Mächtige Uni-Präsidenten: Das süße Leben der Campus-Könige

Sebastian IwohnZur Uni fährt sie der Chauffeur, ihr Gehabe passt zu einem Dax-Vorstand, den Campus regieren sie wie ihr Königreich: Uni-Präsidenten haben so viel Macht wie nie - und leben diese Freiheit aus. Jetzt regt sich Widerstand gegen hohe Gehälter und irrwitzige Prestigeprojekte.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...-a-871965.html
  1. #10

    Vollkommen irreführend !!

    Dieser Beitrag wurde wohl von einem leidenschaftlichen postkommumistischen ASTA Mitglied geschrieben der immer noch der DDR nachtrauert?

    Insbesondere hier entblößt sich der Autor:
    "Ihnen schmeckte auch nicht, dass Spoun Dutzende Professuren von externen Berufungskommissionen besetzen ließ"

    Aha - die Tatsache dass endlich mal herausragende Professoren, welche die Gemütlichkeit der sesselfurzenden, etablierten und sich selbsterhaltenden Professorenriege aufbricht - und so die in Deutschland übliche Korruption bei der Stellenvergabe im
    akademischen Bereich bekämpft, schmeckt dem Autor offensichtlich nicht?
    Genau daran krankt das deutsche System nämlich!!

    Auch dieser Abschnitt ist mal wieder bezeichnend:
    "Seit Amtsantritt habe die Leuphana beispielsweise die Drittmittel für die Forschung verdreifacht."
    ist das vielleicht nichts???
    Und dass der Uni-Präsident beliebt sein soll ist dann auch noch ein Manko oder was??

    Also Fazit: die neuen Hochschulgesetze mit mehr Autonomie waren ein voller Erfolg, die Unis blühen auf, dafür müssen dann halt auch mal ordentliche Gehälter auch im akademischen Bereich gezählt werden, nur bei den Hochschulräten muss kräftig nachgebessert werden - und diese freilich nicht vom Präsidenten vorgeschlagen werden dürfen.
  2. #11

    Typisch deutsch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zur Uni fährt sie der Chauffeur, ihr Gehabe passt zu einem Dax-Vorstand, den Campus regieren sie wie ihr Königreich: Uni-Präsidenten haben so viel Macht wie nie - und leben diese Freiheit aus. Jetzt regt sich Widerstand gegen hohe Gehälter und irrwitzige Prestigeprojekte.

    Uni-Präsidenten regieren ihre Hochschulen wie Königreiche - SPIEGEL ONLINE
    Tolle, typisch deutsche Diskussion. Lassen Sie uns mal zusammenfassen: Da nutzen also die Präsidenten der Hochschulen die neuen Freiheiten (empörend, oder?), sind beliebt bei Studenten und Professorenschaft (das ist natürlich Bestechung mit Theaterkarten und so), verdreifachen die Drittmittel (also private Investitionen - kann ja nicht mit lauteren Mitteln zugehen), sind auch noch erfolgreich (da muß mal eine Staatsanwalt nachforschen, oder?) aber: sie leben die Freiheit aus. Und das obwohl sie sich eigentlich in Sack und Asche kleiden sollten und täglich dem deutschen Steuerzahler eine Kerze entzünden sollten. Wahrscheinlich genießen sie auch noch ihre Macht.
    Geht's noch? Eine typischere Neiddebatte (wie immer angezettelt von der ach so unparteiischen und gerechtigkeitsliebenden Journalisten-Gilde, die ihre eigenen Privilegien da gerne mal vergißt) gibt es ja kaum noch. Das Mittel der Wahl soll dann die Zurückverlagerung von Kompetenzen an die Ministerien sein: ganz groß - damit dann wieder das Parteibuch darüber entscheidet, wer Präsident/Rektor wird und wer nicht. Haupstache: alle gleich. Mittelmaß ist in Deutschland offensichtlich der von der Mehrheit gewünschte Zustand. Wir brauchen keinen Mindestlohn, sondern einen Einheitslohn. Und alle die gleichen blauen Arbeitsanzüge...
  3. #12

    Zitat von Axel Schön Beitrag anzeigen
    Irre ich mich, oder werden in Ihrem Artikel einfach mal die hohen Gehälter nur in der Überschrift anmoderiert, dann aber weiter nicht konkretisiert oder gar mit Zahlen untermauert? Hätte ich gern gelesen, wieviel denn "HOCH" ist....
    Da haben Sie völlig Recht. Von besonderen Interesse wären auch die Nebeneinkünfte ( Gutachten etc. ), was wollen wir uns hier mit Luxus Schlitten beschäftigen, das ist doch kleinliche Korinthen Kackerei
  4. #13

    Andere Seite

    Als Chef der TU München Im Polo vorfahren, um dann bei MC Donalds zu essen kann es aber auch nicht seien!!
  5. #14

    Warum sollen Uni-Präsidenten weniger verdienen als Sparkassendirektoren?

    Ist schon schade, dass sich der Artikel überhaupt nicht mit der Rolle des Managers und dessen Verantwortung auseinandersetzt. Es ist sicher nicht alleine der Verdienst von Herrn Herrmann, dass die TUM Elite-Uni ist, aber sie hat es immerhin geschafft. Was sind da ein Paar Tausend Euro mehr für das Gehalt des Präsidenten? Und wenn er sich nicht bewährt, würde er abgewählt!

