Rassismus-Debatte: Die Maske des Denis Scheck

ARDDenis Scheck hat sich in seiner ARD-"Sendung" das Gesicht schwarz angemalt, um in die Debatte über rassistische Sprache in Kinderbüchern einzugreifen. Eine Provokation, die nicht mehr in die Zeit passt. Genauso wie die Reaktion des Literaturkritikers auf die Kritik daran.

Denis Scheck: Rassistischer Sketch in ARD-Sendung Druckfrisch - SPIEGEL ONLINE
  1. #480

    Zitat von unitedunited Beitrag anzeigen
    Mit welcher Sturheit manche Menschen darauf beharren unbedingt Begriffe verwenden zu wollen - egal, ob sie damit jemand anderes damit beleidigen - das wird mir auf ewig ein Geheimnis bleiben.
    Im letzten Jahr ist "Meine geheime Autobiographie" von Mark Twain, die auf ausdrücklichen Wunsch Mark Twains erst 100 Jahre später erscheinen sollte, erschienen. Also 2012.
    Gleich auf den ersten Seiten wimmelt es nur so von Negern und Sklaven. Und er spricht mit der gleichen Hochachtung und Wärme von und über diese Neger und Sklaven, wie über seine eigenen Familienmitglieder.

    Grund genug für die vereinigten Hysteriker und Hysterikerinnen aus der Empörungsindustrie, dieses Buch sofort als rassistisch (und vermutlich auch sexistisch, ich habe gerade erst angefangen zu lesen) zu brandmarken.
  2. #481

    Zitat von inci2 Beitrag anzeigen
    Im letzten Jahr ist "Meine geheime Autobiographie" von Mark Twain, die auf ausdrücklichen Wunsch Mark Twains erst 100 Jahre später erscheinen sollte, erschienen. Also 2012.
    Gleich auf den ersten Seiten wimmelt es nur so von Negern und Sklaven. Und er spricht mit der gleichen Hochachtung und Wärme von und über diese Neger und Sklaven, wie über seine eigenen Familienmitglieder.

    Grund genug für die vereinigten Hysteriker und Hysterikerinnen aus der Empörungsindustrie, dieses Buch sofort als rassistisch (und vermutlich auch sexistisch, ich habe gerade erst angefangen zu lesen) zu brandmarken.
    So? Wo denn? Ich konnte jedenfalls bei einer spontanen Google-Suchanfrage dazu keinen einzigen derartigen Kommentar von irgendwelchen sog. "Hyterikern" entdecken.

    Mal ganz davon abgesehen, dass man ja auch eine Autobiografie in keiner Weise mit einem Kinderbuch vergleichen kann. Und dass Eltern ihren Kindern als Betthupferl aus einer Autobiografie vorlesen, oder Kinder darum betteln: "Papi, Papi, liest Du mir aus der Autobiographie von Mark Twain vor? Biiiitttteeee!" dürfte auch eher selten bis gar nie vorkommen... ;-)
  3. #482

    Zitat von Wildes Herz Beitrag anzeigen
    Im übrigen hat sogar schon die Rechtsprechung rechtskräftig festgestellt, dass "die Bezeichnung einer Person als "Neger"" nach "inzwischen gefestigtem allgemeinen Sprachverständnis eindeutig diskriminierend"; sie "verletzt den Betroffenen (...) in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht".

    OLG Köln, Urteil vom 19. Januar 2010 - Az. 24 U 51/09
    Wenn das so stimmt - und das sagt doch immerhin das OLG Köln in einer m.W. zu diesem Thema bislang höchstinstanzlich ergangenen Entscheidung - dann ist nicht einzusehen, warum ausgerechnet ein schwarzes Kind, das bereits seit Jahren in dieser Gesellschaft lebt, diesen Begriff nicht kennen oder nicht nach dem besagten "gefestigten allgemeinen Sprachverständnis" einzuordnen wissen sollte.
    Das Urteil haben sie schon mindestens 5x angeführt. Langsam wirds langweilig.
    Zitat von Wildes Herz Beitrag anzeigen
    "Absurd" und "konstruiert" ist vielmehr das, was SIE hier in die Diskussion einbringen: Kinder, die zwar im Zweifelsfall jedes gängige Schimpfwort vom Schulhof kennen, aber ausgerechnet das Wort "N*****" noch nie gehört haben, und wenn doch, dann dieses für einen ganz neutralen, harmlosen Begriff halten. DAS ist absurd und konstruiert!
    Hmm.... logisch, ein Kind auf dem Schulhof kriegt noch Bücher vorgelesen? Sag ich doch, absurd und konstruiert...
  4. #483

    Zitat von Wildes Herz Beitrag anzeigen
    So? Wo denn? Ich konnte jedenfalls bei einer spontanen Google-Suchanfrage dazu keinen einzigen derartigen Kommentar von irgendwelchen sog. "Hyterikern" entdecken.

