Mächtige Uni-Präsidenten: Das süße Leben der Campus-Könige

Sebastian IwohnZur Uni fährt sie der Chauffeur, ihr Gehabe passt zu einem Dax-Vorstand, den Campus regieren sie wie ihr Königreich: Uni-Präsidenten haben so viel Macht wie nie - und leben diese Freiheit aus. Jetzt regt sich Widerstand gegen hohe Gehälter und irrwitzige Prestigeprojekte.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...-a-871965.html
  1. #40

    Einige Dinge sind ihm vorzuwerfen ...rzuwerfen ...

    1) Er ist alt genug, um zu wissen, dass man mit Journalisten nur bei offiziellen Anlässen wie Pressekonferenzen verkehrt. Das hätte ihm aber eigentlich auch seine Selbstachtung sagen müssen ...

    2) Bei diesen Gelegenheiten sind unbedingt Videoaufnahmen zu machen, damit man im Zweifelsfall Videos als Tauschobjekt hat, wie die Journalisten sich am kalt-warmen Büfett vollschlagen und die weiblichen, studentischen Hilfskräfte am Büfett anbaggern ...

    3) Freundlichkeit und Offenheit gegenüber Journalisten ist ungefähr so klug, wie einem Krokodil gegenüberzutreten, darauf vertrauend, dass - wie es ja überall steht - der gutmütige Mensch nicht in sein Beuteschema passt ...

    4) Bei Begegnungen mit Journalisten ist unbedingt die älteste, abgewetzteste Kleidung zu tragen, die der Altlleidercontainer hergibt. Ansonsten erweckt man Sozialneid oder der Journalist glaubt, dass man sich über sein eigenes Outfit lustig machen will ...
  2. #41

    Müller Esel

    Man hätte noch hinzufügen können, was seit einigen Jahren an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt passiert.
    Der Hochschulpräsident hat dort ein Veto-Recht bei ALLEN Berufungen. Das bedeutet dass derzeit ein Boichemiker darüber entscheidet wer kritische Gesellschaftstheorie lehrt, bzw. dank Veto-Recht nicht lehrt!

    Die (stiftungs)Uni hat zudem das alte IG-Farben Gelände gekauft, und baut dort neben dem im herrschaftlichen Stil gehaltenen Nazi-Bau weitere Glas-und-Marmor-Paläste im gleichen Stil hin. Die sind leider so teuer, dass Fachbereiche wie die Gesellschaftswissenschaften über zu 30% weniger Seminarräume verfügen werden als auf dem derzeitigen campus und das trotz ins astronomische steigende Studierendenzahlen.
  3. #42

    In den sechziger Jahren ...

    Zitat von saitenhexer Beitrag anzeigen
    Die (stiftungs)Uni hat zudem das alte IG-Farben Gelände gekauft, und baut dort neben dem im herrschaftlichen Stil gehaltenen Nazi-Bau weitere Glas-und-Marmor-Paläste im gleichen Stil hin. Die sind leider so teuer, dass Fachbereiche wie die Gesellschaftswissenschaften über zu 30% weniger Seminarräume verfügen werden als auf dem derzeitigen campus und das trotz ins astronomische steigende Studierendenzahlen.
    ... wurde extra für die Gesellschaftswissenschaften - zu denen Sie offensichtlich gehören - ein topmodernes Riesenhochhaus, das sog. "Philosophikum" in Frankfurt gebaut. Diese schafften es, dass nach einem Jahr das Hochhaus innen wie ein Obdachlosenasyl aussah. Seit 1992 steht es als Bauruine leer...

    Dass die Uni-Leitung in Frankfurt die alten IG-Farben-Gebäude einer sinnvollen Nutzung zuführte ist eine der besten städtebaulichen Entscheidungen, die in FFM je gefällt wurden.

    Sollte ein Bau der - anders als der heutige Betonschrott - noch weit über 100 Jahre stehen kann, abgerissen werden, weil dort einstmals (auch) Nazis wandelten? Den Reichstag in Berlin gleich mit? Die Amerikaner, die jahrzehntelang dort waren, waren auf jeden Fall nicht so zimperlich ...
  4. #43

    Ja, mehrere

    Zitat von laser44 Beitrag anzeigen
    Als Chef der TU München Im Polo vorfahren, um dann bei MC Donalds zu essen kann es aber auch nicht seien!!
    Warum eigentlich nicht? Während meiner Zeit an der Uni Leiden ist mir der Rector magnificus der ältesten Universität der Niederlande morgens des öfteren auf dem Radweg begegnet.
  5. #44

    Es gibt Vor- und NAchteile!

