Alzheimer-Doku "Vergiss mein nicht": Abschied vom Ich

FarbfilmEinfühlsames Porträt oder schwerer Eingriff in die Privatsphäre? In seinem Dokumentarfilm "Vergiss mein nicht" begleitet der Regisseur David Sieveking seine alzheimerkranke Mutter auf ihrer Reise in die Demenz.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/do...-a-880585.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einfühlsames Porträt oder schwerer Eingriff in die Privatsphäre? In seinem Dokumentarfilm "Vergiss mein nicht" begleitet der Regisseur David Sieveking seine alzheimerkranke Mutter auf ihrer Reise in die Demenz.

    Dokumentarfilm Vergiss mein nicht von David Sieveking - SPIEGEL ONLINE
    Zeigt welches Verhältnis er zu seiner pomisken und offenbar etwas gefühlskalten Mutter hatte - er verwurstet ihren tragischen Verfall in einer "Doku" ... Ich denke nicht, dass ein Sohn mit einem wirklich guten Verhältnis zur Mutter tun würde.
  2. #2

    optional

    voyeurismus hin oder her. das thema muss an die öffentlichkeit. die zeit rennt uns davon!!! siehe demenzblog http://dements.wordpress.com/
  3. #3

    Demenz

    ?ch freue mich sehr über einen Kinobeitrag der auf der einen Seite den "Zerfall" des ?ch's darstellt.. Andereseits das grosse Problem der Angehörigen wie mit der Erkrankung umgegangen werden muss. Da ich selbst in der Pflege bin, beschäftige ich mich stark mit dem Thema "Demenz".
    Man muss den Demenzerkrankten auf emotionaler Ebene positiv berühren ,nicht sagen was richtig o falsch ist. Es gibt in der Welt des Erkrankten kein Falsch o richtig.. Es gibt viele ungeordnete Bilder Zigtausende.. Keine Zuordnung..Welches Bild wohin gehört..Ein Demenzerkrankter wüsste nie das er "Anders" geworden ist. Gehen Sie jeglicher Form von Diskussion aus dem Weg. Gehen Sie in die Welt des Dementen mit einem positiven Lächeln u verlassen Sie diese auch so in Augenhöhe und ohne den Rücken zuzukehren..
    Ein kleiner Anreiz.. Vielleicht..
    Auf jeden Fall für mich ein Kinofilm den ich gerne sehen möchte..
  4. #4

    Endlich

    hat ein Angehöriger den MUT, diese grausame Krankheit zu dokumentieren. Die Bemühungen der Angehörigen, die lustigen Seiten der Erkrankung und die Tragödie. Im Normalfall bekommt man im TV in 3 Minuten ein nettes, älteres Ehepaar zu sehen, die Fotoalben durchblätten. Großartig, dass nun e n d l i c h eine Dokumentation entstanden ist. Ich weiß von was ich spreche. Mein Mann hat mit 55 die Diagnose bekommen. Vielen Dank Herr Sieveking.
  5. #5

    Zitat von spon-facebook-10000283853 Beitrag anzeigen
    Zeigt welches Verhältnis er zu seiner pomisken und offenbar etwas gefühlskalten Mutter hatte - er verwurstet ihren tragischen Verfall in einer "Doku" ... Ich denke nicht, dass ein Sohn mit einem wirklich guten Verhältnis zur Mutter tun würde.
    Ich kann ihnen nicht wirklich folgen und habe überhaupt nicht das Gefühl habe das dort irgendetwas "verwurstet" wird.
    Ausserdem sehe ich das Projekt eher als ein Dokument der Liebe an, als eines des fehlenden Respekts.
  6. #6

    Zitat von spon-facebook-10000283853 Beitrag anzeigen
    Zeigt welches Verhältnis er zu seiner pomisken und offenbar etwas gefühlskalten Mutter hatte - er verwurstet ihren tragischen Verfall in einer "Doku" ... Ich denke nicht, dass ein Sohn mit einem wirklich guten Verhältnis zur Mutter tun würde.
    ihrer Meinung muss man Alzheimer also möglichst verstecken? Damit man die Menschen nicht sehen muss, es könnte einem ja den schönen Tag versauen. Ich finde den Schritt richtig es muss über diese Krankheit die jeder bekommen kann gesprochen werden und es muss endlich aufgehört werden sie zu verschweigen und sich deswegen zu schämen.
  7. #7

    optional

    Da gab es schon einmal, im Jahr 2001, eine wunderbare Dokumentation zum Thema: "Der Tag, der in der Handtasche verschwand". Hat auch den renommierten GRIMME Preis erhalten, Begründung war u.a.: "Der Autorin ist es gelungen, in einfühlsamen und intensiven Bildern eine Nähe zwischen dem Zuschauer und Frau Mauerhoff herzustellen." Die Idee ist also nicht wirklich originell.
  8. #8

    Gewöhnt euch dran und sorgt vor ......

    Jeder Dritte wird in Zukunft (Deutschland) an Demenz
    erkranken und da kann man auch vorher schonmal etwas
    vorbereiten. Patienten & Betreuungs Verfügung, auch
    empfehle ich eine eigene Biographie Arbeit. Was mag ich essen, was nicht. Welche Musik mag ich und welche nicht,
    welche Farbe sollten die Windeln (Vorlagen) nicht haben
    uvm. Demenz ist gar nicht so grausig wie man denkt, es ist
    auch irgendwie ein Geschenk, mit dem man leben kann.
    Eines wird bei dementiell erkrankten Menschen immer
    bleiben und das sind die Gefühle. Ein Tipp von mir -
    bleibt so lange ihr könnt in euren eigenen vier Wänden.
    Das Grauen beginnt nämlich erst in der stationären
    Pflege. Das sage ich, jemand der in einer der besten
    und fortschrittlichsten Einrichtung für dementiell erkrankte
    Menschen arbeitet.
  9. #9

    Darüber sollten nur Leute posten

    die auch Familienangehörige haben die an Alzheimer erkrankt sind.Es melden sich leider immer Leute die wenig Ahnung davon haben wie kompliziert dieses Thema wirlich ist.Demenz hört sich erst mal nicht so schlimm an aber wer eine Mutter oder einen Vater oder einen anderen Familienangehörigen hat der an Alzheimer erkrankt ist der lernt seine engsten Verwnadten von einer neuen Seite kennen.Diese Krankheit ist wirklich schlimm.Es ist sehr schwer im Alltag damit umzugehen und das Verständnis anderer für den Zustand der Patienten ist oft nicht da weil die Patienten erst bei genauerer Betrachtung den wirklichen Krankheitsgrad offenbaren.Ich wünsche allen die in dieser Situation sind Mut und vor allem Kraft das durchzustehen.