    Mal ganz davon abgesehen, dass man ja auch eine Autobiografie in keiner Weise mit einem Kinderbuch vergleichen kann. Und dass Eltern ihren Kindern als Betthupferl aus einer Autobiografie vorlesen, oder Kinder darum betteln: "Papi, Papi, liest Du mir aus der Autobiographie von Mark Twain vor? Biiiitttteeee!" dürfte auch eher selten bis gar nie vorkommen... ;-)
    Ich bewundere ehrlich Ihre Klimmzüge die Sie hier vollziehen. Ging es in meinem Post doch gar nicht um Kinder.
    Es ging, bzw. geht um ein neu erschienenes Buch, in dem es von inkriminierten Begriffen nur so wimmelt.
    Und ich habe darauf hingewiesen, daß es um Begriffe geht, die hier auch diskutiert werden. Und zwar dergestalt, daß diese Begriffe immer nur rassistisch gemeint sein können. Niemals aber neutral, geschweige denn sogar positiv.

    Und wie man an Ihrem Post merkt, wohl zu Recht. Denn es wird gleich ein Bogen zu einem Thema geschlagen, das gar nicht da war. Übliche Ablenkungsmasche, damit man überhaupt was sagen kann.
  5. #484

    Zitat von Wildes Herz Beitrag anzeigen
    Äh... Beispiele wofür? Genau so wie ich es dargestellt habe, IST ....
    Nein, es ging mir um Beispiele wo Werke von den Nachfahren geändert wurden.
  6. #485

    Zitat von jenzer Beitrag anzeigen
    Entlarvend finde ich hingegen, dass noch niemand auf meine Analogie zur Kunst eingegangen ist.
    Hier ist doch von "Antirassisten" noch auf kein einziges Argument eigegangen worden - es wird geschrien, wiederholt und beleidigt, bis die Opponenten genervt ausscheiden.
    Bei der Begeisterung von "WildesHerz" für Urheberrecht und Rechteinhaber sollte er / sie übrigens über einen Job in einer Abmahnkanzlei nachdenken...das wäre ungefähr das Verhältnis zum Inhalt künstlerischer Werke, das hier an den Tag gelegt wird.
  7. #486

    Zitat von jenzer Beitrag anzeigen
    Das Urteil haben sie schon mindestens 5x angeführt. Langsam wirds langweilig.
    Ich bin auch gewiss nicht hier, um Sie zu unterhalten oder Ihre Langeweile zu vertreiben :-)

    Zitat von jenzer Beitrag anzeigen
    Hmm.... logisch, ein Kind auf dem Schulhof kriegt noch Bücher vorgelesen? Sag ich doch, absurd und konstruiert...
    Hier ein paar Foren wo sich Eltern über die Frage austauschen, bis zu welchem Alter man Kindern vorliest:

    Bis zu welchem Alter vorlesen? » Themen, Tipps, Hilfe
    Bis zu welchem Alter vorlesen? - Parents & more | Community-Website
    Bis zu welchem Alter vorlesen ?

    Fazit: Viele lesen noch bis weit ins Teenageralter hinein oder manche sogar bis zum Abitur (!) ihren Kindern vor, Vorlesen im "Schulhofalter" ist völlig normal.

    Fazit: Nix da "konstruiert" und "absurd", sondern ganz im Gegenteil ein Beispiel MITTEN AUS DEM LEBEN!

    Davon abgesehen: Selbst wenn die Kinder das Buch nicht vorgelesen bekommen, sondern es selbst lesen - was ändert dies denn bitte an der hier kritisierten Grundproblematik?
  8. #487

    Zitat von KV491 Beitrag anzeigen
    Hier ist doch von "Antirassisten" noch auf kein einziges Argument eigegangen worden - es wird geschrien, wiederholt und beleidigt, bis die Opponenten genervt ausscheiden.
    Bei der Begeisterung von "WildesHerz" für Urheberrecht und Rechteinhaber sollte er / sie übrigens über einen Job in einer Abmahnkanzlei nachdenken...das wäre ungefähr das Verhältnis zum Inhalt künstlerischer Werke, das hier an den Tag gelegt wird.
    Durch die bloße Behauptung, dass angeblich "von Antirassisten noch auf kein einziges Argument eigegangen worden" sei, wird diese (offenkundig absurde - ein kurzer Blick in den bisherigen Diskussionsverlauf genügt!) Behauptung kein bisschen wahrer. Dieses Forum ist ja ganz im Gegenteil eine einzige Aneinanderreihung von antirassistischen Gegenargumenten, mal von der "Ich-will-und-werde-aber-N****-sagen-ganz-egal-ob-das-jemanden-verletzt-oder-nicht"-Fraktion abgesehen.
    Aber wer keine Gegenargumente zur Kenntnis nehmen WILL, wird sie wahrscheinlich auch in einem bibeldicken Gegenargumente-Buch nicht einmal mit dem Miskroskop erkennen können. Denn dazu muss man erst mal seine Augenklappen abnehmen - und zwar beide! :-)
    /Polemik off.
    Übrigens verstehen Sie mich falsch, wenn Sie glauben, ich sei ein "begeisterter" Anhänger des derzeit geltenden Urheberrechts. Ich stelle lediglich die Rechtslage so dar, wie sie eben nunmal ist. Und so, wie sie ist, gibt es an der Entscheidung eines Urheberrechtsinhabers, nachträgliche Änderungen an einem Werk vorzunehmen, schlicht nichts zu kritisieren - weil das dessen gutes, ureigenes RECHT ist. Wessen Recht denn auch sonst?
  9. #488

    Dass hier auf Argumente eingegangen wird, die gar nicht vorgebracht wurden, hat niemand bestritten.