Konzept gegen steigende Strompreise: Altmaiers unsichere Sicherung

dapdAlle sollen zahlen, und am Ende bleibt der Strompreis sicher: Peter Altmaiers neues Energiewende-Konzept nimmt Industrie und Ökos gleichermaßen in die Pflicht. Politisch ist das clever, doch fachlich ist das Konzept wenig fundiert.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-880082.html
  1. #10

    Die rotgrüne Ursünde bleibt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle sollen zahlen, und am Ende bleibt der Strompreis sicher: Peter Altmaiers neues Energiewende-Konzept nimmt Industrie und Ökos gleichermaßen in die Pflicht. Politisch ist das clever, doch fachlich ist das Konzept wenig fundiert.

    Analyse zu Altmaiers Strompreis-Bremse - SPIEGEL ONLINE
    Die im rotgrünen EEG festgesetzte völlig überzogene Förderung der Photovoltaik ist nun mal für 20 Jahre festgeschrieben. Was soll Altmaier dagegen tun.
    Allein dieses Jahr kostet diese PV-Förderung den Verbraucher 13 Milliarden Euro. Selbst die kommunalen Stadtwerke haben inzwischen ein Problem mit dieser Energiewende.

    "Immer mehr Kraftwerke auch kommunaler Eigentümer verdienten am Strommarkt kein Geld, zugleich fehlten vor allem in Süddeutschland Kapazitäten. Es könne nicht sein, dass nur noch „schmutzige“ Braunkohlekraftwerke Geld verdienten, „der ganze Rest nicht mehr und am Ende nur noch abgeschriebene ,Dreckschleudern‘ und übersubventionierte Erneuerbare ins Netz kommen“. Mit Blick auf die Energiewende beklagte er: „Da läuft einiges schief.“ - sagte VKU-Präsident Ivo Gönner der F.A.Z (Donnerstagsausgabe) in einem Interview."
  2. #11

    Zitat von vincent1958 Beitrag anzeigen
    ...voller Imponderabilien und behaftet mit "Rückwirkungsverboten".Entweder der Vorschlag scheitert im Vermittlungsausschuss des BR oder wg.rechtlicher Mängel spätestens nach einer Sammelklage der PV Anlagen Betreiber vor dem Bundesverfassungsgericht.....Vertane Zeit!
    Die Sammelklage als solche gibt es in Deutschland net, das wissen Sie auch und vertane Zeit ist das jetzt keineswegs. Nun kommen sich die Lobbies gegenseitig in die Quere und spätestens jetzt entlarvt sich die Energiewende als pseudogrüne Geldmaschine auf Kosten der Allgemeinheit, die den Irrsinn immer weniger bezahlen kann und ich bin mir sicher, dass auch Rot/Grün zurückrudern muss um wenigstens das Gesicht zu wahren. Mal schauen, wohin der Lobbykampf führt und wer unbedingt klagen will soll ruhig, denn solange die PV-Anlagen-Betreiber das öffentliche Stromnetz nutzen gibts keinen Grund sie bei den Kosten aussen vor zu lassen.
    Die Einspeisevergütung und die Entschädigung für net produzierten Strom nimmt man natürlich gern, das darf die Allgemeinheit via EEG bezahlen. Scheinheilige, verlogene pseudogrüne Doppelmoral mal wieder.

    Sammelklage
  3. #12

    Thema verfehlt, setzen, sechs.

    Das Problem sind noch nicht mal die 24 Mrd, die von den Blauplattenkönigen und Windmachern pro Jahr abgestaubt werden.
    Das Problem ist, dass der weit überwiegende Teil des EE-Stroms wieder vernichtet werden muss. Das belegen nicht nur unsere Erfahrungen beim Kraftwerksmanagement, sondern auch die Zahlen des stat. Bundesamtes.
    Wenn man jetzt die EE-Profiteure verpflichten würde, Gasturbinen zu betreiben (z.B. als Genossenschaft), dann könnte der EE-Strom auch genutzt werden. Weil die Einspeisung dann kontinuierlich und nicht nach Wetterlage erfolgt.
    Nachdem die Hirngespinste (Norwegen, Pumpspeicherwerke) langsam aus der Diskussion verschwinden, kann der einzig realen Speicheroption wieder mehr Raum gegeben werden: Aus CO2 + Wasser + Energie kann man Methan (=Erdgas) machen. Leitungen und Speicher gibts da schon.
    Hauptproblem: Der Windstrom muss sich (geänderte Technik, geänderte Geometrie, Berücksichtigung der Schwachwind-Ernte) für
    4 Cent Kwh herstellen lassen. Dann kann man für unter einen Euro einen Kubikmeter Erdgas bekommen. Und der kann dann
    a) mit einem ErdgasCent subventioniert werden - das kann uns die Versorgungssicherheit schon wert sein.
    b) mit Vorrang eingespeist werden; dann importieren wir halt weniger aus Rußland.
    c) zum Betrieb von Gasturbinen genutzt werden, die Windflauten
    ausgleichen.

