Mecklenburg-Vorpommern: Rückkehr der Kopfnote

dpaIm Nordosten sollen Schüler ab kommendem Schuljahr Zensuren für ihr Arbeits- und Sozialverhalten bekommen: Die rot-schwarze Koalition in Mecklenburg-Vorpommern will die Kopfnoten wieder einführen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/m...-a-880097.html
  1. #10

    Die Wissenschaft hat festgestellt ...

    Zitat von discipulus_neu Beitrag anzeigen
    Aktuelle Erkenntnise der Lehr-Lern-Forschung weisen schlüssig nach, dass Vermittlung von Person zu Person (Lehrer -> Lerner) nicht möglich ist. Der Lehrer ist vielmehr Lernbegleiter, Lerncoach und Lernassistent, der Lerner konstruiert sich das Wissen selbstständig.

    Das Problem liegt vielmehr am weitverbreiteten Frontalunterricht, der zu Aggression und Widerwillen bei den Recipienten führt. Ob da die Einführung von von Methoden aus der wilhelminischen Paukschule helfen kann, das bezweilfe ich.
    ... dass Marmelade Fett enthält...

    Gemäß diesem Kinderreim sind "Argumente" zu werten, die mit "Aktuelle Erkenntnise der Lehr-Lern-Forschung weisen schlüssig nach, dass ... " beginnen.

    Der folgende Teil: "Vermittlung von Person zu Person (Lehrer -> Lerner) nicht möglich ist." ist ebenso sinnleer, da die Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten vom Wissenden zum Unwissenden jahrtausendelang hervorragend funktionierte. Wenn jeder die historische Entwicklung des Wissens durch "Trial and Error" selbst durchführen müsste, stünden wir entwicklungsmäßig noch weit unter den antiken Kulturen.

    Genauso unsinnig ist das gebetsmühlenartige Dreindrechen auf den sog. Frontalunterricht. Das gebundene Unterrichtsgespräch (mit dem Lehrer im Zentrum) erfreut sich sogar größerer Beliebtheit bei den Schülern als Partnerarbeit, die individuelle Einzelarbeit ist sogar eine der unbeliebtesten Unterrichtsfprmen.
  2. #11

    Solange...

    Zitat von discipulus_neu Beitrag anzeigen
    ...

    Das Problem liegt vielmehr am weitverbreiteten Frontalunterricht...
    sich die rosarote Brause in den Köpfen der pädagogischen Linksfraktion nicht verflüchtigt, ist keine Abhilfe hinsichtlich unseres generellen Leistungsabfalls zu erwarten.

    "Ohne Fleiß, kein Preis!", das gilt weiterhin.

    Und da für das Lernen die LehrerPERSÖNLICHKEIT die größte Rolle spielt,
    kann man nicht viel erwarten, wenn linke Phrasendrescher weiterhin den Ton angeben!

    "Viel leisten, wenig hervortreten, mehr sein, als scheinen!" Das war das Motto, was über der Treppe meines Gymnasiums hing!

    Klugschwätzen kam da nicht vor!
  3. #12

    Der Name ist schlecht

    In der Sache OK. Verhalten in der Gemeinschaft gehört zur Ausbildung. Problematisch ist nur der blöde Begriff Kopfnote. Klingt wie Kopfgeld. Besser wäre Verhalten oder Betragen.
  4. #13

    Zitat von murphy83 Beitrag anzeigen
    Andererseits muss man an irgendetwas ja messen und vergleichen können - das ist mit den Kopfnoten jetzt wieder möglich.
    Soso, muss man das? Warum eigentlich? Und wer maßt sich an, das Verhalten eines (jungen) Menschen benoten zu wollen?

    Das ist nichts als eine Stärkung der Willkürmacht von Lehrer_innen.
  5. #14

    Super Sache

    So wie man seine Noten durch Fleiß und Lernen in Fächern verbessern kann, kann man auch sein Sozialverhalten anhand der Erfolge im Zeugnis messen und bessern. Die Lernsituationen in den Klassenräumen unterschieden sich doch wie Tag und Nacht zwischen der ehemaligen DDR-Schule und der BRD-Schule. Das lag auch an den Kopfnoten, denn damit war den Schüler/innen klar, dass ihr Verhalten durchaus beobachtet wurde. Besser als es still schweigend zu beobachten und dann die Eltern einzuladen und dann erst dem Kind Maßregel beizubringen, an einem Punkt, an dem es sich gar nicht mehr ändern kann und alle Chancen bereits vertan wurden.