Studieren online: Anwesenheitspflicht, adé

DPAStudieren immer und überall: Viele deutsche Dozenten setzen inzwischen aufs Internet - und bieten mehr als nur Vorlesungen im Netz. Professoren twittern, Studenten diskutieren online oder lassen sich fernprüfen, berichtet das Hochschulmagazin "duz". Was noch fehlt, ist ein Geschäftsmodell.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-879736.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Studieren immer und überall: Viele deutsche Dozenten setzen inzwischen aufs Internet - und bieten mehr als nur Vorlesungen im Netz. Professoren twittern, Studenten diskutieren online oder lassen sich fernprüfen, berichtet das Hochschulmagazin "duz". Was noch fehlt, ist ein Geschäftsmodell.

    Deutsche Hochschulen online: Mehr als Vorlesung im Netz - SPIEGEL ONLINE
    Interessant ist, wie die Leuphana sich selbst für überflüssig erklärt und ihre eigene Abschaffung betreibt. Die Sparkommissare in den Politbüros wirds sehr freuen.
  2. #2

    saubere Recherche

    Liebe Redaktion..
    Wenn sie schon über einen mit Computern besetzten Lehrraum berichten, dann wählen sie bitte von der Uni Magdeburg kein Bild aus der Bibliothek aus. Das ist irgendwie verzerrend.
  3. #3

    Geld, Geld, Geld...

    ...nichts zählt mehr oder ist etwas wert, außer es fließt Geld in irgendjemandes Tasche. Ich meine, hey, die Universitäten sind das Eigentum der Steuerzahler oder? Genau wie ARD und ZDF und ihre Abkömmlinge ohne Steuergelder nie so riesig geworden wären. Da haben wir alle zusammen uns etwas geschenkt.

    Nun haben sie die Chance, uns etwas dafür zurück zu geben. Freie Vorlesungen auf Youtube, freie Sendungen in den Mediatheken, kostenlose eBooks in den Büchereien. Aber - moment mal - da hält doch schon wieder jemand die Hand auf, um am Volkseigentum zu verdienen. Kann die nicht mal jemand aufklären, wer sie eigentlich sind und was sie in wessen Auftrag tun?

    DH
  4. #4

    alles oo neu..

    das nennt man Schlafmützenjournalismus...
    - 1999 FU Berlin war es bereits möglich das Gehörte und gesehene sich nochmals im Internet anzuhören bzw zu sehen Stichwort Whiteboard.
    Seitdem habe ich diverse Unis besucht (Ok immer Informatikschiene) und es gab immer eine Möglichkeit des Onlinestudiums was ist speziell neu das damit Werbung gemacht wird? In jedem Fall kann ich berichten das ich es nicht so gut finde denn es setzt totale Selbstkontrolle vorraus und dieses alleine Zuhause lernen isoliert natürlich schon diese ach so kontaktfreudigen Informatiker. - I
  5. #5

    Zitat von dunham Beitrag anzeigen
    ...nichts zählt mehr oder ist etwas wert, außer es fließt Geld in irgendjemandes Tasche. Ich meine, hey, die Universitäten sind das Eigentum der Steuerzahler oder? Genau wie ARD und ZDF und ihre Abkömmlinge ohne Steuergelder nie so riesig geworden wären. Da haben wir alle zusammen uns etwas geschenkt.

    Nun haben sie die Chance, uns etwas dafür zurück zu geben. Freie Vorlesungen auf Youtube, freie Sendungen in den Mediatheken, kostenlose eBooks in den Büchereien. Aber - moment mal - da hält doch schon wieder jemand die Hand auf, um am Volkseigentum zu verdienen. Kann die nicht mal jemand aufklären, wer sie eigentlich sind und was sie in wessen Auftrag tun?

    DH
    Rischtisch, Sie haben Recht, jeder weiss das aber es glänzt soooo schön, mein Schatz.
  6. #6

    Die Hochschule Wismar. ..

