Neue Torlinientechnologie: Drin oder nicht drin?

AFPDiskussionen wie um das Wembley-Tor soll es künftig nicht mehr geben. Dafür soll die Torlinientechnologie sorgen. Zwei konkurrierende Systeme gibt es - die Fifa lässt derzeit beide testen. Nur die Bundesliga ziert sich.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...-a-877425.html
  1. #1

    Diesmal...

    ...aber nur diesmal geh ich mit Herrn Platini. Hätten wir die Technik damals in Wembley gehabt wär die Situation am nächsten Tag ins Fußballnirwana eingegangen und kein Schwein würde sich heute noch dran erinnern.

    Was soll ich mit einem Sport über den man sich nicht mehr aufregen kann?
  2. #2

    virtuell

    Die Zukunft nach deren ermessen macht mir angst...siehe titel. Bitte kein steriles Spiel.
  3. #3

    Na dann sollten die Schiris doch einfach par Elfmeter pfeifen, die keine sind.
    Dann hat man zwar ein irreguläres Endergebnis, aber gewisse Leute haben wenigstens was zu diskurieren danach. Denn das scheint ihnen ja wichtiger zu sein als ein ordentliches Spiel ohne Fehlentscheidung.
  4. #4

    Zitat von gurkensalat32 Beitrag anzeigen
    ...aber nur diesmal geh ich mit Herrn Platini. Hätten wir die Technik damals in Wembley gehabt wär die Situation am nächsten Tag ins Fußballnirwana eingegangen und kein Schwein würde sich heute noch dran erinnern.

    Was soll ich mit einem Sport über den man sich nicht mehr aufregen kann?
    btw: An die Columbia würde sich heute auch keiner mehr erinnern, wenn sie nicht explodiert wäre ....

    Schiedsrichterfehlentscheidungen als (Teil)Sinn des Spiels hochzustilisieren, ist eine sehr merkwürdige Interpretation des Sports.

    Sind Sie eigentlich der Auffassung, Wimbledon oder die Australian Open seien weniger interessant geworden, weil es dort die Challenge gibt?

    Trotzdem gehe ich auch teilweise mit Platini: Warum das Ganze nicht (kostenmäßig) tiefer hängen und in den ersten Ligen auch 1-2 Challenges pro Mannschaft zulassen? Allerdings nicht mit zusätzlicher Technik, sondern mittels Videoanalyse der regelmäßig vorhandenen Kameras (falls nicht: Schlicht Pech :-)) im Stadion.

    Das hätte neben der Kostenvermeidung noch einen Vorteil: Ich bin mir sicher, dass sich die Abseitspfeiferei verändern würde - und zwar positiv im Sinne der Regel. Warum?

    Weil: Die Regel sagt: "Im Zweifel für den Angreifer". Die wirkliche (heimliche) Regel aber heißt: "Lieber die Fahne heben, als ein (später mittels TV beweisbares) Abseitstor zu riskieren" (Ausnahmen wie jetzt am vergangenen WE bestätigen die Regel). Im Moment haben die Offiziellen die Motivaton, lieber Abseits zu pfeifen, um nicht "schuld" an einem irregulären Tor zu sein. Wenn sie dagegen Abseits pfeifen, weiß in der Regel keiner, wie die Szene weiter gegangen wäre. Ergo: Weniger Risiko für die Offiziellen und damit Motivation lieber falsch Abseits zu pfeifen als falsch nicht zu pfeifen. Bei der Möglichkeit einer Challenge könnten sie das Spiel im Zweifel leichter weiterlaufen lassen. Bei einem abseitsverdächtigen Tor würde die Challenge schon genutzt werden (falls bereits zuvor sinnlos verbraucht: Wieder Pech :-)).

