Mächtige Uni-Präsidenten: Das süße Leben der Campus-Könige

Sebastian IwohnZur Uni fährt sie der Chauffeur, ihr Gehabe passt zu einem Dax-Vorstand, den Campus regieren sie wie ihr Königreich: Uni-Präsidenten haben so viel Macht wie nie - und leben diese Freiheit aus. Jetzt regt sich Widerstand gegen hohe Gehälter und irrwitzige Prestigeprojekte.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...-a-871965.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Zuschauerraum, umgeben von goldenem Zierrat, nimmt Herrmann neben seinen Gästen Platz; es ist eine Gruppe von Wissenschaftlern, sie haben die Fakultät für Bauwesen begutachtet und ihm am Nachmittag ihren Bericht vorgestellt. Zur Belohnung hat Herrmann sie auf TU-Kosten in die Oper eingeladen, die Karte kostet 118,50 Euro pro Stück. "Das muss man sich schon mal gönnen", sagt Herrmann.

    Uni-Präsidenten regieren ihre Hochschulen wie Königreiche - SPIEGEL ONLINE
    Abgesehen davon, dass Herrmann »sich« nichts gönnt, sondern die Tickets vom Staat oder den Studierenden (per Studiengebühr} bezahlt werden, dürfte es sich um Bestechung handeln (also sooo bekommt man den Titel Exzellenzuni!!!), ferner ist zu fragen, ob die so verwöhnten »Gutachter« den Kartenpreis und den vielleicht noch folgenden Besuch im Edelpuff auch als geldwerten Vorteil versteuern.
  2. #2

    Unglaublich

    Herr Herrmann mit seinen 64 Jahren war bestimmt nicht einer von den Studenten die 1967 auf Transparenten auf darauf aufmerksam machten: "Unter den Talaren - Muff von 1000 Jahren". Irgendwie drängt sich mir beim Lesen des Artikels der Eindruck auf, die Menschen haben sich nicht weiterentwickelt. Zumindest nicht seine Magnifizenz Herrmann und weitere ähnliche Herrschaften.
  3. #3

    auch in Niedersachsen ?

    Die Abwahl der Unipräsidentin in Hannover durch ihre Professoren soll hintergründig unter anderen mit nicht ausgezahlten Geldern an die Magnificenzen zusammenhängen. Das würde in das Bild passen
  4. #4

    Gehälter

    Irre ich mich, oder werden in Ihrem Artikel einfach mal die hohen Gehälter nur in der Überschrift anmoderiert, dann aber weiter nicht konkretisiert oder gar mit Zahlen untermauert? Hätte ich gern gelesen, wieviel denn "HOCH" ist....
  5. #5

    Der Begriff "Gastfreundschaft" ...

    Zitat von Stäffelesrutscher Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon, dass Herrmann »sich« nichts gönnt, sondern die Tickets vom Staat oder den Studierenden (per Studiengebühr} bezahlt werden, dürfte es sich um Bestechung handeln (also sooo bekommt man den Titel Exzellenzuni!!!), ferner ist zu fragen, ob die so verwöhnten »Gutachter« den Kartenpreis und den vielleicht noch folgenden Besuch im Edelpuff auch als geldwerten Vorteil versteuern.
    ... scheint ihnen genauso fremd zu sein, wie die Beträge , die für eine Bestechung aufgewendet werden müssten ...

    Wahrscheinlich noch immer in der Wulff&Co-Diskussion verhangen, wo die Leute glaubten, mit der Bezahlung einer Hotelübernachtung oder eines opulenten Abendessens könnte man jemanden für ein Millionengeschäft bestechen ...
  6. #6

    Einfacher

    Es ist einfacher sich mit einem umgänglichen Uni-Präsidenten an einen Tisch zu setzen und diesen von Ideen zu überzeugen als in einem UNI-Gremium in dem die Professoren die absolute Mehrheit der Stimmen und ihre eigenen Interessen haben, die Ideen durchzubringen.

    Daher ist es verständlich, dass je nach Persönlichkeit des Präsidenten das Prinzip des wohlwollenden Alleinherrschers attraktiver als das einer Scheindemokratie ist.
  7. #7

    Tickets

    Zitat von Stäffelesrutscher Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon, dass Herrmann »sich« nichts gönnt, sondern die Tickets vom Staat oder den Studierenden (per Studiengebühr} bezahlt werden, dürfte es sich um Bestechung handeln (also sooo bekommt man den Titel Exzellenzuni!!!), ferner ist zu fragen, ob die so verwöhnten »Gutachter« den Kartenpreis und den vielleicht noch folgenden Besuch im Edelpuff auch als geldwerten Vorteil versteuern.
    Wenn die der Unirektor einen offiziellen (Repräsentations-)Fonds hat, aus dem solche Tickets bezahlt werden können ist dagegen sicherlich nichts einzuwenden. Es ist unerheblich wer den Fonds füllt, deas Land als Zuwendungsgeber, Drittmittelgeber oder Studenten mit Ihren Gebühren. Wenn der Fonds offiziell und die Buchführung korrekt ist, kann es eigentlich nichts zu monieren geben.
    Es handelt sich gemäß Artikel um Wissenschaftler die zur Evaluierung der Universität gekommen sind. Hiermit ist für die Gutachter (die hierfür aus anderen Institutionen kommen , teilweise aus dem Ausland) ein erheblicher Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Wenn die Uni sich NACH Abgabe des Reports für die geleistete Arbeit mit einer kleinen Geste - hier der gemeinsame Konzertbesuch - ist das in meinen Augen nicht anrüchig. Hingegen ist die Anspielung auf einen möglichen Bordellbesuch durch nichts substantiiert und völlig unterirdisch.
    Die Annahme der Tickets durch die Gutachter ist abhängig von den Compliance-Regularien der entsendenden Institutionen. Wenn der Konzertbesuch im Rahmen der Abschlussbesprechung angemeldet wird und sozialadäquat ist, sehe ich keine Probleme.
  8. #8

    Wenn der Rechnungshof die Höhe rügt,

    dann muss Frau Schavan daran arbeiten. Aber sie geht ja bald und Herr Herrmann ja auch, der aber geht in Rente - hoffentlich pünktlich !
  9. #9

    Nähe zur Politik

    Zitat von Stäffelesrutscher Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon, dass Herrmann »sich« nichts gönnt, sondern die Tickets vom Staat oder den Studierenden (per Studiengebühr} bezahlt werden, dürfte es sich um Bestechung handeln (also sooo bekommt man den Titel Exzellenzuni!!!), ferner ist zu fragen, ob die so verwöhnten »Gutachter« den Kartenpreis und den vielleicht noch folgenden Besuch im Edelpuff auch als geldwerten Vorteil versteuern.
    mir drängt sich die Frage auf, warum halbstaatliche Stellen wie z.B. Unis, Gesetzliche Krankenkassen oder aktuell die Rundfunkanstalten mit Steuergeldern, bzw staatlich geregelten Beitägen das Geld verschleudern und bei ihren leitenden Angestellten / Beamten Traumgehälter, Boni und diverse Zusatzleistungen gewähren.
    Offensichtlich halten die Politiker die Hand über diese Praktiken.