Doping-Prozess: Fuentes schaltet auf Angriff

DPAZweiter Tag im Fuentes-Prozess: Der spanische Arzt hat die Weitergabe von Epo an Sportler bestritten. Stattdessen nannte er den Namen eines ehemaligen Doping-Kunden. Der bezichtigte Ex-Radprofi Javier Gómez räumte daraufhin seinen Posten als Chef einer Jugendsportbehörde.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/do...-a-880598.html
  1. #1

    Alles klar und wie befürchtet.

    "Die Vorsitzende Richterin Julia Patricia Santamaría ließ am Mittwoch allerdings wissen, sie werde Fuentes nicht zur Herausgabe von Namen auffordern."

    Daran kann man ablesen, wie ernst es der spanischen Justiz ist, diesen Fall wirklich aufzuklären. Denn unter den 200 Namen könnten ja noch weitere Spanier sein, Nationalhelden...
  2. #2

    was für eine Farce

    Die Richterin sagt, sie wolle die Namen der Sportler nicht wissen? Das ist eine Geschichte aus Absurdistan. Und wir hier im Westen schicken Soldaten in alle Welt und faseln was vom Rechtsstaat, den man anderen Völkern mit Waffengewalt beibringen möchte und erzählen uns/denen etwas von einer unabhängigen Justiz.... selten so gelacht, wie im Fall Fuentes. Was für ein erbärmliches, inszeniertes Schauspiel...
  3. #3

    Es sind doch nicht die Radfahrer die korrupt sind, es ist das System des Profisports.

    Nur weil Radfahrer keine "Beschützer" haben hat man sie auf dem "Altar der Gerechten" ausgeweidet.

    Natürlich will man Fuentes Liste nicht lesen, das ist doch klar seit dem der spanische Oberstaatsanwalt der Polizei verboten hat Fuentes Laptop auszuwerten.
  4. #4

    Spanisches Recht

    Es ist schon erstaunlich, mit welcher Arroganz hier dieser Fall kommentiert wird. In Spanien gilt spanisches Recht, nicht deutsches. Jeder Angeklagte hat das Recht, die Rechtsmittel zu nutzen, die ihm zur Verfügung stehen; nichts anderes würde jeder Forist hier auch machen. Das ist eben ein Charakteristikum eines Rechtsstaates, und das ist auch gut so. Warum sollte die Richterin Fuentes zu etwas auffordern, dem er nicht nachzukimmen verpflichtet ist? Doping war 2006 in Spanien nun mal nicht strafbar, in Deutschland lange Zeit auch nicht.
  5. #5

    Nicht korrupt

    Korrupt kann man kriminell nennen. Doping ist kriminell. Ziemlich einfach wenn man logisch denkt.
  6. #6

    Zitat von stimmtdas Beitrag anzeigen
    Korrupt kann man kriminell nennen.
    Nicht immer. Der Bundesgerichtshof hat entschieden dass freiberufliche Ärzte nicht kriminell sind wenn sie korrupt sind.


    Zitat von stimmtdas Beitrag anzeigen
    Doping ist kriminell.
    Was kriminell ist, ist eine Frage der Definition. Vor wenigen Jahren war Doping in den meisten Ländern nicht kriminell. Im Iran ist es heute kriminell Bier zu trinken, das war früher anders. Heute ist schwul sein in Deutschland nicht mehr kriminell.

    Ich halte die Kriminalisierung von Doping für falsch. Es sind ja meist legale Mittel die dafür genutzt werden. EPO gibt es in der Apotheke.