    Imo viele Vorteile gegenüber dem einen Nachteil, dass das Spiel ein paar mal kurz zur Überprüfung unterbrochen werden könnte. Aber ich bin mir bewusst, dass es kaum ein konservativeres und unflexibleres Publikum gibt, als es der Fußball aufweist. Und die Vertreter dieses Publikums werden jetz bestimmt wieder wissen, warum alles so bleiben muss wie es war, ist und immer sein wird ;-)
  5. #5

    optional

    Auch die aufwändigen Fortbildungen für Schiedsrichter sind doch Quatsch. Lieber per Zufall jemand aus dem Publikum holen. Der Pfeifft das Spiel mit richtig vielen Fehlentscheidungen und es gibt ordentlich was zu diskutieren.
  6. #6

    Abseitig

    Zitat von Mähtnix Beitrag anzeigen
    Im Moment haben die Offiziellen die Motivaton, lieber Abseits zu pfeifen, um nicht "schuld" an einem irregulären Tor zu sein. Wenn sie dagegen Abseits pfeifen, weiß in der Regel keiner, wie die Szene weiter gegangen wäre. Ergo: Weniger Risiko für die Offiziellen und damit Motivation lieber falsch Abseits zu pfeifen als falsch nicht zu pfeifen. Bei der Möglichkeit einer Challenge könnten sie das Spiel im Zweifel leichter weiterlaufen lassen. Bei einem abseitsverdächtigen Tor würde die Challenge schon genutzt werden (falls bereits zuvor sinnlos verbraucht: Wieder Pech :-))
    Man könnte ja auch die Kleidung der Spieler mit GoalRef-Technologie ausstatten, dann kann der Computer berechnen, ob ein Abseits vorliegt oder nicht.

    Absurder Vorschlag? Warten wir mal ein paar Jahre oder Jahrzehnte ...
  7. #7

    Merkwürdig...

    ... manche Leute scheinen den Reiz eines Fußballspieles darin zu sehen, dass es Fehlentscheidungen gibt. Ich fände es dem Fairnessgedanken durchaus zuträglich, wenn diese soweit wie möglich eliminiert würden. Deswegen würde Fußball doch nicht weniger spannend, oder?
  8. #8

    Die Anzahl der Fehlentscheidungen ob Tor oder nicht ist eher vernachlässigbar und extrem selten entscheidend. Für Spannung sorgen derartige Fehlentscheidungen nie, sondern bestenfalls für Aufregung.

    Was spricht gegen die Technik, wenn man sich weiterhin über unübersichtliche Situationen oder fehlerhafte Tatsachenentscheidungen aufregen kann?

    Ich bin für die Einführung in den hohen Spielklassen.
  9. #9

    Zitat von Mähtnix Beitrag anzeigen
    btw: An die Columbia würde sich heute auch keiner mehr erinnern, wenn sie nicht explodiert wäre ....

    Schiedsrichterfehlentscheidungen als (Teil)Sinn des Spiels hochzustilisieren, ist eine sehr merkwürdige Interpretation des Sports.

    ;-)
    Eine explodierte Raumfähre mit den unwägbarkeiten eines Spiels zu vergleichen wird den Astronauten wenig gerecht.
    Natürlich könnte man auch ein Spiel im nachhinein noch von Beobachtern bewerten lassen, falsche Einwürfe in Gutschriften umwandeln und innerhalb von 3 Tagen den Investoren ein gerechtes Ergebnis präsentieren. Immerhin geht es nicht um Unterhaltung oder gar Freude am Spiel.
    Die Zeiten wo der Mensch mit dem Spiel im Vordergrund stand sind lange vorbei. Ob ein Ball drin war oder nicht sollte am Montag danach auch nicht Gespräch zwischem den Fans sein, umstrittene Szenen könnten Emotionen hervorrufen.

    Beim Fußball geht es heute darum gerichtsfeste Ergebnisse zu erzielen. Warum sollte ein Scheich auch sein Geld in Unwägbarkeiten investieren. Hinterher kommen die Millionengehälter der Spieler nicht mehr raus, der Sinn des Spiels wäre verloren.

    Früher hieß es - the show must go on - heute heißt es Investitionen dürfen nicht durch Menschen gefährdet werden :-)