Unternehmen Irrsinn: "Mobbing? Bei uns? Ich bitte Sie!"

CorbisFür viele Chefs ist Mobbing so etwas wie ein Ufo: Nur Spinner behaupten, sie hätten eines gesehen. Statt die Angreifer zu stellen, schauen die Vorgesetzten weg - oder reihen sich sogar selbst in die Riege der Psychoterroristen ein. Denn so werden sie die Opfer am schnellsten los.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-879386.html
  1. #20

    Mobbing staatlich erwünscht?

    Es schaut ja nicht nur der Chef weg, es schaut der Psychiater weg, es schaut der Richter weg, es schaut der Politiker weg.
    Habe den Film mit Tobias Moretti am Arte letzten Freitag auf SPON Hinweis hin gesehen. Und musste mich dann Fragen, ob das nicht staatlich erwünscht ist. Weil die Opfer sind ja offensichtlich. Da saß der Mann in einem Container auf dem Marktplatz. Jeder und jede hat das Problem erkennen können. Aber Keiner hat es als schlimm erkannt.
    Das Problem ist schon seit Jesu Zeiten vorhanden. Es gibt Menschen die sich für unfehlbar halten. Und wenn sich diese Beleidigt fühlen, dann wird der Beleidiger gekreuzigt. Öffentlich. Und es gibt immer einen Pilatus, dem die Wahrheit egal ist, immer welche die gerne auspeitschen, immer welche die sich um den Mantel freuen. In unserer Zeit gibt es aber keine Veronika mehr und keinen Simon von Kyrene.
    Beten Sie mal einen Schmerzhaften Rosenkranz auf k-TV mit. Da gibt es die passenden Bilder dazu. Dann können sie mal Mobbing in der Antike betrachten. Und heute geht es genau so zu. Nur das Kreuz ist halt eine sinnlose Arbeit.
    Mobbing ist für Opportunisten ein erwünschtes Mittel um einen schnellen Erfolg zu erreichen. Wenn jeder gegen jeden antritt, ist jeder ein Opfer.
  2. #21

    Unsinn!

    Zitat von hadroncollider Beitrag anzeigen
    Mit diesem dem Shitstorm-nach-dem-Mund-Gerede macht sich der Spon lächerlich. In dem wiedergegebenen Interview wird glasklar, was eh offensichtlich ist, nämlich das nicht freundliche, fleißige und unschuldige Mitarbeiter völlig grundlos.....?
    So viel Dünnpfiff in einem Post liest man selten.
    Es wird einem sofort klar, dass sie ein begeisterter und hingebungsvoller Mobber sind und offensichtlich sehen sie sich damit sogar noch im Recht. Dass Leute wie Sie nichtmal verstehen wie Asozial das verhalten ist, ist das eigentliche Problem.
  3. #22

    Erst lesen.

    Zitat von andy69 Beitrag anzeigen
    ... hier gehts nicht um "komische Ohren" oder "blond und blauäugig" (also schon wieder die olle Rassismus Keule), sondern um "faule" oder "querulatorische" Menschen. Und Solche abzulehnen, ist weit weniger schäbig als aus den von Ihnen hineininterpretierten Gründen...
    Vielleicht versuchen Sie es mal damit, den vorhergehenden Post zu lesen.
    Was halten Sie davon?
  4. #23

    No Brain - no pain

    Ein Problem ist schlicht Negation. Nicht nur in Bezug auf Mobbing, sondern auf Fragestellungen allgemein. Ein Sachstand nicht anerkennen und schon ist eine Aufgabe nicht mehr existent. Zumindest jetzt. Es gibt halt Menschen und auch Vorgesetzte, die können oder wollen nicht von Zwölf bis Mittag oder von der Wand bis zur Tapete denken. Beim Bund gab's nen Spruch für Vorgesetzte: Nix im Hirn und Dr…k an Sack. In der freien Wildbahn ist es oft nicht anders.
    Und das mit Aggression und Depression sind die beiden Seiten einer Medaille. Gewalt nach außen, zwecks Änderung, oder Gewalt gegen sich selbst, da im Außen keine Änderung erreichbar scheint. Menschen wie Herr Hundt scheinen soweit nicht denken zu wollen oder zu können. Konsequenter weise hieße das, eine Beschäftigung mit dem eigenen Anteil am Ganzen. Und die Erkenntnisse wären nicht immer die, die sich ein Herr Hundt wünscht. Also lieber nicht denken, Augen zu, Arsch zusammenkneifen und durch ohne Rücksicht. Schlicht Menschenverachtend, totalitär.
  5. #24

