Sexismus-Debatte: Vergesst Brüderle!

DPAWas geschah genau an der Maritim-Bar? Ist Laura Himmelreichs "Stern"-Text mutig oder perfide? Hat die Journalistin den Politiker nicht sogar kurz vor ihrer Anklage noch angelächelt? Die Debatte läuft schrecklich schief: Denn es gibt keinen "Fall Brüderle". Und schon gar keinen "Fall Himmelreich".

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-880145.html
  1. #1

    Zu...

    ...diesem Thema wurde schon alles gesagt. Nur noch nicht von jedem!
  2. #2

    Eher nur schlecht

    Weil es nur um eine Facette ging, hat der Stern das ja auch als Titelstory genommen. Alle Versuche, dieses dümmliche und dünne Gelaber im Nachhinein zu rechtfertigen, sind blanker Unsinn, wie die Story überhaupt.

    Ob man den Spruch als sexistisch empfindet, hängt wohl vom Betrachter ab. Ich denke, daß 90-95% der Bevölkerung der Meinung sind, daß dies nicht sexistisch sondern allenfalls am Rande des Geschmackvollen war. Die restlichen 10% sind anderer Meinung und das ist auch gut so in diesem, unsererm föderalen Lande.

    Ich bin zwar kein FDP Fan, aber ich denke Rainer Brüderle sollte auf den Unsinn einen trinken und ich denke alle Politiker wäre gut beraten, künftig keine jungen Journalistinnen mehr um sich zu dulden, es sei denn bei offiziellen Anlässen mit vielen Zeugen.
  3. #3

    Schon

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was geschah genau an der Maritim-Bar? Ist Laura Himmelreichs "Stern"-Text mutig oder perfide? Hat die Journalistin den Politiker nicht sogar kurz vor ihrer Anklage noch angelächelt? Die Debatte läuft schrecklich schief: Denn es gibt keinen "Fall Brüderle". Und schon gar keinen "Fall Himmelreich".

    Die schiefe Debatte um Sexismus und Brüderle - SPIEGEL ONLINE
    eher auf den Punkt als die These vom untergehenden weißen Mann usw. Ich glaube viele Foristen, einschließlich meiner selbst, sind aufgebracht über die offenkundige Hinterhältigkeit, Hinterfotzigkeit und Heuchelei, die in dem Stern Artikel steckt, zumindest indem dieser Artikel sich aufhängt an einer doch recht harmlosen Situation die kaum etwas mit anscheinend existierenden sexistischen Äußerungen/Übergriffen in Abhängigkeitssituationen oder Pöbeleien auf der Straße hat. Oder konkret diskriminierendem Verhalten des männlichen Teils einer wichtigen Minderheit in Deutschland.

    Und wie gesagt, ich argumentiere aus meiner eigenen Lebenserfahrung heraus. Mir sind Frauen aus Berufssituationen (also Kolleginnen) in Privatsituationen höchst unangenehm, even wegen dieser Gefahr, falsch verstanden zu werden. Ich gehe eher zum Mittagessen mit Kolleginnen, mit denen ich nicht direkt zusammen arbeite, aber auch da bleibt alles Private, einschließlich privater Bemerkungen über Aussehen oder Privatleben außen vor. Das macht man einfach nicht.

    Und ich habe Kolleginnen und Freundinne zu ihren konkreten und persönichen Erfahrungen bezügl. Sexismus befragt, und da ist nichts, aber auch nichts an Erfahrungen.

    Aber nun arbeite ich in einem internationalen Umfeld, und weiß nicht was da abläuft in der Welt, die sich über Twitter äußert. Ich wüßte auch niemanden in meinem Bekanntenkreis, der Facebook oder Twitter gut oder aufregend findet. Aber das mag ja wirklich ein soziales Problem sein, und vielleicht sollte man das, was da über Twitter läuft nicht so hoch bewerten.

    Wenn allerdings irgendeine meiner Bekannten oder Freundinnen unangemessen "angemacht" würde, dann wäre ich der Erste der Stinksauer wäre und zu Gegenmaßnahmen raten würde.
  4. #4

    Was will der Dichter hiermit sagen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was geschah genau an der Maritim-Bar? Ist Laura Himmelreichs "Stern"-Text mutig oder perfide? Hat die Journalistin den Politiker nicht sogar kurz vor ihrer Anklage noch angelächelt? Die Debatte läuft schrecklich schief: Denn es gibt keinen "Fall Brüderle". Und schon gar keinen "Fall Himmelreich".

