Schlussquartal: US-Wirtschaft schrumpft überraschend

APDämpfer für den frisch gewählten US-Präsidenten Barack Obama: Die Wirtschaft des Landes ist im vierten Quartal geschrumpft. Analysten sehen vor allem gesunkene Exporte und Rüstungsausgaben als Hauptursache.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-880563.html
  1. #1

    Sehr wahr

    Obama erhält einen empfindlichen Dämpfer. Er hätte viel eher dem Vorschlag der Republikaner zustimmen sollen, die Steuern für Reiche nicht zu erhöhen.

    So gehts halt nicht!
  2. #2

    Es waren wohl primaer die Analysten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dämpfer für den frisch gewählten US-Präsidenten Barack Obama: Die Wirtschaft des Landes ist im vierten Quartal geschrumpft. Analysten sehen vor allem gesunkene Exporte und Rüstungsausgaben als Hauptursache.

    US-Wirtschaft schrumpft überraschend im vierten Quartal - SPIEGEL ONLINE
    der Vaduzer Bank, die hier zitiert werden.

    Die Exporte moegen ja geschrumpft sein, doch bei den Militaerausgaben liegt der Fall ganz anders.

    Die Republikaner beklagen doch die Geldverschwendung, wollen sie abstellen.
    Und der groesste Haushaltsposten liegt eben bei den Kriegsausgaben vor. Im Irak wird heute weniger Gerld verbraten, auch in Afghanistan .

    Nirgends, auch nicht bei VPB, wird analysiert, dass der Konsum (auch nicht der Superreichen) zurueckgegangen ist, der Inlandkonsum gesunken ist.

    Das auslaufen der Steuererleichterungen fuer Reiche hier als Grund fuer den Rueckgang anzufuehren, zeugt also nicht nur von Unwissenheit, es riecht nach Propaganda, nach Propaganda, die auch durch staendiges Wiederholen nicht besser wird.
  3. #3

    ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dämpfer für den frisch gewählten US-Präsidenten Barack Obama: Die Wirtschaft des Landes ist im vierten Quartal geschrumpft. Analysten sehen vor allem gesunkene Exporte und Rüstungsausgaben als Hauptursache.

    US-Wirtschaft schrumpft überraschend im vierten Quartal - SPIEGEL ONLINE
    Geht es "den" Amerikanern jetzt wirklich schlechter oder ist es nur ein statitischer Effekt ? So oder so, wie krank ist ein System, dass nicht als positiv bewerten kann, wenn Aufwendungen für ein (vielleicht) notwendiges Übel wie Rüstungsausgaben, eingespart werden können.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dämpfer für den frisch gewählten US-Präsidenten Barack Obama: Die Wirtschaft des Landes ist im vierten Quartal geschrumpft. Analysten sehen vor allem gesunkene Exporte und Rüstungsausgaben als Hauptursache.

    US-Wirtschaft schrumpft überraschend im vierten Quartal - SPIEGEL ONLINE
    Irgendwie sieht man an dem Beispiel, dass es andere Messgrößen für Erfolg/Wohlstand geben muss als Wirtschaftswachstum.

    Denn in Kriegen werden in erster Linie Güter Hergestellt, die anschließend wieder in die Luft gesprengt werden. Sieht man von dem eventuellen strategischen Nutzen ab, müsste das dem Land eigentlich trotz "erhöhter Wirtschaftsleistung" und ev. mehr Arbeitsplätzen schaden, da sie ihr Geld quasi verbrennen.

    Ums noch deutlicher zu machen: stellen wir uns vor, der Staat zieht eine riesige Betonfabrik hoch und beschäftigt die Hälfte aller US-Bürger, um einen dicken Betonblock zu gießen, der anschließend im Meer versenkt wird. Plötzlich wurden also ca. 150.000.000 Arbeitsplätze geschaffen, die Wirtschaft ist um 50% gewachsen.

    Geht es dem Land jetzt besser? Wahrscheinlich doch eher nicht. Da keine Wertschöpfung betrieben wurde. Es ist zwar eine Menge Geld in die Hände der Arbeiter geflossen - aber da es aus ihren Steuergeldern finanziert wurde (Staat ist - genau wie bei Rüstungsgütern - der Auftraggeber und damit Bezahler), haben sie nicht mehr Geld als vorher.

