Mursi bei Merkel: Kein Geld, aber strenge Worte

AFPMitten in der bisher größten Krise seiner Präsidentschaft ist Ägyptens Präsident nach Berlin gekommen. Mursi hatte sich von der Bundesregierung einen Schuldenerlass in Millionenhöhe erhofft. Der Geldsegen fiel aus, Ermahnungen gab es gratis.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-880531.html
  1. #10

    rotangi

    Es ist schon ein schwerer Gang für ihn nach Berlin, um sich von einer Frau wieder heimschicken zu lassen ohne dass Wünsche oder Hoffnungen erfüllt worden wären. Was er hier wollte, ist kaum klar. So naiv kann er nicht sein, einen Schuldenerlass zu bekommen und ansonsten bei sich weiter so gegen Andersdenkende vorzugehen. Eigentlich hätte man ihm keinen Termin in Berlin geben sollen, weil es auch nicht wirklich was zu besprechen gegeben haben kann. Und für einen Kaffee nach Berlin zu kommen, hätte er ins Flughafenrestaurnat nach Tegel gehen sollen.Er hatte ja wohl auch kaum ernsthaft Zeit.
  2. #11

    Spontane Reaktion....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mitten in der bisher größten Krise seiner Präsidentschaft ist Ägyptens Präsident nach Berlin gekommen. Mursi hatte sich von der Bundesregierung einen Schuldenerlass in Millionenhöhe erhofft. Der Geldsegen fiel aus, Ermahnungen gab es gratis.

    Mursi bekommt beim Besuch bei Merkel gute Ratschläge - SPIEGEL ONLINE
    ... bei Lektüre diese Artikels kommt ein Gedanke sofort: sie macht ganz einfach das Richtige!

    Ich reise zweimal pro Jahr in das Land, mindestens, und ich sehe ganz einfach das Mursi ein Ewig-Gestriger ist und die Menschen dort noch mehr Schwierigkeiten haben den Lebensunterhalt zu bestreiten als vorher....wobei niemand will Mubarak zurück, zumindest nur wenige und zumindest noch nicht, es ist besorgniserregend, milde ausgedrückt, was in diesem Land geschieht, bzw. nicht geschieht....
  3. #12

    optional

    Ich teile an dieser Stelle die Einschätzung von Hamad Abdel-Samad, nach der Mursi sich zwar allerhand Kritik gefallen lassen muss, aber ein Scheitern Mursis dennoch ein Scheitern Ägyptens bedeuten würde.

    Und ich denke, das hat die Kanzlerin auch verstanden; es nützt weder uns noch den Ägyptern, wenn man ihm die Unterstützung entzieht und das Land in einen Bürgerkrieg wie in Syrien stürzt. Denn er IST der gewählte Präsident; kein anderer könnte nach Mursis Sturz demokratische Legitimation beanspruchen. Und die wahrscheinlichen Profiteure eines Sturzes sind nicht die säkularen Kräfte, sondern die Salafisten und Qaida-nahen Terroristen, die nicht zögern würden, aus Ägypten ein weiteres Mali zu machen.

    Das sehen übrigens auch israelische Politiker so; trotz Mursis diffamierender Aussagen über Israel und seiner eher halbseidenen Rechtfertigung hat er kein Interesse an einem bewaffneten Konflikt mit Israel, die Extremisten aber schon. Und mit dem Sinai hätten sie ein Terror-Aufmarschgebiet, das wegen seiner ausgedehnten Wüsten kaum zu kontrollieren ist und gleichzeitig vor der Haustür Israels liegt.

    Deswegen ist es vollkommen korrekt, wenn man nun versucht, konzertiert auf Mursi einzuwirken, aber es wäre sträflich kurzsichtig, zu versuchen, ihn abzusägen. Er ist kein Hoffnungsträger der Erneuerung, eher ein Hindenburg der Demokratie; im Herzen reaktionär, aber pragmatisch genug, wenigstens die notwendigen Dinge zu tun. Man kann nur hoffen, dass hier keine geistige Umnachtung einsetzt wie seinerzeit beim Feldmarschall.
  4. #13

    Danke Frau Merkel

    Sie haben bei dem Staatsbesuch eine gute Figur gemacht. Kein Schuldenerlass ohne die geforderten Punkte Mursis Politik!
  5. #14

    Schuldenerlass!

