Gifford vor US-Senat: Emotionales Plädoyer für schärferes Waffengesetz

AFP"Zu viele Kinder sterben": Mit einem emotionalen Appell hat sich die Ex-Abgeordnete Gabrielle Giffords im US-Senat für härtere Waffengesetze eingesetzt. Seit dem Blutbad in Newtown war es die erste Debatte zwischen der Waffenlobby und Befürwortern schärferer Verordnungen.

Gifford vor US-Senat: Emotionaler Appell für schärferes Waffengesetz - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Es ist nicht die erste Debatte

    seit dem Attentat in Newton.

    Möglicherweise ist es die einzige Debatte, über die der Spiegel im Rahmen der Entwaffnung der Amerikaner angeordnet durch die Vertreter der Neuen Weltordnung berichten darf.


    Hier finden sie einen Zusammenschnitt der letzten 2-3 Debatten, die klar zugunsten der Waffenlobby ausgingen.

    http://www.youtube.com/watch?v=KztkvfeyO80
  2. #2

    Der US-amerikanische Wahnsinn

    "sechs Kugeln in der Hand einer Mutter, die ihre neun Jahre alten Kinder schützen möchte, sind möglicherweise zu wenig" - Wahnsinn. Ich stelle mir dieses Bild gerade vor... Sechs üble Menschen greifen sich ein Kind, die Mutter zieht die Knarre und macht alle nieder.

    Sehr realistischer Use-Case...

    ...oder?

    ----------------

    Und was, wenn die Mutter mal nur einen schlechten Tag hat?

    ----------------

    Oder meinte der NRA-Sprecher tatsächlich wörtlich "sechs Kugeln"? ... zum hinterher Werfen?
  3. #3

    Privater Waffenbesitz schadet der Verteidigung der Demokratie

    Als die USA das Recht auf Waffenbesitz in ihre Verfassung aufnahmen war es als Mittel der Demokratisierung gedacht. Die Menschen sollten in der Lage sein sich notfalls mit Waffengewalt gegen ihre Regierung zu Wehr setzen zu können.

    Angesichts der Weiterentwicklung gewaltfreier Techniken, mit deren Hilfe nicht nur Regierungen in Serbien, der Ukraine, den Philippinen, Tunesien, Ägypten etc gestürzt wurden, sondern die auch in ihrer Gesamtheit häufiger erfolgreich verlaufen (so zumindest die Studie von Chenoweth & Stephan: "Why Civil Resistance Works), ist die Idee demokratische Rechte mit Waffengewalt schützen zu können, einfach antiquiert. Gene Sharp hat schon in den 1970er Jahren gezeigt, dass autoritäre Regime die militärische Auseinandersetzung vorziehen, weil sie sich dadurch bessere Chancen ausrechnen. In Syrien ließ das Regime 2011 sogar gezielt Waffen verteilen, indem sie offene Lastwagen mit (veralteten) Gewehren entlang der Demonstrationsstrecken "vergaß".

    Weit sinnvoller als das Recht auf Waffenbesitz wäre daher eine systematische Schulung der Bevölkerung in gewaltfreiem Widerstand.
  4. #4

    2nd amendment

    Zitat: "Die Verfassung garantiert das Recht auf Waffenbesitz...."

    Das wird nur so ausgelegt. Der zweite Zusatz zur US-Verfassung lautet:

    "A well regulated militia being necessary to the security of a free state, the right of the people to keep and bear arms shall not be infringed."

    Zu Deutsch: Da ein wohl regulierte Miliz fuer die Sicherheit eines freien Staats notwendig ist, soll das Recht der Menschen Waffen zu besitzten und zu tragen nicht eingeschraenkt werden.

    Das laesst einigen Spielraum fuer Interpretation: duerfen die Buerger also nur Waffen besitzen wenn sie eine Miliz angehoeren? Die Miliz existiert, es ist die National Guard. Was bedeutet "wohl reguliert"? Welche Waffen sind gemeint: Vorderlader oder Atomwaffen?

    In 2008 hat der US Supreme Court mit knapper Mehrheit entschieden dass der erste Teilsatz nur eine beispielhafte Anwendung des im zweiten Teilsatz garantierten Rechts darstellt. Damit haben sie die heute allgemein anerkannte Auslegung der Verfassung geschaffen. In Stein gemeisselt ist das aber nicht. Derlei "case law" kann auch "overturned" werden.

    Viele Gruesse aus dem liebralen (und warmen) Kalifornien nach Deutschland.