    Ähnlich müsste es sich meiner Meinung nach bei Militärausgaben abspielen. Klar, Sicherheit ist wichtig und was wert - aber der Wohlstand erhöht sich nicht zwingend, wenn ich den Etat erhöhe.
  5. #5

    Vorschläge von Republikanern

    Zitat von Progressor Beitrag anzeigen
    Obama erhält einen empfindlichen Dämpfer. Er hätte viel eher dem Vorschlag der Republikaner zustimmen sollen, die Steuern für Reiche nicht zu erhöhen.
    Hat das Wort 'Wahlniederlage' irgend eine Bedeutung für sie?
  6. #6

    Zitat von Progressor Beitrag anzeigen
    Obama erhält einen empfindlichen Dämpfer. Er hätte viel eher dem Vorschlag der Republikaner zustimmen sollen, die Steuern für Reiche nicht zu erhöhen.

    So gehts halt nicht!
    Ist das nun Ironie von Ihnen, wie ich angesichts sonstiger Postings von Ihnen vermute oder meinen Sie das ernst?
    Also guter Konsum, guter Investitionen, stark abgebauter Läger und sinkende Rüstungsausgaben...eigentlich ein gutes Gesamtbild und bei konstanten Lägern und neutralem Staat wären es +2,6% gewesen. Lagerabbau belastet zwar das Wachstum in dem Quartal, ist aber eher als gutes Zeichen zu werten.
  7. #7

    Zitat von gandhiforever Beitrag anzeigen
    Die Exporte moegen ja geschrumpft sein, doch bei den Militaerausgaben liegt der Fall ganz anders.
    Da muss gar kein Exporte irgendwas analysieren, die Zahlen sprechen doch für sich:

    Die Konsumausgaben haben +1,5 Pp zum Wachsrum beigetragen, die Investitonen 1,2 Pp., der Lagerabbau hat mit -1,3 Pp. belastet, die Nettoexporte mit -0,25 Pp. (also nicht dramatisch), die Staatsausgaben insgesamt mit -1,3 Pp., davon -1,25 Pp. Rüstung.

    Nirgends, auch nicht bei VPB, wird analysiert, dass der Konsum (auch nicht der Superreichen) zurueckgegangen ist, der Inlandkonsum gesunken ist.
    Stimmt ja auch nicht, der Konsum ist um 2,2% gestiegen, was sich mit +1,5 Prozentpunkten auf das BIP auswirkt.
  8. #8

    Rüstungsausgaben helfen der Wirtschaft nicht

    Es ist sinnvoll bei den Rüstungsausgaben zu kürzen, auch wenn die Rüstungsindustrie dann schrumpft.
    Letzten Endes sind Rüstungsausgaben verschwendetes Geld, dass den Menschen im Land nichts bringt. Jetzt wird sicher jemand sagen.... "Aber die Arbeitsplätze..."

    Wenn es darum geht, dass man mit Steuergeldern Arbeitsplätze erhält oder schafft, dann sind Rüstungsausgaben sicher der unsinnigste Weg. Sinnvoller wäre es, die Steuermittel in die desolate Infrastruktur zu stecken und Straßen, Brücken und vor allem das völlig marode Stromnetz zu erneuern.
    Von solchen Investitionen hätten der US-Bürger und die US-Wirtschaft dann auch einen Nutzen.
    Ein B2-Bomber mag am Himmel toll aussehen, bringt einen aber nicht wirklich weiter, wenn man beim nächsten Schneesturm 2 Wochen ohne Strom ist, weil die einzige Leitung zum Wohnort mal wieder gerissen ist.

    @Progressor: Die Steuern für Reiche (mehr als 250.000$ Einkommen im Jahr) um 3% zu erhöhen reisst also die US-Wirtschaft in den Abgrund?
    Was schlagen Sie vor? Vielleicht die Streichung von Medicare und Medicaid?
  9. #9

    Tatsächlich

    ..scheint es in den USA so zu sein, daß ein nicht unerheblicher Teil ihrer Wirtschaft von den hohen Militärausgaben des Staates abhängt.