    Das System mag seine Licht- und Schattenseiten haben-insgesamt funktioniert es besser als die alte Konstellation, denn in den Ratsgremien der Universitäten geht es oft eher zu wie in einer Kindergartengruppe. Die durch Neidreaktionen geprägten Diskussionen lassen jLeistungsentfaltung Einzelner zu einer Tortur werden und man muss sich von dem Gedanken frei machen, dass Intelligenz und Entscheidungskompetenz etwas miteinander zu tun haben! Insofern gibt der Artikel ein sehr tendenziöses Bild wieder!
  6. #45

    Verdacht und Schuld.

    SPON schreibt: Die "EU-Anti-Korruptionsbehörde "Olaf" " hat sich der Universität einen Besuch abgestattet. Wo ist da die Botschaft? Der Spiegel wurde auch schon vom Staatsschutz durchsucht! Wenn "Olaf" kommt, dann gibt es meistens eine Anzeige. Das ist völlig uninteressant. Was hat denn "Olaf" herausbekommen? Das wäre eine Meldung! Aber die fehlt! Dass einem Professor mit juristischen Mitteln verboten wird, Lügen zu verbreiten, sollte auch nicht gleich mit Unterdrückung gleichgesetzt werden. Kurzum: Der Artikel ist nicht frei von handwerklichen Fehlern!!!
  7. #46

    Die alte Campus-Uni von Schwanitz will niemand mehr

    dort gabe es eine informelle Herrscherhierarchie an der UNI Hamburg (und nicht nur dort), die Schwanit humorvoll beschrieben hatte. Da wurde nur etwas, wer im political correctness-System der Linken verwurzelt war. Dagegen ist die heutige Präsidialuni eine Verbesserung. Allerdings: Audi A8 ist einige Nummern zu gross. Und der Ausbau von Stäben geht eindeutig zu Lasten der Forchung und Lehre. Davon könnte man viele Wissenschaftlerstellen schaffen.
  8. #47

    Zitat von westerwäller Beitrag anzeigen
    ... wo die Leute glaubten, mit der Bezahlung einer Hotelübernachtung oder eines opulenten Abendessens könnte man jemanden für ein Millionengeschäft bestechen ...
    Kann man vielleicht nicht. Aber auch das mit Sicherheit äusserst kostspielige Gelage oder auch die Suite muss von irgendwem bezahlt werden. Aber Deutschlands Söhne und Töchter sind gierig geworden, das Land rutscht ja schon seit Jahren immer tiefer ..
  9. #48

    Zitat von westerwäller Beitrag anzeigen
    ...

    Sollte ein Bau der - anders als der heutige Betonschrott - noch weit über 100 Jahre stehen kann, abgerissen werden, weil dort einstmals (auch) Nazis wandelten? Den Reichstag in Berlin gleich mit? Die Amerikaner, die jahrzehntelang dort waren, waren auf jeden Fall nicht so zimperlich ...
    Naja, seit er diese völlig unpassende Kuppel, oder besser, das Häubchen bekommen hat, denke ich tatsächlich, dass ein Abriss vielleicht doch besser gewesen wäre. Wie kann man diesen feudalen Prachtbau nur so grotesk entstellen, unglaublich.
  10. #49

    Und ist das Licht auch noch so rot...

    Es ist eine Chuzpé, einen Universitätspräsidenten als reinen profilneurotischen, händeschüttelnden Machtjunkie zu bezeichnen. Dessen Stellung umfasst Hochshulpolitik, interdisziplinäre Ökonomie und Betriebsführung (u.a. Professorensitter) auf höchstem Niveau. Ich bin froh einen Präsi einer größeren deutschen TU in meiner Familie wissen zu dürfen und zolle ihm (so objektiv es nur möglich ist) meinen Respekt, wie sich dieser Mensch für die ihm übertragenen Aufgaben aufreibt. In Anbetracht seines Gehaltes ist er ein Idealist und das Seite ich ohne wenn und aber auch auf andere Universitäten aus.