Mächtige Uni-Präsidenten: Das süße Leben der Campus-Könige

Sebastian IwohnZur Uni fährt sie der Chauffeur, ihr Gehabe passt zu einem Dax-Vorstand, den Campus regieren sie wie ihr Königreich: Uni-Präsidenten haben so viel Macht wie nie - und leben diese Freiheit aus. Jetzt regt sich Widerstand gegen hohe Gehälter und irrwitzige Prestigeprojekte.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...-a-871965.html
  1. #50

    an den Autor

    Herr Becker, warum starten Sie eigentlich diese Neiddebatte?
    Heutzutage hat es sich durchaus für Universitäten bezahlt gemacht, mit der Wirtschaft zusammenzuarbeiten, um Forschungsprojekte zu finanzieren. Meinen Sie eigentlich, jeder Doktorand an einer Universität wird vom Vater Staat bezahlt? Weit gefehlt, gerade in den Ingenieursdisziplinen werden sehr viele Promotionen überhaupt erst ermöglich, daß man Forschungsprojekte mit der Industrie realisiert... .
    Abgesehen davon, hoffe ich, Sie sind ebenfalls habilitiert, haben jahrelang einen Lehrstuhl geleitet, und ähnlich viele junge hochqualifizierte Akademiker zu dem gemacht, wovon der Wirtschaftsstandort Deutschland heutzutage noch lebt. Ohne unseren Know-How bzw. Technologie-Vorsprung könnten wir längst auf dem Weltmarkt nicht bestehen, und das gilt nicht nur für die oft genannte Automobilindustrie.

    Abgesehen davon, wie viel verdient denn der Herr Herrmann? Im Vergleich zu irgendwelchen CEOs der freien Wirtschaft? Oder stört Sie der Audi A8?
  2. #51

    Zitat von Marcel Beitrag anzeigen

    Abgesehen davon, wie viel verdient denn der Herr Herrmann? Im Vergleich zu irgendwelchen CEOs der freien Wirtschaft? Oder stört Sie der Audi A8?
    Der Herrmann hat diese Universitäten aber weder gegründet noch aufgebaut, er leitet lediglich einen Interessenverband. Sich um Zuge dessen derart masslos zu bereichern ist mir unverständlich, aber typisch für die neue Deutsche, gierige "Elite".
  3. #52

    Zitat von spon-facebook-1425926487 Beitrag anzeigen
    Der Herrmann hat diese Universitäten aber weder gegründet noch aufgebaut, er leitet lediglich einen Interessenverband. Sich um Zuge dessen derart masslos zu bereichern ist mir unverständlich, aber typisch für die neue Deutsche, gierige "Elite".
    sorry, aber das ist keine gültige Argumentationslinie. Herr Ackermann hat genauso wenig die Deutsche Bang gegründet oder aufgebaut, verdient aber eine ordentliche Menge Geld. Präsident Herrmann hat die TUM in den Jahren seiner Amtszeit wesentlich geprägt und auf internationalen Listen sichtbar gemacht. Die Privilegien, die er sich möglicherweise nimmt, sind im Vergleich zu seiner Verantwortung und Leistung, und vor allem im Vergleich zu entsprechenden Entlohnungen in der Wirtschaft absolut lächerlich. In keinem Fall rechtfertigen diese die Verwendung von Begriffen wie "masslose Bereicherung" oder "gierige Elite" und typisch deutsch ist an dieser Geschichte lediglich die unreflektierte Pauschalisierung. Die im Artikel angesprochenen "Masslosigkeiten" sind allenthalben lächerlich.
  4. #53

