklichen Sinn. Ergründen Sie diesen wirklich gewissenhaft. Ich wünsche Ihnen und allen heutigen Studenten viel Tatkraft und viele erfüllte Träume. Ganz gleich ob mit oder ohne Ritalin oder ähnlichen Substanzen. Was macht das schon?!
  3. #72

    Jeder sieht sein Studium als schwer an. Ich kenne jemanden, der sowohl zu Diplomzeiten studiert hat und jetzt auf Bachelor und er findet es jetzt "schwerer" bzw. lernintensiver.

    Aus meiner Sicht ist der Druck gewachsen. Hängt man ein Semester hinterher bekommt man am Ende des Studiums kein Bafög also schnell durchs Studium. Der Student kann heute nicht mehr nach links und rechts schauen. Auslandssemester, viele Praktika und dann noch mit Bestnoten abschließen und am Ende nichts mehr wissen, weil man keine Zeit hatte Themen zu verinnerlichen.
  4. #73

    Konjugiert ?

    Zitat von karlsiegfried Beitrag anzeigen
    Nicht böse sein, konjugiert wird stets mit 'als'. '...
    Bei einem Komparativ nimmt man geregelt und korrekt als. Beim Schwaben heißt es korrekterweise „wie“. Die Frankfodder haben das Problem vereinfacht gelöst, indem sie grundsätzlich „als wie“ vor fragwürdige Vergleichsobjekte setzen, völlig egal ob die gleich oder unegal gesteigert sind. Man würde in Frankfurt also formulieren: So ein ungenießbares Gesöff „als wie“ diesen Äppelwoi habe ich weltweit noch nie in die Kehle bekommen. Dem wird jeder einheimische Linguist begeistert zustimmen. Und Schwaben sowieso. Eigentlich jeder, selbst die, die noch nie einen Most getrunken haben.

    Der Rest vom Text gefällt durchaus. Heute wird die Jugend frühestens mit sechzig erwachsen und wünscht sich Weib und Kind, aber die Midlifecrisis schließt sich direkt an die Pubertät an. Das können wir alten Säcke nicht wirklich nachvollziehen. Da war doch noch was.

    Daß die Ansprüche seit vielen Jahren egal wo runtergehen müßte allmählich bekannt sein. Oder weshalb denn wandern so viele zu, die ehrgeizig und gekonnt für einen Bettel die Arbeit erledigen ? Seit Kohls Zeiten schon. Unser Matriarchat züchtet derweil Weicheier. Und die haben Ritalin in Unmengen im Regal liegen.
  5. #74

    Dass bereits viel zusammengerechnet wird in der Studie, ist bereits kommentiert worden.
    Was fehlt ist der kleine Hinweis, dass auch Neurologen, die vor Ritalin warnen, eben zugeben, dass Alkohol wesentlich schlimmer für's Hirn und für den ganzen Körper.

    Wenn's hilft - und ein Wundermitel ist es nicht.
    Es sollte besser rezeptfrei sein, dann kann es jeder nehmen un dnicht nur die, die nach langem Suchen endlich einen Arzt gefunden haben, der es ihnen verschreibt, denn das ist auch nicht derart trivial, wie es hier dargestellt wird.
    In meinem Umfeld an der Uni ist die Dunkelziffer allerdings wesentlich höher. Alleine in meinem Bekanntenkreis.. würde ich sagen: 60%? Alleine, was meine Professoren alles nehmen, meine Güte!

    Was ich interssanter fände, wäre eine Studie zum Verfolgungswahn bei Dozenten und Professoren. Denn das scheint eine der schlimmeren Spätfolgen zu sein - und das wird dann auch für das Gegenüber unangenehm. "WAS LACHEN SIE?!" Upps. Da wird aus dem Schmunzeln über die Worte des Profs leicht ein Auslachen gemacht.
  6. #75

    mal wieder bei telepolis abgeschrieben

    spiegel und spon beweisen wie eh und je wie man kopiert umschreibt die meisterung seines berufs darin sieht reuters nachrichten unendlich an textzeilen zu dehnen.

    zum thema: ritalin ist geprvftermassen eher nachteil als vorteil bei examen. viele medikamente sind daher eher placeboeffektiv
  7. #76

    9 + 2 = 14

    Zitat von hannah Beitrag anzeigen
    Fazit: 9 Klausuren in den letzten 14 Tagen und noch 2 Hausarbeiten bis Mitte Februar..
    Das sagt noch nicht genug:
    Wie lang waren diese Klausuren? 1/2 Std.? 3 STd.?
    Welchen Umfang sollen die Hausarbeiten haben? 2 Seiten? 20 Seiten?
    Und: In welchem Semester werden die Forderungen erhoben? 1. oder 7. ?