    Warum soviel Populismus in SPON? Oder haben jetzt Hiwis und Volontäre mit Uni-Frust das Zepter übernommen? ;)
  6. #15

    Wird schon was dran sein...

    ... am königlichen Gehabe, wie jüngst zu Köln geschehen:

    Und ist das Licht auch noch so rot,
    Ein Präsi bremst nicht. Lieber tot!
  7. #16

    Richtigstellung Falschaussagen

    1. Die genannten Gutachter haben für drei Tage gutachterliche Tätigkeit an der TUM plus Vor- und Nachbereitung 0 Euro Honorar erhalten. Lediglich Reisekosten, Essen und Opernbesuch wurden erstattet.
    2. Der Autor Sven Becker hat sich in der Oper neben dem Präsidenten sitzend augenscheinlich sehr wohl gefühlt. Der SPIEGEL hat anscheinend ebenfalls Geld für das Entertainment von Redakteuren.
    3. Die Mittel des Opernbesuches werden nicht aus staatlichen Mitteln oder Studienbeiträgen aufgewendet, sondern entspringen Drittmitteleinnahmen der Industrie.
    4. Der Chauffeur arbeit ehrenamtlich für den Präsidenten. Es handelt sich um einen pensionierten Herrn, der einen Freundschaftsdienst leistet.
    5. Auf dem Campus der TU München befinden sich keine Protzbauten
    6. Es handelt sich um die Fakultät für Architektur sowie um die Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen...keine "Fakultät für Bauwesen"
    7. Das Gehalt von Präsident Herrmann ist ein klassisches W3-Gehalt mit Zulagen, wie sie jeder Professor erhalten kann. Dies wurde bereits mehrfach in Medien öffentlich gemacht. Es ist zu berücksichtigen, das Herrmann ca. 70 Stunden pro Woche für seinen Arbeitgeber aktiv ist.
    8. An der TUM werden die meisten Entscheidungen weiterhin über Gremien und Fakultäten getroffen. In der Außenwahrnehmung mag das anders aussehen.
    9. Personen wie Peter Löscher oder Susanne Klatten geben einen signifikanten Teil ihrer privaten Einnahmen an die TUM weiter. Frau Klatten ermöglicht z.B. über 1000 Studierenden jährlich die Belegung von Seminaren, die es ohne ihr stillschweigendes Engagement nicht gäbe. Das Interesse für Hochschulbelange ist hier sehr intensiv.
  8. #17

    Hallo??

    Zitat von willibrand Beitrag anzeigen
    mir drängt sich die Frage auf, warum halbstaatliche Stellen wie z.B. Unis, Gesetzliche Krankenkassen oder aktuell die Rundfunkanstalten mit Steuergeldern, bzw staatlich geregelten Beitägen das Geld verschleudern und bei ihren leitenden Angestellten / Beamten Traumgehälter, Boni und diverse Zusatzleistungen gewähren.
    Offensichtlich halten die Politiker die Hand über diese Praktiken.
    Von welchen Traumgehältern sprechen Sie denn gerade? Schauen Sie mal hier:
    www.w-besoldung.net: Wie hoch ist das Grundgehalt?
    da haben Sie Ihre Traumgehälter. Die dort genannten Monatsgehälter sind mit 12 zu multiplizieren (es gibt kein Weihnachts- oder Urlaubsgeld), d.h. ein Universitätsprofessor (W3) verdient im Jahr ca 65T€. Aber natürlich ist es wohlfeil, in diese Kerbe zu schlagen. Wieviel wäre Ihnen denn die Ausbildung der von der Industrie benötigten Ingenieure, Wissenschaftler usw. wert?
  9. #18

    optional

    Meines Erachtens nach gehören Universitäten komplett renoviert. Ich denke dabei nicht etwa an die Häuser, sondern an das System. Stinknormale Schulen und fast alle Ausbildungen sind viel weiter. Entweder hat man es mit Pädagogen zutun oder einen viel stärkeren, arbeitsnahen Alltag. Unis? Dort hat man keine Lehrer, sondern Dozenten, die viel verdienen und nichts dafür leisten außer ihre Vorlesungen runterzurattern. Manche Kurse werden über ein ganzes Halbjahr gestreckt, obwohl sie in kürzerer Zeit abgehakt werden könnten, andere sind fast unmöglich schwer. Es geht immer wieder nur ums aussieben, klare deutschlandweite Regeln? Fehlanzeige! Und am Ende des Tages ist der Betrieb zu 90% von Studenten geführt, unvorstellbar an einer Schule, wo man nicht mal auf die Idee käme 80 Menschen in einen Raum zu stecken und dann mit einem eher unterdurchschnittlichen Frontalunterricht zu penetrieren, bei dem man womöglich nicht mal mitschreiben kann.

    Von daher: Unis sollten ohnehin verändert werden, sie hinken ihrer Zeit enorm hinterher. Mir fallen da tausende von Beispielen ein, von der Unfähigkeit endlich mal alles zu digitalisieren bishin zu absurden, ständig wechselnden Voraussetzungen zum Bestehen.
  10. #19

    optional

    mich überrascht dieses Gebahren überhaupt nicht. Als ich Ende der achtziger Jahre an die Uni kam in Hamburg, fand ich den Untertanengeist und die Eitelkeit vieler Professoren unerträglich. Da wurde als zu oft in Fachbereichsratssitzungen übles Stammtischgerede akademisch verbrämt als "interessanter Standpunkt". Und wir wissen ja mittlerweile alle, was mit den Studiengebühren gemacht wurde.