    Zitat von kldi Beitrag anzeigen
    sorry, aber das ist keine gültige Argumentationslinie. Herr Ackermann hat genauso wenig die Deutsche Bang gegründet oder aufgebaut, verdient aber eine ordentliche Menge Geld. Präsident Herrmann hat die TUM in den Jahren seiner Amtszeit wesentlich geprägt und auf internationalen Listen sichtbar gemacht. Die Privilegien, die er sich möglicherweise nimmt, sind im Vergleich zu seiner Verantwortung und Leistung, und vor allem im Vergleich zu entsprechenden Entlohnungen in der Wirtschaft absolut lächerlich. In keinem Fall rechtfertigen diese die Verwendung von Begriffen wie "masslose Bereicherung" oder "gierige Elite" und typisch deutsch ist an dieser Geschichte lediglich die unreflektierte Pauschalisierung. Die im Artikel angesprochenen "Masslosigkeiten" sind allenthalben lächerlich.
    Was ist das denn fuer ein Bloedsinn, dass ein Uni-Praesident das Ranking seiner Uni beeinflusst? Das haengt immer noch von den forschenden Professoren ab und auf die hat der Uni-Praesident keinerlei Einfluss. Und seit wann werden Drittmittel zur Forschung vom Uni-Praesidenten eingetrieben? Oder meinen Sie Haushaltsmittel des Landes, ueber die Politiker entscheiden? Und was fuer eine Verantwortung traegt der Uni-Praesident? Kann die Uni neuerdings pleite gehen? Und was wenn der Gute Geld verschwendet oder fehlinvestiert? Wird er dann gefeuert? Wohl eher nicht als Beamter. Konsequenzlose Verantwortung ist gar keine, auch wenn Politiker sich das wuenschen.
  5. #54

    Zitat von kldi Beitrag anzeigen
    sorry, aber das ist keine gültige Argumentationslinie. Herr Ackermann hat genauso wenig die Deutsche Bang gegründet oder aufgebaut, verdient aber eine ordentliche Menge Geld. Präsident Herrmann hat die TUM in den Jahren seiner Amtszeit wesentlich geprägt und auf internationalen Listen sichtbar gemacht. Die Privilegien, die er sich möglicherweise nimmt, sind im Vergleich zu seiner Verantwortung und Leistung, und vor allem im Vergleich zu entsprechenden Entlohnungen in der Wirtschaft absolut lächerlich. In keinem Fall rechtfertigen diese die Verwendung von Begriffen wie "masslose Bereicherung" oder "gierige Elite" und typisch deutsch ist an dieser Geschichte lediglich die unreflektierte Pauschalisierung. Die im Artikel angesprochenen "Masslosigkeiten" sind allenthalben lächerlich.
    Sie halten es also für Richtig, dass der Vorsitz einer Interessenvereinigung, die nichts produziert und nichts verdient (ausser dem, was sie von den Studenten abschröpfen und dem, was der Staat ihnen mittels Steuergeldern in den Hintern schiebt) lebt wie ein Fürst in saus und braus, während hochintellektuelle Elite an den Unis rackern. Sie haben Recht, masslos ist nicht das passende Wort. Es ist mehr als das.
  6. #55

    Unipräsidenten bekommen viel zu wenig

    Ein bisschen Recherche zeigt, dass in Niedersachen die kritisierten Gehältern für Unipräsidenten bei 10.000 bis 11.000 Euro im Monat lagen. Dafür übernimmt man/frau Verantwortung für einige Tausend Mitarbeiter, 20.000 und mehr Studierende und ein paar hundert Millionen Euro Jahresetat. Verlangt werden Arbeitszeiten und Fähigkeiten, die denen eines Vorstands eine Unternehmens in dieser Größenordnung entsprechen. Bei einer durchschnittlichen Sparkasse mit vielleicht 1.000 Mitarbeitern verdient aber schon die zweite Ebene mehr. Das Fazit kann nur lauten: verglichen mit Gehältern im öffentlichen Bereich (Sparkassen) und in der Privatwirtschaft gehören die Gehälter von Unipräsidenten sehr deutlich angehoben.
  7. #56

    Neid?!

    Ich beneide die Leuphana-Universität um ihr hervorragendes Studiengangskonzept. Während andere Hochschulen mit fadenscheinigen Begründungen, jede innovative Lösung zur Verbesserung der Bachelor- und Masterstudiengänge zerreden, hat die Leuphana Universität gehandelt und das durchaus im Sinne aller Beteiligten. Und das an einer deutschen Hochschule, an der angeblich das kapazitätsrecht jede innovative Lehr- und Prüfungsform blockiert.