    ... bietet bereits seit 2008 einen kompletten Onlinestudiengang an. Ich selber studiere Wirtschaftsrecht online in Wismar. Das ganze läuft über die Plattform TakeL@w. Eine ordentliche Recherche wäre wünschenswert. Und nichts für ungut, die Leuphana scheidet hier als Vorreiter aus.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Studieren immer und überall: Viele deutsche Dozenten setzen inzwischen aufs Internet - und bieten mehr als nur Vorlesungen im Netz. Professoren twittern, Studenten diskutieren online oder lassen sich fernprüfen, berichtet das Hochschulmagazin "duz". Was noch fehlt, ist ein Geschäftsmodell.

    Deutsche Hochschulen online: Mehr als Vorlesung im Netz - SPIEGEL ONLINE
    Zeit wurde es! Ich habe mir schon vor 15 Jahren Online-Vorlesungen-/Seminare gewünscht. Leider sitzen die meisten Professoren auf ihrem Stoff und rücken ihn nicht raus. Wenn man sich mal überlegt wieviel Zeit allein dadurch verschwendet wird, dass Jahr für Jahr immer wieder dasselbe parallel gelehrt wird. Da ist es doch viel besser, man kappt die Professorendichte um 50 Prozent, nimmt regelmässig alles auf Video auf und stellt es dann ins Netz ein. Ist auch vorteilhaft für das Kapital welches permanent nach dem richtigen Personal sucht. Diese Suche kann nur über die Masse befriedigt werden. (Deswegen auch die Mär vom Fachkräftemangel :-) Hier herrscht enormes Potential aber die Politik ist zu blöd das zu erkennen.
  8. #8

    Super Sache...

    ...statt einem überfüllten Hörsaal gibts die Vorlesung online...Fragen kann man im Chat stellen (die der Prof oder Assi dann moderiert oder beantwortet)...das ist mal eine gute Idee....und man braucht noch nicht mal vor Ort zu sein...höchstens um Arbeiten abzugeben oder zu schreiben...man muss sich keine Wohnung oder Job in einer fremden Stadt suchen...wirklich klasse....die Technik gibts doch jetzt her....
  9. #9

    Das steckt allerdings noch in den...

    ...Kinderschuhen. Ich habe schon mehrere Kurse bei Udacity, Caltech und Coursera belegt und auch überwiegend mit Zertifikaten abgeschlossen (nicht jede teilnehmende Hochschule bietet das an).

    Die Vortragenden selber nennen es selber noch überwiegend ein Experiment, weil sie noch keine Erfahrung mit dieser Art Kursen haben. Sie nehmen deshalb überwiegend auch aktiv an den Diskussionsforen teil, weil sie auf diese Art und Weise auch hoffen ihre Kurse zu verbessern. So etwas schlägt sich meist schon darin nieder, dass die zweite oder sogar schon dritte Auflage sich gewandelt hat.

    Als Teilnehmer selber benötigt man eine gehörige Portion Selbstdisziplin und Selbstorganisation, sonst hat man grosse Schwierigkeiten mit der erfolgreichen Bewältigung des jeweiligen Kurses, der je nach Thema 4 bis 12 Wochen dauert, oft mit abschliessenden Prüfungen, die innerhalb einer gewissen Zeit - meist drei Stunden - nach dem Download zurückgeschickt werden müssen. Dies kann bei problematischer Internet-Verbindung durchaus ärgerlich werden.

    Bezüglich des wöchentlichen Arbeitsaufwandes habe ich mich bei den ersten Versuchen gewaltig verschätzt, so dass ich diese vor 1 1/2 Jahren abgebrochen habe. Beim zweiten Anlauf mit realistischerer Zeitplanung ging es dann. Je Kurs muss man für die Videos, Inline-Quizzes, wöchentlichen Quizzes (nicht nur einfaches Miltiple-Choice, oft müssen Ausarbeitungen gemacht werden und bestimmte Worte oder Werte eingegeben werden) und gegebenenfalls Projektarbeiten je nach Vorkenntnissen und vorhandener Zusatzliteratur zwischen 8 und 20 Stunden Aufwand einplanen.