    Zitat von AusVersehen Beitrag anzeigen
    So viel Dünnpfiff in einem Post liest man selten.
    Es wird einem sofort klar, dass sie ein begeisterter und hingebungsvoller Mobber sind und offensichtlich sehen sie sich damit sogar noch im Recht. Dass Leute wie Sie nichtmal verstehen wie Asozial das verhalten ist, ist das eigentliche Problem.
    Mit welchem Recht mobben Sie denn jetzt hier einen Mitforisten?
  6. #25

    Vielen Dank

    für den Artikel. Mobbing ist in der Wirtschaft weit verbreitet und wird wie geschrieben nur in den seltensten Fällen klar angesprochen und herauskristallisiert. Der Mensch reift ja über seine Lebensspanne in seinem technischen Verständnis oft mehr als in seiner persönlichen inneren Entwicklung und legt deswegen dann fast das gleiche Verhalten an den Tag wie zu Schulzeiten, in dem es Cliquenbildung gibt. Doch fügt sich die Firma langfristig selbst Schaden hinzu, wenn die Vorgestzten nicht wie Schiedsrichter agieren. Fachliche Leistung kann zwar weggemobbt werden, aber das Fundament einer Firma besteht auch aus sozialen Vernetzungen und Gesetzmässigkeiten und ist deshalb für die übrigen Mitarbeiter beschädigt, und diese früher oder später auch zu ihrem Nachteil. Dem Autor möchte ich als Gegenleistung zu seinem Buchausschnitt auf eine kostenfreie Kleinschrift über Mobbing hinweisen. https://figu.org/shop/sites/default/...sp_mobbing.pdf . Mögen wir alle ein Miteinander pflegen.
  7. #26

    Das ist definitiv kein Mobbing

    Zitat von Aquifex Beitrag anzeigen
    Mit welchem Recht mobben Sie denn jetzt hier einen Mitforisten?
    Der angeblich gemobbte Mitforist möchte genau diese Reaktionen erzielen und zieht daraus großes Vergnügen. Das nennt man Trolling.
  8. #27

    Alles richtig,...

    ... aber leider nur die Spitze des Eisbergs. Ich habe es auch erlebt, dass der Chef einer Firma in einem Mobbingfall das Opfer und nicht den Täter rausgesetzt hat. Ist das akzeptabel? Moralisch sicher nicht. Aber in dem Fall leider aus Sicht des Chefs nur logisch - der Täter war für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens extrem wichtig, das Opfer leider weniger.

    Was noch viel schlimmer ist als die beschriebenen Mißstände: Mobbing fängt ja leider nicht erst im Erwachsenenalter an, auch in der Schule ist es ein großes Problem. Und leider gibt es Lehrer, die sich ebenso wie die hier beschriebenen Chefs verhalten. Das Opfer zum Täter machen, mitmobben und vor allem versuchen das Opfer möglichst schnell loszuwerden, um sich nicht mehr mit dem Problem befassen zu müssen! Kommt das auch in dem Buch vor? Wenn nicht, sollte der Autor mal recherchieren. Am besten Schulsozialarbeiter oder auf dem Gebiet tätige Ärzte fragen!
  9. #28

    leider richtig

    dem Artikel kann ich nur zustimmen...
    muss damit leben, dass andere Mitarbeiter Unwahrheiten über mich verbreiten. Weder Vorgesetzte noch Personalabteilung noch Betriebsrat haben Interesse an diesem Thema und wiegeln ab bzw. geben mir die Schuld.
    Ein erschreckendes Gefühl.
    Völlige Auswegslosigkeit.
  10. #29

    kurzsichtige Mobber

    Soviel ich weiß, ist Deutschland eins der westlichen Länder mit dem höchsten Durchscnittsalter. Es ist mir daher ein Rätsel, wie Mobber sich auf ältere Kollegen stürzen können, mit der Idee, sie raus zu eckeln. Sie haben doch eins gemeinsam: Sie ALLE werden auch älter - und dann sind auch dran!