Migrantenkinder aus Euro-Krisenländern: Sprachlose Schüler

Katja IrleSie sind Kinder der Euro-Krise, ihre Eltern hoffen auf einen Neuanfang in diesem Land: Immer mehr junge Griechen, Italiener und Spanier kommen nach Deutschland, stranden ohne Sprachkenntnisse in den Schulen. Viele Deutschkurse sind überfüllt, die Lehrer überfordert.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/s...-a-874403.html
  1. #1

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind Kinder der Euro-Krise, ihre Eltern hoffen auf einen Neuanfang in diesem Land: Immer mehr junge Griechen, Italiener und Spanier kommen nach Deutschland, stranden ohne Sprachkenntnisse in den Schulen. Viele Deutschkurse sind überfüllt, die Lehrer überfordert.

    Schüler aus Euro-Krisenländern: Überfüllte Sprachkurse - SPIEGEL ONLINE
    Das sind Aufgaben welche die Gesellschaft leisten muss!
    Nicht die Anschaffung von Drohnen als Spielzeug für spätpubertierende Jungs!
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind Kinder der Euro-Krise, ihre Eltern hoffen auf einen Neuanfang in diesem Land: Immer mehr junge Griechen, Italiener und Spanier kommen nach Deutschland, stranden ohne Sprachkenntnisse in den Schulen. Viele Deutschkurse sind überfüllt, die Lehrer überfordert.

    Schüler aus Euro-Krisenländern: Überfüllte Sprachkurse - SPIEGEL ONLINE
    Anstatt das alles schon wieder negativ zu sehen (alle sind überfordert) kann man auch mal die positiven Seiten herausstellen. Die deutsche Sprache gewinnt in Europa weiter an Bedeutung, die Kinder der Migranten lernen die deutsche Mentalität sowie unsere effektive Arbeitsweise kennen und werden feststellen, dass die Deutschen nicht an ihrem Unglück schuld sind, wie viele ihrer Landsleute meinen. Für mich ist dieser Zustrom ein Gewinn, zumal die Mentalität schon eher der unseren entspricht (im Vgl. zur Zuwanderung aus anderen Ländern).
  3. #3

    Es ist nicht so schlimm

    Es ist schon 51 Jahre her dass ich als Kind nach Deutschland kam (Ich war elf). Wir hatten keine "integrationskurse" un den ganzen Unsinn was heute Mode geworden ist. Ich kam in die Schule, ich war Sprachlos ..den ersten Tag. Bald hatte ich Freunde und den Spitznamen Spanische Wildsau. Nach einem Jahr sprach ich Deutsch und 1964 konnte ich eine Lehre als Elektriker antreten.Whärend der Lehre holte ich auf Abenschule die mittlere Reife nach und das Fachabitur (12te Klasse). Danach ging ich auf die Fachhochschule und machte mein Ingenieur.So gerüstet konnte ich in eine amerikanische Firma in Spanien Arbeit finden. Ich verliess Deutschland 1978 und bin 2 mMal zu Besuch gewesen. Ich habe meine Zeit in Deutschland als eine schöne, aber arbeitsreiche Zeit in Erinnerung...Insgesamt war ich da 17 Jahre...Aber ich bin Spanier, und zu Hause ist am Besten
  4. #4

    Hoffentlich

    erkennen die Entscheider in den Kultsministerien dieses Mal wie wichtig der Sprachunterricht für die Integration ist. Je früher und intensiver man eine Sprache erlernt um so besser. Das ist wie eine zweite Chance, Integration mal richtig anzugehen. Bei unserer demogafischen Situation sollten wir über jeden Menschen der aus Italien, Griechenland und Spanien zu uns kommt, froh sein und diese Menschen intensivst fördern.
  5. #5

    Die armen Menschen

    Was werden diese zivilisierten Europäer, die hier eine Zukunft suchen, bloss sagen, wenn sie merken, dass die deutsche Politik sie mit der Fachkräftelüge hereingelegt hat?
    Und das alles nur, um deutsche Löhne weiter zu drücken, während sich die Parlamentarier einen monatlich ZUSCHLAG auf dem Niveau eines Hartz IV Monatsbudgets gönnen.
    In den letzten drei Jahren haben allein die Erhöhungen, das Niveau eines Friseurinnen Gehaltes erreicht.
  6. #6

