Suchtberatung im Coffeeshop: Anonym und offen

DPASuchtberatung findet in den Niederlanden dort statt, wo Cannabis offen verkauft wird: im Coffeeshop. So erreichen Sozialarbeiter mögliche Abhängige direkt. Holland setzt dabei auf Pragmatismus statt auf Strafen - mit Erfolg. Kaum ein Land hat so wenige Drogentote.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...-a-879382.html
  1. #20

    Prinzipiell ein recht guter Artikel, gibt er doch offen zu, dass die niederländische Gesundheitspolitik die bessere ist.
    Was ich bemängele ist die Erwähnung von Cannabis und Drogentote in einem Atemzug.
    Man könnte den Eindruck gewinnen, dass da irgendein Zusammenhang besteht und Cannabis eben doch die "Einstiegsdroge" sei, die sie nachgewiesenerweise nicht ist. Einstiegsdroge ist aber die Illegalität.

    Ansonsten: Gerne mehr zum Thema! Berichte über Cannabis und dessen Prohibition und Stigmatisierung in unserem Landgehört in die Medien! Das ist leider viel zu wenig vertreten!
    Mein Blog zum Thema niederländische Drogenpolitik: keinwietpas.de
  2. #21

    optional

    "In den Niederlanden ist das Drogenkriegsproblem seit vielen Jahren offensiv angesprochen worden." müsste es heißen und Drogentouristen sind drogenkriegsflüchtlinge heute wurde im görlitzer park wieder gekämpft und verhaftet, man glaubt, hier wie sollte es anders sein, immer noch an den endsieg
  3. #22

    optional

    Es ist ja sehr schön, dass der Spiegel endlich auch mal über die Erfolge der niederländischen Drogenpolitik berichtet. Einen wichtigen Fakt hätten sie jedoch noch anfügen können: Auch der Konsum von Cannabis ist in den Niederlanden nicht stärker verbreitet als in Deutschland.
    Betrachtet man diesen Fakt, sind die über 100.000 Strafverfahren die in Deutschland jedes Jahr gegen Cannabiskonsumenten geführt werden ein schlechter Witz!
  4. #23

    Nur Kiffer

    Die Legalisierungsbefürworter sind doch mindestens genauso heuchlerisch wie die Gegner! Für 90% dürfte der Hauptgrund sein, dass sie Lust haben legal zu kiffen. Völlig ok, nur sagt das niemand so. Stattdessen wird immer davon geredet, wie toll diese Maßnahme sich auf Konsum und Opfer auswirken würde. Klar haben Alkohol und Nikotin mehr Menschen auf dem Gewissen. Aber: wäre Thc genauso verbreitet wie das Pils oder die Kippe, hätte das verheerende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft!
  5. #24

    Sozialpolitik

    Herr Dürr eröffnet seinen Artikel mit einer Kurzbeschreibung
    der Arbeit der Sozialarbeiterin Paula Schut. Angesiedelt haben
    Sie den Artikel aber unter der Rubrik Gesundheit.

    Mein Eindruck ist, die Niederlande sind Deutschland um
    einiges voraus, indem dort Drogenpolitik vor allem
    sozialpolitisch betrachtet wird. So hat man die Möglichkeit,
    Problemkonsumenten, von denen es nicht sehr viele zu
    geben scheint, ausfindig zu machen und zu beraten.

    In D. hingegen werden lediglich gesundheitspolitische
    Aspekte diskutiert, was seit mehr als 40 Jahren einen
    unerträglichen Stillstand in Sachen Drogenpolitik bedeutet.
    Ob Verbote zielführend sind, um Jugendschutz zu
    gewährleisten, fällt dabei unter den Tisch, erschwert
    das Auffinden von Problemkonsumenten, um Hilfe
    falls gefragt anbieten zu können.

    Die Sozialpolitik ist m.M.n gefragt, um in D. Missstände
    in der Drogenpolitik zu beheben. Sind Verbote sinnvoll
    oder behindern sie eine soziale Arbeit muss die Frage
    für eine zukünftige Diskussion lauten.

