Seminar für Manager: Zurück in die Steinzeit

Peter AhrensWeg mit Beamer und Flipchart! Beim Workshop "Lego Serious Play" verwenden Manager bunte Steine und Plastiktiere für ihr Strategie-Meeting - mit offenem Ausgang. Einmal wurde der Chef eingemauert, diesmal wimmelt es von abgerissenen Köpfen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-878080.html
  1. #1

    Da spielen diese hoch bezahlen Manager also einem Tag lang mit Lego und “bauen “ billige Gemeinplätze und Metaphern (ich sag nur Möhre), schreiben dann völlig unklare und oberflächliche Spezifikationen - und am ende dürfen Ingenieure und IT-ler, die x-mal weniger verdienen, dann die ganze Arbeit machen. Während die Manager schon dass nächste Projekt mit Lego planen. Man könnte brüllen vor lachen, wenn das nicht leider die Realität wäre...
  2. #2

    Dass es hier nicht um "spielen" geht, sondern um einen interessanten Ansatz zur Verbildlichung von Strategien, wird doch eindeutig im Artikel klar gemacht. Dass dann Ingenieure und die IT-ler diese Ideen oder Ansätze umsetzen müssen ist doch in unserem System ganz normal, jeder macht das was er am besten kann. Wenn diese Ingenieure für die Führung und das Management von Unternehmen zuständig sein möchten, hätten sie vllt. etwas anderes studieren sollen. Ich möchte keineswegs die Qualifikationen eines Ingenieurs anzweifeln, aber das es jemand geben muss der das Unternehmen leiten muss ist doch wohl klar oder?
  3. #3

    Für die Veranschaulichung in der Produktion/ Montage sind Lego-Workshops schon Standard, weil man damit spielend komplexe Produktionsstrategien erlernen kann (z.B. KanBan mit Supermarkt) und deren Vorteile erlebt und anschließend stärker Änderungen zustimmt.
  4. #4

    Gesünder

    Vom Klettergarten in den Kindergarten.
    Wie traumatisiert und unausgelastet sind Personalabteilungen und Mitarbeiter?
    Nach diesen hochmotivierenden Grenzerfahrungen
    wird nach 2 Wochen Alltag wieder nichts übrigbleiben. Das ist reine Beschäftigungstherapie
    und ein Joberhaltungsprogramm für Personaler, Trainer und Trainingscenter.
  5. #5

    Finde ich sehr gut !

    Ich empfehle das zu erweitern, Spediteure, Logistiker, Hafen Manager , Bahn und Flughafen Manager miteinander ein Tranportsystem einrichten , dadurch könnte viele erst einmal im Spiel , aber dadurch auch logisch ein funktionierendes Transportsystem auszuarbeiten.
    Dabei könnten die Kosteneinsparungen erkannt werden , die möglichkeiten für den Umweltschutz mit einbezogen werden und einen Vernüftigen Arbeitsablauf in den Abteilungen.
  6. #6

    Lego is eine gute Sache

    Sollte mehr eingesetzt werden!
    Wir haben doch mittlerweile das Problem, dass viele Prozesse so kompliziert sind, dass man sie irgendwie visualisieren MUSS! Wenn es hilft, eingefahrene Denkprozesse zu verlassen und es somit zum Vorteil des Unternehmens ist, warum nicht? Es muss nur sichergestellt werden, dass die Erkenntnisse auch verarbeitet werden.

    Für die Anlagenplanung in der Industrie wäre das sicher auch hilfreich, weil man dmait schneller und plastischer Arbeiten kann als mit entsprechend dafür programmierter Software.
  7. #7

    Aber bitte mit Kindern!

    Ich finde das Prinzip dahinter sehr gut. Wir Manager verlieren uns doch viel zu schnell in den Details und übersehen ganz einfache Dinge. Ich habe das schon oft beim "Malen" von Prozessen bemerkt, bspw. bei ISO 9001, aber die Idee mit Lego finde ich anschaulicher als ein Flipchart mit Prozess-Kästchen. Vielleicht sollte man am Ende dann noch ein paar Kinder oder Jugendliche an die Legos lassen und sie fragen, ob sie das verstehen, was da modelliert wurde (geht natürlich nicht bei komplexen Geschäftsprozessen), denn ich bin mir sicher, dass man auch bei einem Lego-Workshop noch viel zu schnell zum Detailkram überspringt.
  8. #8

    Wer als Manager Leg braucht, um sich die zumeist selbstverschuldet künstlich komplizierten Arbeitsprozesse in einem Unternehmen klarzumachen, hat meiner Meinung nach überhaupt keine Befähigung, ein Unternehmen zu führen. Aber im Kapitalismus kommt es zugegebenermaßen auch weniger auf Kompetenz an, als auf besonders viel heiße Luft.
  9. #9

    Gut, dass ich ...

    Gut, dass ich mich vor einem guten Jahrzehnt selbständig gemacht habe. Die Zeiten, dass ich mir von überbezahlten, unfähigen, realitätsfernen, aber dafür umso arroganteren Managern vorschriften machen lassen mußte, sind damit glücklicherweise lange vorbei.