Geschlechterdebatte: Was noch schlimmer ist als Sexismus

Corbis"Mit Frauen kenne ich mich aus": Sexismus ist eine von vielen Waffen im Berufsalltag - nur steht sie vor allem Männern zur Verfügung. Schlimmer als Herrenwitze findet Berufsberaterin Uta Glaubitz pseudowissenschaftliche Erklärungen für den großen Unterschied.

Uta Glaubitz: Sexismus als Machtinstrument im Berufsleben - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Da Frauen gebären, seien sie von Natur aus fürsorglicher und kooperativer
    Das ist aber nur solange Blödsinn wie das nicht von Feministinen selbst im positiven Sinne wie "das ist der Grund wieso Frauen in den zukünftig viel wichtigeren Softskills von Natur aus besser sind" verwendet wird, richtig?
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Mit Frauen kenne ich mich aus": Sexismus ist eine von vielen Waffen im Berufsalltag - nur steht sie vor allem Männern zur Verfügung. Schlimmer als Herrenwitze findet Berufsberaterin <i>Uta Glaubitz</i> pseudowissenschaftliche Erklärungen für den großen Unterschied.

    Uta Glaubitz: Sexismus als Machtinstrument im Berufsleben - SPIEGEL ONLINE
    Irgendwie passt es nicht zu dem Image von Frauen als geborene Weltenlenkerin und Führungskraft, wenn ein dumme Bemerkung und ein schiefer Blick ausreichen das Selbstvertrauen am Boden zu zerstören.

    Da es aber immer wieder sehr erfolgreiche Frauen gab und gibt, die ganz oben in Politik und Wirtschaft mitmischen, kann es nicht am Geschlecht liegen.

    Scheint also so, als ob die real existierenden Frauenförderungsmaßnahmen hauptsächlich Heulsusen in Positionen bringen, in die sie nicht gehören.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Mit Frauen kenne ich mich aus": Sexismus ist eine von vielen Waffen im Berufsalltag - nur steht sie vor allem Männern zur Verfügung. Schlimmer als Herrenwitze findet Berufsberaterin <i>Uta Glaubitz</i> pseudowissenschaftliche Erklärungen für den großen Unterschied.
    So schlimm es ist, dass solche Töne zum Berufsalltag gehören, frage ich mich doch, ob die Damen im Allgemeinen wirklich "besser" sind - Die Gespräche, die man ab und an mal in der Kaffeeküche, auf dem Flur oder in der Raucherecke mithören darf, lassen ehrlich gesagt das Gegenteil vermuten...
    Die Damen scheinen das ganze bloss weniger öffentlich zu veranstalten - ob das nun besser oder schlechter ist, sei mal dahingestellt...
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schlimmer als Herrenwitze findet Berufsberaterin <i>Uta Glaubitz</i> pseudowissenschaftliche Erklärungen für den großen Unterschied.
    Eine nur allzu populäre Sichtweise - aber eben nicht nur im Berufsleben, und eben nicht nur durch tattergreisige Altherrenchefs propagiert. Mit dieser Art verheerend unwissenschaftlichem Schwachsinn haben z.B. Barbara und Allen Pease eine ganze Menge Geld gescheffelt.
  5. #5

    Test

    Habe es hinter mir. Mal selbst versuchen.
    Benehmen Sie sich als Mann mal komplett asexuell bei Damen, die es gewohnt sind , sagen wir mal: umschwärmt zu werden (aber nicht platt mit Stammtischniveau). Seien Sie freundlich, aber schenken Sie nicht mehr das kleine Lächeln mehr. Tun Sie einfach mal nicht so, als würden Sie ein ganz kleines wenig die Dame attraktiv finden.
    Sie werden sich wundern wie groß die Rache für solch ein Verhalten werden wird. Sie erwartet dies Verhalten nämlich von Ihnen und vor ihrem eigenen Selbstwertgefühl. Sie wird Sie für diese vermeintliche Ablehnung als Frau bestrafen. Als Mann haben Sie diese Rolle - zumindest oft- zu erfüllen.
    Die Plattheiten sind damit nicht zu entschuldigen. Die Welt ist aber nicht so einseitig wie sie im Moment gerne dargestellt wird.
  6. #6

    Liebe Frau Glaubitz,

    "Sexismus...steht vor allem Männern zur Verfügung". Interessant. Auf dem Planeten Erde, von dem ich komme, steht Sexismus nicht nur Männern und Frauen zur Verfügung, sondern wird auch gegen beide Geschlechter eingesetzt. Beispielsweise kenne ich das heimliche Lästern über Kleidung/Frisur/Schuhe (häufig verbunden mit dem Wort Schl**pe) ausschließlich von Frauen über Frauen. Und Männer werden gerne mit übelsten Klisches bedacht (dumme, dauergeile Neandertaler). Schön, dass es auf Ihrem Planeten anders ist. Wenn mir die dauernde Diskriminierung zu viel wird (u.a. werden in dem von mir avisierten Berufsfeld bei gleicher Qualifikation Männer benachteiligt ... äh... Frauen bevorzugt) komme ich sie auf Ihrem Planeten besuchen. Intergalaktische Grüße!
  7. #7

    ja vieles stimmt

    und andersherum ist es doch so, dass es auch Männern gegenüber solche "einfachen" biologischen Schlussfolgerungen gibt. Männer sind immer auf Kampf aus, und können drum keinen Kompromiss schließen. Männer haben sich nie um die Kinder gekümmert, daher sehe ich es nciht ein, dass sie so lange im Vaterschaftsurlaub sind. Männer sind unsensibler, etc. pp.
    Ich persönlich finde es Schade, wie im zuge dieser ganzen Diskussionen momentan einfach beide Geschlechter übereinander herziehen, da sieht man erstmal wieviel Frust sich aufgestaut haben muss (und dass wir echt keine anderen Probleme zu haben scheinen).
  8. #8

    Steinzeit-Feminismus

    Oh je, irgendwo zwischen Alice Schwarzer und Charlotte Roche muss es doch eine zeitgemäße Interessenvertretung der Geschlechter geben. Vielleicht mehr Richtung Kooperaton? Immer druf uffen Kerl; wie sexistisch ist das denn?
    Kanns mir nicht verkneifen: die derzeitige "Bundesministerein für Familie..." ist da schon ein bisschen weiter. Vielleicht nicht Überragend, aber doch irgendwie mehr irdisch und gegenwärtig.
    Vorläufig begegne ich jeder Frau äußerst skeptisch bis ablehnend, für die ich nicht unattraktiv bin. Gott sei Dank sind das nur Wenige.
  9. #9

    Laut den Hobby-Evolutionsbiologen vorzugsweise mit einem Mann, der zwar nie da ist, dessen phantastische Gene aber für kräftigen Nachwuchs sorgen. Als ob ein Vater, der ab und zu durch Anwesenheit glänzt, nicht eine bessere Voraussetzung für den Lebenserfolg der Kleinen wäre.
    Nein, liebe Frau Dings Top-Expertin-Powerfrau: der Lebenserfolg der Kleinen hängt weniger von den "phantastischen Genen", sondern eher vom leckeren Einkommen des immer abwesenden Mannes. Und um das zu sichern, muss er arbeiten gehen. Doch, doch, wirklich schrecklich.