Flaggschiff-Initiative: EU gibt Milliarden für Wundermaterial und Hirnsimulation

CorbisDie Pläne der Wissenschaftler sind futuristisch, manche grenzen an Größenwahn: Die EU hat zwei von sechs Großforschungsprojekten ausgewählt, die jeweils mit einer Milliarde Euro gefördert werden. Es geht um ein neues Wundermaterial und die Simulation des menschlichen Gehirns.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-880003.html
  1. #50

    Na immer noch besser

    als Milliarden in der Banken"rettung" zu versenken.

    Die Wissenschaft kommt in Europa eh viel zu kurz. Absahnen tun immer noch die großen Eliteunis und Think Tanks in den USA (wo auch jeder halbwegs gescheite Wissenschaftler aus Europa hingeht, da die Forschungsbedingungen hier teilweise unter aller Sau sind).

    Hoffentlich bleibt das nicht nur ein Strohfeuer für zwei (riskante) Prestigeprojekte. Vielmehr sollte man vielleicht auch über die Einführung eines EU-weiten Wissenschaftsfonds nachdenken, eventuell auch nach dem Modell Alfred Nobels: Von den Lizenzrechten, die an die Wirtschaft ausgegeben werden, kann sich der Topf selbst finanzieren.
  2. #51

    Zitat von Bezahler Beitrag anzeigen
    Das wsird doch nur Fütterung der Bildungsbürgerkaste.Da kann nichts herauskommen.Alles mit Verwaltungsbeamten überfrachtet. Die 2 Mrd sind so für ca. 15000 Tröge über eine Zeit von max 5 Jahre gut.Die Absahner laufen sich ja schon warm.Das Geld wird,so wie alles in dieser Eu,einfach über die Zeit verschmiert.Erfolgskontrolle wird`s nicht geben.Eine rechtzeitige Aufstockung wird beantragt.Es wird eine bis an die Berstgrenze aufgeblähte Dauergeldverbrennungsmaschine wie alle anderen EU Institutionen bislang auch.Nichts ,aber auch gar nichts, spricht dagegen!
    Ähm, wie stellen sie sich Erfolgskontrolle vor? Wenn sie den Erfolg kennen, dann brauchens sie keine Forschung mehr, dann sind sie Hellseher und sollten besser ihr Glück beim Lotto einsetzen!

    Und "Geld" wird nicht verschmiert , es entfaltet seine Wirkung nur bei "Benutzung" und zwar im a) Lebenserhalt der Menschen und b) in einer lebenswerteren Umwelt .. aber "behalten bringt ihnen überhaupt nichts" ..
    Wenn es nach ihnen ginge, dann würden die Menschen noch in Höhlen hausen , oder würden mit Pferden durch die Landschaft reiten!

    Ihre Sprüche von "ist überflüssig" können sie nachlesen , sind alle schon mal gebracht worden - als die Eisenbahn erfunden wurde , genauso als das Auto erfunden wurde .. zu teuer , zu gefährlich, braucht keiner .. und als die Computer 1984 für die Öffentlichkeit publicziert wurden konnten sie bis 1990 aber noch in jeder Zeitschrift - egal ob fachzeitschrift oder Publikumszeitschrift lesen:

    "Computer sind eine spielerei und das Internet wird niemals eine wirtschaftliche Bedeutung erlangen weil es dafür keine Anwendungen gibt, und das alles reine Geldverschwendung ist"!

    Sie schreiben hier in einem Forum , was es mit ihrer Einstellung überhaupt nicht geben dürfte , was pure Geldschwendung und überflüssig ist - gelle!

    Könnte es sein das ihre Einstellung schlichtweg einfach überflüssig ist - Ich denke schon!
  3. #52

    Zitat von neu_ab Beitrag anzeigen
    Wenn die Simulation eines menschlichen Gehirns geeignet sein sollte, die unnützen 35.000 "EU"-Sesselbegaser überflüssig zu machen, könnte ich dieses Vorhaben glatt sympathisch finden.
    Versuchen wir es mal ohne die Spiegel-übliche Häme.

    Im Vergleich zur nationalen Ebene ist der EU-Haushalt relativ klein: Er macht etwas mehr als 1 % des europäischen Bruttonationaleinkommens aus. Dies liegt vor allem daran, dass die wichtigsten Umverteilungssysteme, etwa das Sozialsystem, weiterhin auf nationaler Ebene angesiedelt sind.

    Der Gesamthaushalt der EU für 2010 betrug 141,5 Milliarden Euro. Die beiden wichtigsten Ausgabenposten sind die Gemeinsame Agrarpolitik sowie die Regionalpolitik der Europäischen Union, die jeweils rund 35 % des Gesamtetats ausmachen. Für die oft geschmähte, aufgeblähte Verwaltung wird 6% ausgegeben.

