Volksbegehren gegen Studiengebühren: Gegner der Campusmaut können Erfolg feiern

dapdDas bayerische Volksbegehren gegen Studiengebühren war offenbar erfolgreich, erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass deutlich mehr als zehn Prozent der Wähler unterschrieben haben. Nun muss der Landtag abstimmen. Wenn er die Campusmaut nicht kippt, kann das Volk direkt entscheiden.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-880625.html
  1. #1

    Irgendwer muß ja sagen, wo's langgeht

    Damit haben die bayerischen Wähler zweimal innerhalb einer Legislaturperiode der Politik des Ministerpräsidenten durch ein Volksbegehren die Richtung bestimmt. Soweit ich sehe, ist dies in der bayerischen Geschichte einzigartig. Bei einem Mann, der jeden Tag mit einer anderen Meinung daherkommt, ist das aber auch nötig.
  2. #2

    [Zitat von Zaphodanzeigen...] Warum sollte es die Amerikaner, Briten und Franzosen in den letzten 70 Jahren interessiren, ob die BRD kommunistisch und unfrei oder nicht ist. Die französische Landesverteidigung fängt schließlich im Elsass und nicht in der Lüneburger Heide an. Malische Flüchtlinge werden über Kurz oder Lang auch ein deutsches Problem sein. Nö, aber wir haben jahrelang darauf vertraut, dass uns unsere Nachbarn helfen, wenn es mal für uns heiß wird, auch die Nicht-NATO Staaten. Also sollten wir unsere Einheiten an der polnische, dänischen, schweizer Grenze postieren? Anstatt vielleicht den Staaten an der Peripherie zu helfen, damit die Bösen gar nicht erst bis zu "unserer" Grenze kommen? Egal ob Terroristen oder Flüchtlinge: Von Marseille, Sardinien oder Athen ist es nicht mehr weit nach Deutschland. Wieso nicht dem besten Freund, den Deutschland hat, helfen? Verlangt ja keiner dass wir Mali im Alleingang wegbomben sollen, aber medizinische Hilfe oder Transporter sollten kein Problem sein. Sonst rostet das Zeug doch eh nur vor sich hin.
  3. #3

    Die CSU versteckt sich feige hinter der FDP

    Die CSU hätte die Studiengebühren leicht gegen ihren Koalitionspartner FDP abschaffen können, denn sie hatte die volle Unterstützung aller anderen demokratischen Kräfte, also 98%.
    Wenn die CSU das nicht getan hat,obwohl der Ministerpräsident Seehofer und alle anderen Kräfte - außer der FDP - das wollen, dann funktioniert in Bayern die Demokratie nicht mehr richtig.
  4. #4

    Die Aussagekraft der Begrifflichkeiten

    Könnten Sie bitte diesen grässlichen Begriff der Campusmaut schleunigst aus Ihrem Vokabular streichen? Nicht nur in ästhetischer Hinsicht eine Zumutung, sondern die Assoziation mit der Pkw-Maut, die er hervorruft, entwertet für mich den Status, den die Einrichtung der Universität mal hatte.
  5. #5

    Wenn's die Politik versaut hat!

    In meinen Augen war das auch ein klares Votum für die direkte Demokratie. Teilweise standen (nach eigener überschlägiger Zählung) bis zu 2000 Menschen gleichzeitig auf dem Münchner Marienplatz an um sich einzutragen, was bis zu einer 3/4 Stunde dauern konnte. Nicht einer hat gemurrt, gedrängelt oder geschimpft.
  6. #6

    Würzburg vorne...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das bayerische Volksbegehren gegen Studiengebühren war offenbar erfolgreich, erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass deutlich mehr als zehn Prozent der Wähler unterschrieben haben. Nun muss der Landtag abstimmen. Wenn er die Campusmaut nicht kippt, kann das Volk direkt entscheiden.

    Ergebnis des Volksbegehrens gegen Studiengebühren in Bayern - SPIEGEL ONLINE
    Würzburg führt viele Statistiken an - kann des Zufall sein ???.
    Mit knapp 19 Prozent liegen wir beim Volksbegehren ganz vorne im Gegensatz zu München mit knapp 12 Prozent ganz hinten :-)).
    Und - die Barmer hat eine bundesweite Studie über ADHS Kinder in Deutschland veröffentlicht wobei starke regionale Unterschiede festgestellt wurden. Der erste Gedanke war, natürlich klar, Berlin, Hamburg, München wieder... weit gefehlt Würzburg liegt auch hier im ganz vorne bei 19%, im Gegensatz zum BUNDESDURCHSCHNITT mit nur 12%.... nur mal so als Tipp für die Freunde der Verschwörungstheorien ;-)
  7. #7

    Ich hätte ja auch gerne unterschrieben. Das Ganze hatte nur einen Haken: Die "Einladung" kam von einer kommunistischen Hochschulpartei. Da ich selber aus einem neuen Bundesland stamme, kann ich dies keinesfalls für gut heißen, geschweige denn unterstützen.
  8. #8

    Gute Entwicklung!

    Wie sich eine Partei gegen bis zu 75 % des Volkes stellen kann, ist mir einigermaßen schleierhaft. Insofern ist die Richtung, die das alles nimmt, aus meiner Sicht sehr positiv. Bildung ist unser wichtigster Standortfaktor und muss kostenlos für die Studierenden sein. Was noch dazu kommt ist der verrückte Umstand, dass demnächst kein einziges Bundesland diese Gebühren mehr erhebt, Bayern aber über den Länderfinanzausgleich aber kräftig mitfinanziert. Das ist zwar mehr eine indirekte Rechnung, aber trotzdem nicht einzusehen.
  9. #9

    Top Leistung! Dass so viele Menschen mitgemacht haben, die Bayer sind TOP! :) Und das sage ich als NRWler