    Um deren Freuhling weiter zu finznzieren bitten sie um Millionenerlass. Damit finziert der Westen seinen eigenen Untergang. Jeder marode Staatsbandit will Geld haben, man gibt, kricht ins Mauseloch um deren Staatsbankrott zu verhindern, der nicht zu verhindern ist.
  6. #15

    sie mimt nicht...

    Zitat von Roßtäuscher Beitrag anzeigen
    erhofft.
    Gleich 240 Millionen € ist keine Kleinigkeit als Schuldenerlass. Merkel mimt wie immer die starke Kanzlerin, fast schon beim Rückflug Mursis fällt sie um wie alle Neune beim Abräum-Kegeln. Hört mir doch auf mit dieser Kanzlerausgabe.
    Dieser Besuch sollte nicht nur ein Schönwetter Besuch sein, konnte man überall in der Bundesrepublik riechen.
    So, so, Ägypten mit Murksi verliert seine Legitimation orakeln schon die Militärs. Dann sollen sie halt Insolvenz anmelden und eine geeignete Regierung wählen, vielleicht hat dann der Steinbrück, so fern er die Wahl gewinnt, die ganz großen Spendierhosen an.
    ... sondern ist erheblich stärker als viele meinen... aber wenn ich ihren Beitrag lese, entstehen Zweifel, ob sie das nicht, zumindest punktuell, einfach anerkennen können...
  7. #16

    Milliarden für einen Krieg

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mitten in der bisher größten Krise seiner Präsidentschaft ist Ägyptens Präsident nach Berlin gekommen. Mursi hatte sich von der Bundesregierung einen Schuldenerlass in Millionenhöhe erhofft. Der Geldsegen fiel aus, Ermahnungen gab es gratis.

    Mursi bekommt beim Besuch bei Merkel gute Ratschläge - SPIEGEL ONLINE
    Afghanistan kostet uns Milliarden, da hilft man, obwohl man weiß das dieses Geld und der Krieg keinem hilft.
  8. #17

    Gut so Frau Merkel!

    Endlich mal ein Verhalten, dass der Lage entspricht.

    Islamisten schenkt man Geld.
    Ich würde den Schuldenerlass erst vollziehen, wenn Ägypten die Religion aus der Politik hält und die Frauen ohne Schleier durch die Straßen laufen. Ägypten soll als positives Beispiel für einen wirklichen arabischen Frühling voranschreiten. Das kann man dann auch belohnen und unterstützen.
  9. #18

    Nie gedacht

    Frau Merkel, das nenne ich mal Politik ohne Bart!

    Mursi ist nämlich im Irrtum, wenn er sagt: "Ein großer Teil der Bevölkerung wendet sich komplett ab in einer allgemeinen Skepsis gegenüber der Politik."

    Nicht gegenüber der Politik, Herr Mursi, sondern gegenüber IHRER Politik.
  10. #19

    Murksi hat sich eine gute Portion Informationen geholt in Sachen Politik und Wirtschaft bei Merksdir, aber ob die bei ihm auf fruchtbaren Boden gefallen ist, darf lebhaft angezweifelt werden. Um aber einen etwas bescheideneren Geldfluss ab deutscher Quelle in Richtung Ägypten in nachhaltigere Bahnen zu lenken, könnte doch für die ägyptische Opposition wenigstens vorübergehend eine Schöpfautomatik eingerichtet werden, um zu erproben, welche gesellschaftlichen Verbesserungen von dieser Seite eventuell in die Wege geleitet werden. So entrechtet wird diese Seite ja noch nicht sein, dass sie keinen wirtschaftlichen Interessen nachgehen darf und Projekte, die keinen fundamental religiösen Beistand bedürfen, mit genau den Leuten starten kann, die mit ihrem Erneuerungswillen das alte Regime aus der Bahn geworfen haben. Eine derartige Unterstützungt müsste ja nicht unbedingt an die große Glocke gehängt werden, auch sollten Erfolge nur in sehr zurückhaltender Form der machthabenden Bruderschaft sichbar gemacht werden, um nicht unnötige Eifersüchteleien oder gar die NEIGUNG SICH ZU BEDIENEN