    Die schiefe Debatte um Sexismus und Brüderle - SPIEGEL ONLINE
    Daß die ganze Diskussion eine vom Zaune gebrochenen Farce ist, sieht jeder, der keine Tomaten auf den Augen hat bzw. nicht Teil der Kampagne ist. Die Selbstreferentialität der Medien hat in dieser "Diskussion" ein noch nie dagelegenes Ausmaß erreicht.

    Wie, lieber Spiegel online, wäre es mit Selbstkritik? Wie mit ein bißchen Transparenz? Auch im Wahljahr sollte die politische Agenda nicht ständig verschleiert werden.

    Die Öffentlichkeit ist nicht so dämlich, wie die Medien annehmen. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Die Medien werde dies nie akzeptieren. Stattdessen diskutiert eine Handvoll Aktivisten über die Oberweite einer Nachwuchsjournalistin. Also: Verschont uns mit dieser saudummen Meinungs-, ach was: Stimmungsmache. Es gibt keinen Fall Brüderle, es gibt nur schlechten Journalismus, dessen Selbstkontrolle sich in Luft aufgelöst hat.

    So bleibt Ihr nicht die respektierte Vierte Gewalt. So werdet Ihr politische Straßenschläger. Wollt Ihr das?
  5. #5

    ..gibts sonst nichts zu berichten?

    bitte nicht noch ein artikel zu dem diesem thema..irgendwann ist auch auch mal gut..

    da sieht man mal das es innenpolitsch sonst überhaupt nichts zu berichten gibt.. was macht die bundesregierung eigentlich gerade?? ..eierschaukeln.!!! nein frau merkel sicher nicht :D
  6. #6

    Lehrstück

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was geschah genau an der Maritim-Bar? Ist Laura Himmelreichs "Stern"-Text mutig oder perfide? Hat die Journalistin den Politiker nicht sogar kurz vor ihrer Anklage noch angelächelt? Die Debatte läuft schrecklich schief: Denn es gibt keinen "Fall Brüderle". Und schon gar keinen "Fall Himmelreich".

    Die schiefe Debatte um Sexismus und Brüderle - SPIEGEL ONLINE
    Kuzmany hat es nicht verstanden.

    Natürlich geht es nicht um Brüderle oder um eine unfähige Journalistin. Es geht darum, dass so ein Fall Herdenverhalten und Kollektivismus des minderintelligenten Volks zeigt, und dadurch systematische Mängel einer Demokratie.

    Es gibt keinen Ausweg aus der Herrschaft von Versagern und Kretins. Sie ist systemimmanent. Solche Absurditäten führen dazu, dass nach einem "Schwulen" und einem "Rassisten" auch ein "Sexist" eine gute Reputation hat.
  7. #7

    Wer regiert das Land?

    Scheinbar sind Journalisten die wahren Herrscher und bestimmen, wer abserviert werden darf (FDP) und wer hoffiert wird (eher Grün). Oder bestimmen doch Politiker und helfen in Ungnade gefallene Kollegen ins Abseits zu katapultieren (siehe Wulff)?
    Nur eines scheint sicher: Das Volk regiert nicht und Volksabstimmungen zu wichtigen Themen, wird es sobald in Deutschland nciht geben.
  8. #8

    optional

    ..."Die Debatte läuft schrecklich schief"... Was kann man von deutschen Spiegel oder Stern "(Journalisten)" mit und ohne Menstruationshintergrund auch schon erwarten???

    Wie wärs wenn man das Winterloch jetzt mal ganz einfach Loch sein läßt und über wichtigere Dinge berichtet, oder mal versucht nicht bei jedem Thema die eigene politische Ansicht dem Leser aufdrängen zu wollen!?!?!?!?!
  9. #9

    optional

    Gut, also in einem hat Herr Kuzmany recht: die Debatte läuft tatsächlich schief. Weil sie einseitig geführt wird. Gegenseitigen Respekt einzufordern ist völlig rechtens. Aber es funktioniert nicht wenn nur Fingerpointing in eine Richtung erfolgt. Sexismus gegen Männer ist allgegenwärtig in der Gesellschaft. Angefangen von den Kommentaren der unseligen Alice S. aus Köln zur Causa Bobbitt bishin zur Herabwürdigung der Hälfte der Bevölkerung als “arme kleine weiße Männerwürstchen” durch eine allseits bekannte Schmierpostille es gibt ihn, den Sexismus gegen Männer. Und eine Diskussion über gegenseitigen Respekt fängt an indem man die Probleme beider Seiten auf den Tisch bringt. Und das wurde in dieser Debatte wieder einmal versäumt. Und deshalb, ja – läuft sie schief.