Euro-Krise: Draghis Vorteil in der Zypern-Frage

APDer Streit um Zypern-Hilfen wird zum Kampf zwischen Wolfgang Schäuble und Mario Draghi. Der Bundesfinanzminister argumentiert als Jurist, der EZB-Präsident als Ökonom. Der Deutsche hat die schlechteren Karten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-880502.html
  1. #1

    Die schlechten Karten des Wolfgang S.

    Schäuble hat gegenüber Draghi nicht die schlechteren Karten, weil der eine Ökonom und der andere Jurist ist, sondern weil Draghi bei Goldman Sachs weiter oben auf der Gehaltsliste steht als Schäuble.
  2. #2

    Ökonomen vs. Juristen

    Ein erfrischender und belebender Artikel:

    Piratenpartei und Amateur-Pornos - der Siegeszug der Dilettanten - Gesellschaft/Leben

    Die Experten sehen wahrlich häufig den Wald vor lauter Bäumen nicht und deswegen sind es manchemal eben genau die Amateure, welche den Blick auf eine offensichtliche Sache lenken können. Wenn eine solche "Sache" eine "Fehlentwicklung" ist, dann kann man sich nur über einen "Dilettanten" freuen, der die "Experten" darauf aufmerksam macht.
  3. #3

    optional

    Sagen wir mal so! Draghi Position ist richtig und Schäubles Position ist Nachvollziehbar.

    Ein Kompromiss muß her!
  4. #4

    Das stimmt auch, aber.....

    Zitat von coyote38 Beitrag anzeigen
    Schäuble hat gegenüber Draghi nicht die schlechteren Karten, weil der eine Ökonom und der andere Jurist ist, sondern weil Draghi bei Goldman Sachs weiter oben auf der Gehaltsliste steht als Schäuble.
    Hallo coyote

    .....aber Schäuble hätte doch Draghi nur fragen müssen,

    er soll doch mal erklären, wie es möglich sein kann dass nur 1,2 Millionen Einwohner von Zypern plötzlich 17,5 Milliarden EU Rettungsgeld brauchen??
    Und wofür und für wen werden diese 17,5 Milliarden denn gebraucht?
    Wenn ich das meinem Wahlvolk in Deutschland nicht erklären kann,
    dann gibts kein Geld von Deutschland.
    So einfach ist das, oder....?
  5. #5

    Hallo Herr Münchau

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um Zypern-Hilfen wird zum Kampf zwischen Wolfgang Schäuble und Mario Draghi. Der Bundesfinanzminister argumentiert als Jurist, der EZB-Präsident als Ökonom. Der Deutsche hat die schlechteren Karten.

    Zypern: Wolfgang Münchau zum Wortwechsel zwischen Schäuble und Draghi - SPIEGEL ONLINE
    Also sind Verträge nur etwas für Juristen und für Ökonome gelten die nicht, oder habe ich Sie falsch verstanden. Wenn ich Sie also richtig verstanden habe sind die EU und der €uro sowie alle damit verbundenen Verträge nichts wert einfach nur bedrucktes Papier.
  6. #6

    optional

    Entgegen diesem Artikel macht es sicherlich nicht nur juristisch sondern auch ökonomisch - zumindest für Deutschland - wesentlich mehr Sinn Zypern nicht zu helfen.
    Absicht der Verträge damals ist sicher auch gewesen, eine Schuldenunion zu verhindern - na das war ja wohl nichts!
  7. #7

    Sie haben Ihre Kolumne...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um Zypern-Hilfen wird zum Kampf zwischen Wolfgang Schäuble und Mario Draghi. Der Bundesfinanzminister argumentiert als Jurist, der EZB-Präsident als Ökonom. Der Deutsche hat die schlechteren Karten.

    Zypern: Wolfgang Münchau zum Wortwechsel zwischen Schäuble und Draghi - SPIEGEL ONLINE
    etwas zu früh eingereicht, Herr Münchau. Der "Kampf" ist nun zu Ende, die Sieger heißen "Systemrelevanz" und "Alternativlosigkeit".
    "30.01.2013 · Die Bundesregierung gibt einem Pressebericht zufolge ihren Widerstand gegen das geplante EU-Hilfspaket für Zypern auf. Finanzminister Schäuble beugt sich offenbar dem Druck der Euro-Länder, der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank."

    Schuldenkrise: Deutschland gibt bei Zypern-Hilfe nach - Zypern - FAZ
  8. #8

    M. kann sich das Grinsen nicht verkneifen ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um Zypern-Hilfen wird zum Kampf zwischen Wolfgang Schäuble und Mario Draghi. Der Bundesfinanzminister argumentiert als Jurist, der EZB-Präsident als Ökonom. Der Deutsche hat die schlechteren Karten.

    Zypern: Wolfgang Münchau zum Wortwechsel zwischen Schäuble und Draghi - SPIEGEL ONLINE
    Münchaus Glück, daß er seine Thesen nicht in eigener Person verifizieren muß. Er könnte feststellen müssen, daß ihm die juristische Fraktion mehr Schwierigkiten machen kann, als erwartet. Dazu muß man sie nur reizen. Hätte das BVerfG den ESM gekippt, wäre Draghi heute möglicherweise sehr kleinlaut.

    Aber was solls, die beiden schieben sich doch nur die Bälle zu. Schäuble und Merkel haben das Ende der BRD beschlossen, tun alles für den beschleunigten Untergang, trauen sich das aber nicht einzugestehen. Auf dieser Ebene hat Draghi ohne Zweifel alle guten Karten. Er ist nicht kontrollier- und sanktionierbar - ganz im Gegensatz zu den Politikern. Dazu sitzt er noch in einem Land, wo er kaum Angst vor wütendem Mob haben muß. Draghi hat die eindeutig bessere Berufsentscheidung getroffen.
  9. #9

    Genau

    Schäuble hat die schlechteren Karten, weil nur wenige andere EU- Länder im Falle einer Bürgschaft zahlen müssten.
    Bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis Draghi auch unsere örtliche Sparkasse als systemrelevant klassifiziert