    Der Großteil der Einnahmen sind die Zahlungen der Mitgliedsländer nach ihrer Wirtschaftskraft (mit der Ausnahme von Großbritannien – Briten-Rabatt).

    Vor diesem Hintergrund ist die jetzt mit bombastischem Gedöns angekündigte Forschungsförderung einfach lächerlich.

    Dazu kommt, wie Herr Dambeck richtig schreibt: „Die Finanzierung ist allerdings noch nicht endgültig gesichert, weil das Geld nicht nur direkt von der EU, sondern auch aus anderen Quellen fließen soll, etwa von privaten Initiativen oder aus dem Forschungsetat von einzelnen Staaten oder Organisationen.“

    Hier werden die EU-Bürger noch zusätzlich veralbert, denn man gibt das Geld anderer Leute aus und erwartet Lob dafür. Ich hoffe, das flagship project wird nicht als Grund dafür herangezogen, um die Verwaltung auszubauen.
  4. #53

    Zitat von bikenstrings Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt, ist der Gedanke, ein maschinelles-menschliches Gehirn
    demnächst realisiert zu haben, für mich ein deprimierender Gedanke.
    Meiner Ansicht nach ist alleine die Automatisierung vor allem
    wiederkehrender Arbeitsvorgänge hauptschuldig an der hohen
    Arbeitslosigkeit.
    Wenn jetzt (hoffentlich in nicht allzu naher Zukunft) auch Arbeitsplätze
    wegrationalisiert werden, für die man Abitur, Studium (echte:-) Doc-Titel
    braucht, wer soll dann das Geld verdienen, um mit den gekauften Wirt-
    ...
    Ähm, fürs Produzieren brauchen sie nicht auf Brain zu warten - weil eine eigenschaft der Produktion prinziell immer ihre Erlernbarkeit von zwei Leuten ist - und damit "Lehrbar". Im Prinzip können das die normalen Computer schon immer besser , und für Produktive Prozesse wird das in absehbarer Zeit so oder so kommen!

    Allerdings wird natürlich wenn der Mensch nicht mehr benötigt wird auch kein Geld mehr benötigt - den "Geld" diente immer nur dem "Verbrauch den Menschen nunmal an primär Energie haben (Materie stellen sie ja keine her")

    Insofern erledigt sich das Geld-System von selber - weil es nur auf dem notwendigen Zwang der Menschen selber beruhte ihre Nahrung und alles mit Hand /Maschine herzustelle .. und wo keine Hand mehr , da auch kein Geld!

    Für kreative Berufe ist das nicht so - allerdings kommt da der "andere Mensch" als Zwang, den es ist schlicht erstmal egal was sie als Musik, als Gedicht oder sonstiger Kreativität bringen , das "Ergebnis" gibt es nur im Kopf der anderen - also KÜnstler werden sich mal darauf zurückbesinnen müssen das ihre Werke erst "Wert" bekommen wenn sie jemand hört/sieht und nicht weil da jemand "Geld für ungehörtes verlangt"!
  5. #54

    An alle die Angst vorm "künstlichen Gehirn" haben

    Habt ihr zu viele schlechte Science-Fiction-Filme gesehen? Habt ihr den Artikel überhaupt gelesen?

    Es geht doch nicht darum, eine künstliche Intelligenz zu schaffen die uns alle überflügelt. Es soll ein Modell des Gehirns erstellt werden, um die Funktion und Krankheiten besser zu verstehen. Nicht mehr und nicht weniger.

    Manche Leute kommen auf Ideen...
  6. #55

    Die einzigen Themen ohne Totalitären Nutzen

    Wenn ich mir die anderen Themen anschaue, hat die Jury die sozial verträglichsten genommen. Eine Simulation der Bevölkerung und Ökonomie, zur Politiksteuerung, das lässt einen ja nur kalt schaudern, permanente Überwachung und Ersatz sozialer Kontakte durch Maschinen... Das wären Albtraumprojekte.
  7. #56

    Freie Energie

    Zitat von molesman Beitrag anzeigen
    ...diese hätte man fördern sollen. Und bevor mich jetzt jemand wüst beschimpft wäre es extrem ratsam zu googeln zu dem Thema dass alles andere als eso-Unsinn ist. Schade dass wir noch immer eine "Welt-Scheibe" und "Scheiterhaufen-Denkweise" haben. Wir könnten schon so weit sein auf big blue. (Google Textsuche zu THRIVEMOVEMENT, Herrn Tutur, Klaus Volkamer..."
    zu erforschen wäre tatsächlich eine Milliarde Euro wert. Nur wenn man die und die Nutzung selbiger entdecken würde dann wäre das vermutlich sogar ein schuss ins Bein, denn der Energiesektor würde komplett zusammenbrechen.

