Notkredite: Commerzbank zahlt zehn Milliarden an EZB zurück

dapdDie "Dicke Bertha" der Europäischen Zentralbank rettete viele Geldhäuser vor einem finanziellen Engpass - nun zahlt die Commerzbank einen großen Teil zurück. Zugleich kündigt das zweitgrößte deutsche Kreditinstitut bei der früheren Eurohypo einen Stellenabbau an.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-880589.html
  1. #1

    Von was zahlt die Commerzbank

    10 Mrd. zurück haben die etwa soviel Gewinn gemacht, wohl kaum oder ist das nur wieder ein Buchungstrick.
    Die Bank ist hochverschuldet wird mit Steuergeldern am Leben erhalten. Die Commerzbank hatte sich zusätzlich über die EZB 6 Milliarden besorgt und kann sich auf dem Markt billiger Geld beschaffen. Hier wird ein Loch durch ein anderes gestopft. Hört sich aber erst mal gut an. Bei solch einer Nachricht 6000 Leute entlassen zeigt das wahre Gesicht wie gesund die Commerzbank ist. Alles nur Schein.
  2. #2

    Zahlen die auch was an den Staat zurück...

    Zahlen die auch was an den Staat zurück...oder wurde der nur stiller Teilhaber ohne Gewinnbeteiligung aber dafür auf kosten des Steuerzahlers??
  3. #3

    Antwort

    Die Commerzbank zahlt 10 Mrd. Steuergelder an die EZB.
    Mehr als logisch!!!
  4. #4

    Liquidität

    Zitat von mischpot Beitrag anzeigen
    Von was zahlt die Commerzbank 10 Mrd. zurück haben die etwa soviel Gewinn gemacht, wohl kaum oder ist das nur wieder ein Buchungstrick.
    Weder noch: Im Artikel steht doch, dass die Commerzbank dabei ist, die Eurohypo abzuwickeln. Es werden also keine (oder zumindest weniger) neuen Kredite an Eigenheimbauer und -käufer mehr ausgegeben, während diejenigen, die noch einen Kredit von der Eurohypo haben, in der Mehrzahl weiterhin brav ihre Kredite Stück für Stück zurückzahlen. Und mit dem Geld, was so reinkommt, kann dann die Commerzbank ihrerseits ihre Kredite zurückzahlen.

    Mal auf einer Börsenseite in die Zahlen der Commerzbank schauen: Die Bilanzsumme hat sich von 844 Mrd. € Ende 2009 auf 638 Mrd. € Ende 2011 reduziert. Entsprechend hat sich die Menge an Geld reduziert, die Firmen, Privatleute, andere Banken usw. der Commerzbank schulden, und die Menge an Geld, die die Commerzbank anderen schuldet.


    Jag
  5. #5

    Bilanz

    Zitat von mischpot Beitrag anzeigen
    10 Mrd. zurück haben die etwa soviel Gewinn gemacht, wohl kaum oder ist das nur wieder ein Buchungstrick.
    Die Bank ist hochverschuldet wird mit Steuergeldern am Leben erhalten. Die Commerzbank hatte sich zusätzlich über die EZB 6 Milliarden besorgt und kann sich auf dem Markt billiger Geld beschaffen. Hier wird ein Loch durch ein anderes gestopft. Hört sich aber erst mal gut an. Bei solch einer Nachricht 6000 Leute entlassen zeigt das wahre Gesicht wie gesund die Commerzbank ist. Alles nur Schein.
    Banken müssen aufgenommene Gelder nicht aus dem Gewinn zurückzahlen. Entweder baut man Kredite ab und bekommt damit Mittel frei oder man findet eine alternative Refinanzierungsquelle. Durch eine kontinuierliche Refinanzierung wird kein Loch durch ein anderes gestopft. Tatsächlich löst sich die Commerzbank wie andere europäischen Banken auch sukzessive aus der Abhängigkeit von der EZB.
  6. #6

    Banker ....

    Es kann doch nicht sein, dass man 10 Milliarden zurückzahlt und zugleich in 2013 über 5.000 Stellen streichen will! Eine seltsame Sicht der Commerzbank-Vorstandsetage. Am Besten ist es, diese Bank auf ihre Wurzeln zu dezimieren, wenn sie beginnt, wirtschaftlichen Unsinn zu betreiben. Früher gab es noch eine Sozialverpflichtung gegenüber seinen Angestellten in den Bankstatuten, die dann in Folge des Shareholder-Value-Prinzips herausgestrichen wurde. Nicht mehr die Sozialbilanz und -verpflichtung zählt, sondern nur die Rendite bzw. der Gewinn. Dabei kann man sich aber vorstellen, dass die Rendite allein nicht allen Aktionären als das Beste gilt, es sei denn, andere Banken oder Heuschrecken besitzen große Aktienpakete. Alles das zeigt, wohin die Banken verkommen sind ....
  7. #7

    Äpfel mit Schnitzel

    Zitat von eule_neu Beitrag anzeigen
    Es kann doch nicht sein, dass man 10 Milliarden zurückzahlt und zugleich in 2013 über 5.000 Stellen streichen will! Eine seltsame Sicht der Commerzbank-Vorstandsetage.
    Was hat denn ein EZB-Kredit mit Stellenabbau zu tun (freue mich jetzt schon auf lustig-abstruse (Verschwörungs-)Theorien)?
    Wir leben auch nicht im Sozialismus, wo es Arbeitsplätze um der Arbeitsplätze Willen gibt. Wenn, aus welchen Gründen auch immer, ein Arbeitsplatz nicht mehr benötigt wird, gilt es Alternativen zu suchen.
    ...ach ja...:
    Stellenabbau bedeutet nicht in jedem Falle betriebsbedingte Kündigung.
    Kleiner, aber für die Mitarbeiter immens wichtiger Unterschied.
  8. #8

    Zitat von mischpot Beitrag anzeigen
    10 Mrd. zurück haben die etwa soviel Gewinn gemacht, wohl kaum oder ist das nur wieder ein Buchungstrick.
    Die Bank ist hochverschuldet wird mit Steuergeldern am Leben erhalten. Die Commerzbank hatte sich zusätzlich über die EZB 6 Milliarden besorgt und kann sich auf dem Markt billiger Geld beschaffen. Hier wird ein Loch durch ein anderes gestopft. Hört sich aber erst mal gut an. Bei solch einer Nachricht 6000 Leute entlassen zeigt das wahre Gesicht wie gesund die Commerzbank ist. Alles nur Schein.
    Das die Coba zuviel Personal hat ist wohl offensichtlich, eine Abbau dürfte unvermeidlich sein.

    Die Coba verringert entweder Ihr Kreditportfolio oder kann sich günstiger finanzieren, deshalb hat die Rückzahlung nichts mit dem Unternehmesgewinnn zu tun.