    dumm für drei Seiten

    1. die Schüler, die dringend ausgebildete Deutsch-als-Fremdprache-Lehrer brauchen
    2. die Schulen, die nicht vorankommen, weil die Schüler nicht verstehen
    3. die zahllosen DaF-Lehrer, die nicht in den Schuldienst dürfen, weil sie kein Staatexamen haben und "nur" zur Erwachsenenbildung zugelassen sind...
    Der Staat verar.... letztere mit Hungerhonoraren in Aussiedlerkursen, verweigert ihnen Dienst in Schulen und verlangt Pflichversicherungen, die jede Tätigkeit unsinnig machen, da alles gleich wieder weg ist. An Unis ist die Situation auch nicht besser, denn wer beschwert sich als Honorarkraft?
    Ich hoffe immernoch, dass man da oben aufwacht und erkennt, dass wir sowohl für Schulen als auch für Sprachkurse in Kliniken bei den Ärzten / Pflegepersonal ausgebildet sind und Arbeitsplätze effektiv geschaffen und besetzt werden könnten.
  7. #7

    Alternative Angebote nutzen

    Um eine Sprache zu lernen gibt es mittlerweile eine Fülle von Dienstleistern, die es insbesondere Kindern spielerisch ermöglichen eine Sprache zu lernen.

    Als Beispiele für komplett kostenlose Angebote möchte ich die Basisversion von www.babbel.de oder www.duolingo.com empfehlen. Wem das nicht genügt, der findet auf Seiten wie www.easy-languages.com günstige Privatlehrer, die die deutsche Sprache per Videokonferenz vermitteln.

    Die Angebote sind so gestaltet, dass sie mit einem Mindestmaß an Medienkompetenz und Zugang zu einem internetfähigen Gerät von jedem genutzt werden können. Die Aufgabe der Schule ist es diese Medienkompetenz herzustellen.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind Kinder der Euro-Krise, ihre Eltern hoffen auf einen Neuanfang in diesem Land: Immer mehr junge Griechen, Italiener und Spanier kommen nach Deutschland, stranden ohne Sprachkenntnisse in den Schulen. Viele Deutschkurse sind überfüllt, die Lehrer überfordert.

    Schüler aus Euro-Krisenländern: Überfüllte Sprachkurse - SPIEGEL ONLINE
    Ich kenne zwei deutsche Familien mit Kindern, die ausgewandert sind - die einen nach Frankreich, die anderen in die USA. Obwohl in den Familien weiter deustch gesprochen wurde und wird, kamen die Kinder (die Jüngste 6, der älteste 15) sofort in normale Schulen und haben dort die neuen Sprachen so schnell gelernt, dass sie nach weniger als einem Jahr normale Schulleistungen brachten. Die einzige Förderung bestand darin, dass in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis die Deutschsprachigen deutlich in der Minderheit waren.
  9. #9

    Hmmmm.....

    Hmm...ich sehe das, ehrlich gesagt, mit gemischten Gefühlen:

    Ich kann menschlich jeden verstehen, der in der Eurokrise zu uns kommt. Ich würde das selber nicht anders machen.

    Nur denke ich als Deutscher, wir sollten doch erstmal diejenigen, die jetzt schon bei uns sind, bestmöglich integrieren.
    Es ist das eine, eine Sprache zu erlernen. Wir können aber sehen, dass es in den Einwanderergruppen teilweise einen anderen Wertekanon gibt, dass auch Mentalitäten unterschiedlich sind.

    Das eine ist sozusagen die geistige, intellektuelle Ebene. Das andere ist die emotionale Ebene, im weitesten Sinne.

    Einfach mehr Einwanderung alleine bringt es nicht. Nein. Uns bringen doch nur dann Leute etwas, wenn sie hier wirklich Stellen besetzen können und damit zu unserem Gemeinwesen beitragen können.

    Bevor jetzt einer losschimpft:
    Man sehe sich bitte einmal die Stellensituation vieler Hochschulabsolventen an. Die Verträge sind doch oft Zeitverträge. Und die nehmen zu.

    Ich will nicht bestreiten, dass es in bestimmten Branchen und in bestimmten (vor allem ländlichen) Gebieten einen Mangel an qualifizierten Bewerbern gibt. Nur dann sollte man auch mal darüber nachdenken, wie es in der Schule heutzutage aussieht:
    Kernkompetenzen wie Mathematik oder Deutschkenntnisse werden nicht mehr so ausführlich gelehrt, wie es sein müsste.
    Die Lehrer stehen auch unter einem unheimlichen Druck. Eigentlich wäre mehr Zeit von Nöten. G8 halte ich deswegen für eine Katastrophe, mal nebenbei gesagt.

    Ich will nur sagen:
    Deutschland hat bereits jetzt genügend Potentiale. Die müssen nur ausreichend gefördert werden. Und wenn die Leute hier nicht genug Kinder kriegen, dann hauptsächlich, weil sie Angst vor unsicheren Arbeitsverhältnissen und Statuspanik haben.