    Hier ein kurzer und sehr interessanter Trailer zur Raumenergie/ Vakuumenergie und der Forschung des Prof. Dr. Claus Turtur:

    Experimenteller Nachweis der Raumenergie - YouTube

    Beim Gehirnforschungsprogramm da bin ich mir übrigens jetzt schon sicher: das wird wohl nichts.

    Insgesamt aber immer positiv wenn die Wissenschaft gefördert wird und nicht endlose unsinnige Kriege!
  8. #57

    Zitat von molesman Beitrag anzeigen
    ...diese hätte man fördern sollen. Und bevor mich jetzt jemand wüst beschimpft wäre es extrem ratsam zu googeln zu dem Thema dass alles andere als eso-Unsinn ist. Schade dass wir noch immer eine "Welt-Scheibe" und "Scheiterhaufen-Denkweise" haben. Wir könnten schon so weit sein auf big blue. (Google Textsuche zu THRIVEMOVEMENT, Herrn Tutur, Klaus Volkamer..."
    Ich bin ganz Ihrer Meinung! Leider ist das Thema in bestimmten Kreisen nicht sehr beliebt. Auch in der Bevölkerung ist dieses Thema weitestgehend unbekannt.

    Zu tief wären die gesellschaftlichen und kulturellen Einschnitte. Schließlich haben wir alle gelernt von Nichts kommt Nichts! Außerdem würde unser jetztiges Wirtschaftssystem nicht überleben, wenn Energie "frei" wäre und das will ja keiner! Die Mehrheit will lieber als Arbeitssklave tätig sein.
  9. #58

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Pläne der Wissenschaftler sind futuristisch, manche grenzen an Größenwahn: Die EU hat zwei von sechs Großforschungsprojekten ausgewählt, die jeweils mit einer Milliarde Euro gefördert werden. Es geht um ein neues Wundermaterial und die Simulation des menschlichen Gehirns.

    EU-Flaggschiff-Initiative: Forscher erhalten Milliardenförderung - SPIEGEL ONLINE
    Zu dem Graphen kann ich nichts sagen, da kenne ich mich nicht aus.

    Gegenüber der Gehirn-Simulation bin ich allerdings ziemlich skeptisch. Muss jedoch einem Vorredner widersprechen: Es ist keine Sache für BOINC. Der Ansatz funktioniert nur für Aufgaben, die sich parallelisieren, also in voneinander losgelöste Teilaufgaben zerlegen lassen. Das Problem am Gehirn ist aber, dass alle Komponenten ständig miteinander interagieren, und dabei einen großen funktionalen Komplex schaffen, der nicht getrennt zu betrachten ist. Die fehlenden Möglichkeiten der Problemdekomponierung sind wohl auch der Grundgedanke, den die Wissenschaft hier zu lösen versucht. Allerdings glaube ich nicht, dass das von Erfolg geprägt sein wird. Die Neuroinformatik gibt es schon lange, und sie hat bis heute keine nennenswerte Einsatzgebiete. Die grundlegende Idee, das Gehirn zu simulieren, stieß an seine Grenzen, weil die Abläufe viel zu kompliziert für eine realitätsnahe Simulation sind, und die Zahl der Neuronen (entspricht etwa der geschätzten Anzahl von Sternen im Weltall) gleichzeitig jegliche erdenkbare Rechenkapazität bei weitem überschreitet. Im schlimmsten Fall kommt wieder nur das heraus, was wir schon wissen: Die eine Gehirnregion tut dies, die andere tut jenes. Die eine erkennt Möbel, die andere Gesichter. Aber vielleicht gelingt ein kleiner Durchbruch, der auch ein neues Kapitel in der computergestützten Datenverarbeitung einleiten dürfte. Es bleibt, zu hoffen. Ich wünsche den Wissenschaftlern trotz aller Skepsis viel Glück und gutes Gelingen.
  10. #59

    Zitat von molesman Beitrag anzeigen
    ...diese hätte man fördern sollen. Und bevor mich jetzt jemand wüst beschimpft wäre es extrem ratsam zu googeln zu dem Thema dass alles andere als eso-Unsinn ist. Schade dass wir noch immer eine "Welt-Scheibe" und "Scheiterhaufen-Denkweise" haben. Wir könnten schon so weit sein auf big blue. (Google Textsuche zu THRIVEMOVEMENT, Herrn Tutur, Klaus Volkamer..."
    Die Menschheit ist dafür noch nicht reif. Erst wenn der letzte Tropfen Öl aus der Erde gepresst ist, wird man vielleicht mal drüber nachdenken.