Leistungsschutzrecht: Schlagabtausch zur Google-Steuer im Bundestag

AFPMüssen sich Suchmaschinen und Aggregatoren künftig um Lizenzen kümmern, bevor sie Inhalte von deutschen Verlagen nutzen? Ein von der Regierung geplantes Leistungsschutzrecht soll genau das regeln. Am Mittwoch diskutierten Experten die Vor- und Nachteile im Bundestag.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-880554.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Müssen sich Suchmaschinen und Aggregatoren künftig um Lizenzen kümmern, bevor sie Inhalte von deutschen Verlagen nutzen? Ein von der Regierung geplantes Leistungsschutzrecht soll genau das regeln. Am Mittwoch diskutierten Experten die Vor- und Nachteile im Bundestag.

    Leistungsschutzrecht: Bundestag informiert sich zur Google-Steuer - SPIEGEL ONLINE
    "Die Verlage wollen, dass ihre Inhalte von Suchmaschinen gefunden werden, aber sie wollen mehr Einfluss auf die Art der Präsentation. Und die Betreiber sollen zahlen."

    Die Verlage wollen also Bersucher von Aggregatoren zugeführt bekommen (ohne dies zu bezahlen) und wollen gleichzeitig Geld dafür sehen. Kann mir irgendjemand einen Vergleich im realen Leben zeigen wo es ein derartiges Geschäftsmodell (wie von den Verlagen angestrebt) gibt? Ist doch vollkommen gaga.
  2. #2

    Zitat von Oberfinanzdirektion Beitrag anzeigen
    "Die Verlage wollen, dass ihre Inhalte von Suchmaschinen gefunden werden, aber sie wollen mehr Einfluss auf die Art der Präsentation. Und die Betreiber sollen zahlen."

    Die Verlage wollen also Bersucher von Aggregatoren zugeführt bekommen (ohne dies zu bezahlen) und wollen gleichzeitig Geld dafür sehen. Kann mir irgendjemand einen Vergleich im realen Leben zeigen wo es ein derartiges Geschäftsmodell (wie von den Verlagen angestrebt) gibt? Ist doch vollkommen gaga.
    Vollkommen richtig. Die Verlage wollen also einen Service von Google in Anspruch nehmen, zusätzlich noch die Gestaltung mitbestimmen und dann soll Google für die erbrachte Serviceleistung von Google an die Verlage auch noch Geld zahlen? Das hat mit Marktwirtschaft nichts mehr zu tun.

    Google sollte einfach mal eine Woche oder einen Monat lang sämtliche deutschen Verlage aus der Suchmaschine nehme. Und danach mit den Verlagen reden, wieviel sie dafür zahlen weiterhin gefunden zu werden.

    Google bitte nutze Deine Marktmacht!
  3. #3

    Das ist schon sehr dreist. Google wird sehr gerne kostenlos ins Anspruch genommen, damit das eigene Angebot im Web gefunden wird. Andererseits will man natürlich Geld sehen, wenn Google Inhalte "klaut". Genausogut könnte Google demnächst Geld für jedem zugeführten Webbesucher von den Verlagen verlangen.


    Man kann sehr wohl Google komplett aussperren. Es gibt ja noch andere Suchmaschinen...
  4. #4

    Unglaublich ...

    ... wie viele Stunden wertvolle Arbeitszeit die Totgeburt Leistungschutzrecht bereits verschwendet hat. Was kostet so eine Stunde Rechtsausschuss im Bundestag den Steuerzahler? Da findet eine innovative Firma eine Möglichkeit im Internet Geld zu verdienen und prompt rotten sich die Verlierer der Digitalisierung zu einer geifernden Meute zusammen. Da wird zum eigenen Vorteil gelogen, dass sich die Balken biegen. Ich kann hier nur die Beiträge von Stefan Niggemeier (in seinem Blog) empfehlen. Akribisch seziert er das schamlose Vorgehen von Keese und Konsorten. Leistungsschutzrecht? Nein, "Danke"!
  5. #5

    Unsinn

    Wenn die Verlage nicht wollen, dass sie bei Google gefunden werden, können sie das abschalten. Wenn sie gefunden werden wollen, können sie das einschalten.

    Wenn die Verlage im Netz Geld verdienen wollen, können sie ihre eigenen Ideen haben und umsetzen. Und wenn sie neidvoll auf Googles Geschick in dieser Sache schauen wollen, dann ist auch das erlaubt. Aber ihr Geld verdienen müssen sie schon ganz allein.

    Googles Dienstleistungen (an beiden Enden) kostenlos in Kauf nehmen zu können sollte ja wohl gut genug sein. Sich dann dafür auch noch bezahlen lassen zu wollen, ist unverschämt. Zu glauben, dass Google dafür auch nur einen Cent bezahlt, ist dumm. Und dies auf Biegen und Brechen durchzudrücken, egal wieviel Flurschaden das von der hinsichtlich Netze kompetenzfreien Bundesregierung auf den Weg gebrachte Gesetz nebenbei anrichtet, ist regelrecht gemeingefährlich.
  6. #6

    Youtube

    Der gleiche Streit findet doch schon seit Jahren zwischen Youtube und der Gema statt. Auf dem Videoportal finden man massenhaft Musik aller Couleur und Stilrichtungen - oftmals direkt mit Link auf iTunes, Amazon oder Musicload. Eine bessere (weil kostenlose) Werbung kann man sich kaum vorstellen.

    Stattdessen fordert man über die Gema aber auch noch Geld dafür, weil sich der Internetkonzern ja mit den Leistungen anderer bereichere. Das es ein nicht unerheblicher Aufwand ist, so ein Videoportal zu betreiben, und weit mehr dahintersteckt, als Inhalte Dritter zu klauen wird völlig ausgeblendet; genau so wie die tatsache, dass doch Musiker doch auch von Youtube profitieren?

    Wie regelt das eigentlich der Rest der Welt?
  7. #7

    .

    Jaja, vor allem Axel-Springer sollte sich mal Gedanken machen wie deren eBooks zu tausenden im Netz landen. Auf der Arbeit habe ich Zugang zu einer Bibliothek mit über 1000 Fachbüchern - allgemein wie speziell zum Fachgebiet. Mathe, Maschbau, ET, Info, BWL etc. Diese kursierten schon in meinem Studium unter den Studenten. Nun weiß ich wo sie herkommen.

    Allgemein denke ich, dass die Verlage ebenso an ihrer Existenz festhalten wie die Schriftsetzer von damals... Sie sollten sich mit der Entwicklung abfinden und umstrukturieren - und zwar massiv!
  8. #8

    Ein Schuss in's eigene Knie

    Die Verlage werden sich um gucken, wenn plötzlich noch weniger Leute auf ihre Seiten kommen, wer von Google, Bing und co. nämlich nicht angezeigt wird findet für die meisten Leute im web schlicht nicht statt.
    Die Verlage haben einfach zum größten Teil das Internet verschlafen.
    Mit Erfindung des Fernsehens hörte das Radio nicht auf zu existieren, aber es hat manch bittere Veränderung durch gemacht. Ich weiß es tut weh wenn man an Einfluss verliert. Aber die Zeiten von Massenjournalismus sind halt vorbei. Besetzt die Niesche oder bietet außerordentliche Qualität, aber glaubt nicht das euch ein Augen zu und durch rettet.
  9. #9

    Inhalte

    Niemand wird gezwungen seine Inhalte von Google anzeigen zu lassen also wo ist das Problem?.