    Ich würde mich freuen, wenn Spiegelonline sich dessen
    einmal objektiv annehmen würde.
  6. #25

    Wie pingelig.....

    Zitat von mobos-welt.de Beitrag anzeigen
    Prinzipiell ein recht guter Artikel, gibt er doch offen zu, dass die niederländische Gesundheitspolitik die bessere ist.
    Was ich bemängele ist die Erwähnung von Cannabis und Drogentote in einem Atemzug.
    Man könnte den Eindruck gewinnen, dass da irgendein ....
    Kommen sie, seien sie nicht so streng, das war sicher ein reines Versehen und somit völlig unbeabsichtigt, dass man Cannabis und Tote zusammen erwähnt...

    Genau besehen schrieb man glaube ich sogar, dass es an der Beratung in den Coffeshops liegt, wo man diese Droge verkauft. Allerdinsg so wie ich diese Orte kenne, sidn dort recht gute Berater die lediglich vor einem Umstieg warnen. Aber sie können in DE nicht erwarten, dass so ein Gedanke akzeptiert wird....
  7. #26

    Keine Hoffnung für Deutschland

    Nach Jahrzehnten Diskussion gibt es immer noch keine Hoffnung auf eine Legalisierung von Cannabis. Selbst die immer spießiger werdenden Grünen, die mal antiautoritär angefangen hatten, kümmern sich mehr um Rauchverbote
    und Alkoholverbote. Der Trend geht leider eher zur bevormundenden Gesundheitsdiktatur.
    Dabei ist Kiffen eigentlich gesünder als Alkohol.
    Aber Rausch ist eh verpönt, auf dem Weg zum gesunden
    Volkskörper nicht mehr erwünscht.
    Parteien, die vielleicht was ändern könnten, wie die Piraten oder die Linken werden systematisch in den Medien gemobbt.
  8. #27

    .

    Zitat von olli0901 Beitrag anzeigen
    Klar haben Alkohol und Nikotin mehr Menschen auf dem Gewissen. Aber: wäre Thc genauso verbreitet wie das Pils oder die Kippe, hätte das verheerende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft!
    Und welche Auswirkungen wären das? Werden Sie doch mal konkret.
  9. #28

    Jahrzehnte alte Vorurteile...

    ...schürt dieser Artikel leider. Bei einem Coffeeshop handelt es sich also um eine "Drogenkneipe"... warum Orte, in denen die harte Droge Alkohol ausgeschenkt wird, nicht so genannt werden, ist mir schleierhaft. Auch die konstruierte Verbindung von Drogentoten und Kiffern ist hanebüchen, sollte doch jeder wissen, dass an Hanfprodukten noch nie jemand gestorben ist. Im Gegensatz zum Alkohol, an dem jährlich Tausende Menschen sterben, um ein Vielfaches mehr als an allen illegalisierten Drogen zusammengenommen.
    Solange legale Drogen wie z.B. Alkohol aus der Drogendiskussion ausgeklammert werden, ist sie rein ideologisch motiviert und deshalb nicht ernst zu nehmen.
  10. #29

    Ein bisschen Vernunft

    Es ist ja rührend dass nach 50 Jahren Kifferei in Deutschland wenigstens ein bisschen Vernunft in einem Artikel zu dem Thema durchscheint. Aber dennoch wird der falsche Eindruck erweckt als ob Cannabis eine Suchtdroge sei. In Deutschland mit seiner von den C-Parteien stur exekutierten Verfolgungspolitik gibt es ca. doppelt so viel Drogentote, das ist zumindest ein Fakt mit dem man etwas anfangen kann. Ganz zu schweigen von dem Menschen die sinnlos kriminalisiert werde,n und der Justiz die sinnlos mit diesen Fällen gebunden wird. Aber wir sind ja christlich = konservativ rechthaberisch.