    -winandy
  5. #5

    Ballot2014

    Wir leben fast 30 Jahre in den USA. Taeglich sterben hier Menschen durch Schusswaffen,deren Besitz drastisch eingeschraenkt werden muss. Es ist sinnlos,mit der Waffenlobby zu diskutieren. Die bisher schweigende Mehrheit kann und sollte ihren Wunsch nach sehr strengen Waffengesetzen durchsetzen bei den naechsten Kongresswahlen 2014.
  6. #6

    das zitat..

    das nra vertreter mit sechs kugelnden kann eigentlich nicht ganz ernst gemeint gewesen. oder doch ? naja, auf jeden fall mit einem sturmgwehr seine familie schützen, denn kolateralschaden möcht ich nicht sehen. oder warten wir es ab bis der erste dieser art in den news kommt ?
  7. #7

    Informationen bitte

    Der "Schutz der Familie" ist ja wohl das Hauptargument der Waffenlobby.
    Gibt es überhaupt Zahlen darüber, wieviele "Angriffe" auf Familien oder Familienmitglieder jedes Jahr in den USA stattfinden und wieviele davon mit Waffengewalt abgewehrt werden können? Und welche Waffen werden dabei zur Verteidigung eingesetzt?
    Welche Waffen würde ein "Profi" (Polizist, Soldat, Wachmann) zur Verteidigung im Haus nutzen? Pistole oder Sturmgewehr?
  8. #8

    Gesellschaftsproblem!!

    Immer das Gleiche. Viele oberflächliche populistischen Forderungen die nichts bringen. Ein schleichendes Verbieten von Waffentypen ist nur Ausdruck der Ohnmacht der Gesellschaft auf die Probleme von einigen Jugendlichen und psychisch Labilen wirksam einzugehen. Einige der EO von Obama sind gut und zielen auf solche Prävention. Aber Waffentypen erst einen Kriegsnamen zu verpassen, um sie zu dämonisieren, dann Merkmale nach Optik oder geschlossenem Wärmeschutz am Vorderschaft?? Auch zweifelhaft das geforderte Verbot eines Mündungsgewindes?? Dann klemmt man halt den Schalldämpfer oder den Mündungsfeuerdämpfer. Alles Populismus!
    Laut FBI 2011 Tatwaffen:
    Handwaffen: ~7.700
    Gewehr: ~400
    Schrotflinte: ~420
    Hände, Füße, Zähne: 728 !!!!
    (Bei den Gewehren sind nur ein Bruchteil Halbautomate.)
    (Übrigens keine Unterscheidung nach legalem oder illegalem Besitz. Und auch nicht die illegalen Tötungen mit Behördenwaffen!! In Deutschland waren in den alten Statistiken bei den Morden mit Legalwaffen noch 50% Anteil durch Polizisten usw. )

    Das Risiko durch einen Irren, Psycho oder Selbstmörder ums Leben zu kommen ist in einer Gesellschaft nicht abhängig vom Waffenbestand sondern der Mentalität.
    Und in den USA wird diese Angst-vor-anderen leider mit diesen Cop-TV Shows und 99% der restlichen Medien sehr "gepflegt".
    Und sowieso die Medien, wieso gibt es kaum Meldungen von Menschen die sich vor den Zug geworfen haben. In Deutschland übrigens so ~800 im Jahr. Eben wegen NACHAHMERN. Wieso nicht die gleiche Ächtung von Berichten bei Schootshootings?? Früher gab es nicht so viele Meldungen über Morde rund um den Globus,aber Sensationslust ist schon aufgeilend. Dann sollten wir uns aber bitte schön nicht über eben solche Nachahmer beschweren und vor allem nicht blind deren Tatmittel verdammen. Gutmenschliche Heuchelei!!
    Die USA haben andere Probleme als Waffen in Privathänden, aber Entwaffnung der 99%, ist für manche inzwischen eine Frage der Besitzstandswahrung (und ich meine nicht Waffenbesitz).
  9. #9

    Optional

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Zu viele Kinder sterben": Mit einem emotionalen Appell hat sich die Ex-Abgeordnete Gabrielle Giffords im US-Senat für härtere Waffengesetze eingesetzt. Seit dem Blutbad in Newtown war es die erste Debatte zwischen der Waffenlobby und Befürwortern schärferer Verordnungen.
    Gifford vor US-Senat: Emotionaler Appell für schärferes Waffengesetz - SPIEGEL ONLINE
    immer die selbe S.... Mal ganz davon abgesehen das die gute Frau ein großer Verfechter des 2. Amendment war bis sie selber zum Opfer würde. Auch sie wurde nicht mit einem Sturmgewehr(Assault weapon) verletzt. Wenn es am Ende nicht darum geht alle Waffen einzusammeln macht es überhaupt keinen Sinn jetzt gegen die Sturmgewehre vorzugehen. Die Sturmgewehre sind wenn dann nur sehr selten an Verbrechen beteiligt weit unter 1%. Und bei den Getöteten ist der Anteil wiet unter 0,1 %. Deshalb ist diese Debatte sehr sehr scheinheilig ob die gute frühere Verfechterin des 2. Amendment nun geläutert ist oder nicht. Wer nur ein wenig Ahnung hat weiß das sich ein Sturmgewehr(Bushmaster) sich nun auch nicht wirklich für einen Amoklauf innerhalb eines Gebäudes eignet.