    Nebbich: mit Erdgas kann man auch prima Auto fahren. Und LKW. Und Bus.
  4. #13

    Jetzt müssen Modelle her,

    die eine Selbstvermarktung des erzeugten Stroms ermöglichen. Bislang darf ich ja nicht einmal meine Miter mit dem Strom aus der eigenen PV-Anlage versorgen. Solange kleinräumige lokale Lösungen nicht möglich sind, wird das nichts mit der Energiewende.
  5. #14

    Wiederwahl, nicht Sinn des Tuns

    "So versiert der Vorschlag politisch ist, so wenig fundiert ist er fachlich." Stimmt. Wohlverstanden: Peter Altmaiers Aufgabe ist in erster Linie, Angela Merkels Wiederwahl im Herbst 2013 zu unterstützen. Stromkosten, Effizienz, Umweltschutz oder ein erkennbarer Sinn des eigenen Tuns sind zweite Priorität, wenn überhaupt. Genau wie die Energiewende wenig mit Umweltschutz oder Nuklearsicherheit, dafür aber viel mit ebendieser Wiederwahl zu tun hat.

    Was zählt ist nicht der tatsächliche Sinn des Ganzen, sondern das was sich als Sinn an eine nicht- bis halb-informierte Wählerschaft verkaufen läßt. Große Teile dieser Wählerschaft wollen gerne an die Rettung der Welt durch einen deutschen Alleingang glauben. Und genau dieser Glaube gewinnt Wahlen, nicht die Zahlen auf der Stromrechnung und schon gar nicht irgendwelche unpersönlichen Experten, die zwar sachlich etwas von Energie verstehen, aber emotional keinen Wähler erreichen. Also weiter im absehbaren Text. Nächster kommunikativer Halt: die Industrie fürchtet um Arbeitsplätze? Die Solarlobby fürchtet auch um Arbeitsplätze, nur andere? Die Energiewende-Lobbyverbände fürchten gleich um die ganze Rettung der Welt? Wir sind gleich wieder da, gleich nach der Werbung...
  6. #15

    billige Tricks

    insbesondere der Eingriff in bestehende Förderunf. Entweder der Eingriff ist so klein, dass er damit durchkommt. Dann bringt es auch nix in Bezug auf die Höhe der Umlage. Oder es bringt was, dann ist es ein glatter Rechtsbruch und der erste Kläger kippt sein Konzept vor Gericht.

    Das nervt mich so an dieser Regierung: handwerklicher Pfusch wird noch dreimal weiter verpfuscht. Am Ende ist nur noch Murx übrig.
  7. #16

    Ankündigungminister

    Zitat von jumbing Beitrag anzeigen
    Dies ist nicht mehr als ein scheinheiliges Manöver angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl. Traurig, daß diese Regierung bei der
    Energiewende nicht mehr zu bieten hat und die Chancen, die hierin liegen, nicht erkennt, geschweige denn nutzt.
    Ruhig bleiben.
    Dieser Platzhalter für einen Ministerposten ist bisher ausschließlich durch Ankündigungen in Erscheinung getreten.
    So war es sich auch heute auf der PK nicht zu schade stolz grinsend ein DIN-A4-Blatt in die Kameras zu halten.
    Ein Blatt - sein ganzes Konzept.
    Aber wirklich umgesetzt hat er bisher nicht ein einziges seiner Projekte / laut angekündigten "Reformen".
  8. #17

    Na

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle sollen zahlen, und am Ende bleibt der Strompreis sicher: Peter Altmaiers neues Energiewende-Konzept nimmt Industrie und Ökos gleichermaßen in die Pflicht. Politisch ist das clever, doch fachlich ist das Konzept wenig fundiert.

    Analyse zu Altmaiers Strompreis-Bremse - SPIEGEL ONLINE
    das finde ich doch, totz des SPON gemäkels was aber wohl dazu gehört, mal einen positiven Ansatz. Hoffen wir in unser aller Interesse, dass diese Ansätze nicht im parteipolitischen Gegeneinander nicht komplett zerrieben werden.
  9. #18

    Lärchlich

    Selten so gelacht. Die EEG- Umlage begrenzen, wenn es sonst nichts ist, Herr Altmaier!
    Die skrupelloseste und mächtigste Lobby Deutschlands soll auf etwas verzichten? Selten so gelacht.
    Was haben die uns alles versprochen! Nach ein paar Jahren EEG ist die Solarinsturie ein weltweites Aushängeschild. Übrig geblieben sind Pleiten, Gier, aber keine Arbeitsplätze.
    Das sich der Eigentümer von Solarworld noch für vierzehn Millionen Euro die ehemalige Gotschalk Villa kauft um sein Jagdrevier zu vergrößern und am nächsten Tag bekannt gibt, wir stehen kurz vor der Pleite wird außer im Handelsblatt in keinem deutschen Presseorgan überhaupt noch berichtet.
    Die produzierende Industrie die seit Jahrzehnten in diesem Land für Wohlstand und Steuereinahnen sorgt, soll nun das Versagen der Solarindustrie finanzieren.
  10. #19

    Hm, bei der Schnellabschaltung

    Zitat von vincent1958 Beitrag anzeigen
    ...voller Imponderabilien und behaftet mit "Rückwirkungsverboten".Entweder der Vorschlag scheitert im Vermittlungsausschuss des BR oder wg.rechtlicher Mängel spätestens nach einer Sammelklage der PV Anlagen Betreiber vor dem Bundesverfassungsgericht.....Vertane Zeit!
    der KKW gegen bestehende Gesetze konnte es Ihnen nicht schnell genug gehen :-)
    und die Klagen der Energiekonzerne wegen Bruch der Rechtssicherheit waren auch ein Beschimpfung wert