Suchtberatung im Coffeeshop: Anonym und offen

DPASuchtberatung findet in den Niederlanden dort statt, wo Cannabis offen verkauft wird: im Coffeeshop. So erreichen Sozialarbeiter mögliche Abhängige direkt. Holland setzt dabei auf Pragmatismus statt auf Strafen - mit Erfolg. Kaum ein Land hat so wenige Drogentote.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...-a-879382.html
  1. #10

    Als

    auf beiden Seiten würde ich mir wünschen das in Bayern sich mal was ändert, die Polizei nicht harmlose Kiffer behandelt wie schwerverbrecher oder man sein Lebenlang mit den gesetzlichen Repräsalien zu kämpfen hat. Aber das wird ein Wunschtraum bleiben. Denn die Antwort ist einfach durch die Strafgelder wird soviel eingenommen (Strafbefehl von 1800,-- Euro für 2 Gramm Gras usw.) da kommen Steuergelder nicht hin. Die neumodernen jungen Staatsanwälte und Richter wenden sich raus mit der Meinung "So ist halt das Gesetz". Aber gesoffen werden darf bis zum Erbrechen. Und was ist das Ergebnis? Die Jugendlichen liegen mit 12 im Krankenhaus. Mein Bruder meinte selbst es sei legal und man habe keine Probleme mit der Polizei.

    Danke dafür ...
  2. #11

    Suchtberatung findet in den Niederlanden dort statt, wo Cannabis offen verkauft wird: im Coffeeshop. So erreichen Sozialarbeiter mögliche Abhängige direkt. Holland setzt dabei auf Pragmatismus statt auf Strafen - mit Erfolg. Kaum ein Land hat so wenige Drogentote.
    Tja und trotzdem hat der Bundestag am 17.01.2013 den Antrag "Legalisierung von Cannabis durch Einführung von Cannabis-Clubs" abgelehnt.
    Danke dafür an die Betonköpfe von SPD,CDU und FDP die weiterhin an der sinnlosen Prohibition festhalten. Dieses System bringt seit Jahrzehnten keinen Erfolg und alles was man zu tun hat ist weiterhin stur diesen Kurs zu fahren. Da wird dann z.B. das Argument des steigenden THC Gehalts vorgebracht. Allerdings ist dieser eine Folge der Prohibtion und kann somit nicht als Grund für diese herhalten. Da kann man nur sowohl Verstand als auch Moral dieser Leute anzweifeln die hier tausende von Bürgern gängeln und bevormunden. Wobei auch der Spiegel mit seinen Artikeln zu dieser weit verbreiteten Haltung beiträgt. So wurde hier wie in vielen anderen Medien die umstrittene Studie der Duke University of Durham mit dem platten Spruch "Kiffen macht dumm!" vollkommen falsch interpretiert.
    Mitlerweile sind die rechtlichen Folgen für einen erwachsenen Kiffer schlimmer als alles was ihm mit Cannabis durch den reinen Konsum passieren kann. Den Mythos von der Einstiegsdroge glauben sowieso nur noch die letzen Volldeppen.
    Der Antrag der Linken hätte das Potential gehabt um erwachsenen Menschen Zugang zu wenigstens halbwegs kontrolliertem Stoff zu verschaffen. Damit hätten diese keinen Grund mehr zu Dealern zu gehen die auch gern an Jugendliche verkaufen. Anstatt den Dealern den Markt kaputt zu machen und so die Jugend zu schützen, tut man lieber so als müsste man nur mit noch mehr Repressionen arbeiten. Dabei zeigen Länder wie die Niederlande oder Portugal seit Jahren, dass eine liberale Drogenpolitik eine viel bessere Wirkung hat. Natürlich würde so eine Politik nicht sofort alles verbessern aber das tut unsere momentane Drogenpolitik auch nicht. Seit mehr als 60 Jahren hat man kaum nennenswerte Erfolge hervorgebracht und fordert trotzdem noch mehr Zeit und Geld. Irgendwann ist aber mal Schluss und dann muss eine bessere Lösung her! Ihr habt versagt!
    Man sagt den Kiffern zwar "Lasst es doch einfach, dann müsst ihr nicht zum Dealer!" aber das nützt anscheinend nichts wenn man sich die Zahlen der letzten Jahre mal ansieht. Also muss man das Problem anders angehen. Wie kann man auch glauben eine relativ freie Gesellschaft mit Repressionen von Drogen befreien zu können, wenn man das nicht mal in Gefängnissen gebacken bekommt? Die Leute dort stehen und massiver Beobachtung und konsumieren bzw. handeln trotzdem munter weiter. Ich fühle mich einfach für dumm verkauft wenn mir jemand weißmachen will, dass man nur noch härter gegen Drogen vorgehen müsse.
    Das größte Armutszeugnis ist noch fast die Tatsache, dass die USA als Mutterland der Cannabisprohibition und Kopf des War on Drugs mitlerweile weiter sind als wir. Dort erlauben diverse Staaten Cannabis als Medikament und in zweien ist es sogar als Genussmittel für Volljährige relegalisiert.
  3. #12

    Unterliegen kritische Worte hier einer Zensur?

    Ganz schlechter Artikel, weil hier Drogentote und Cannabiskonsum fuer ahnungslose Leser in einen scheinbaren Zusammenhang gebracht werden. Doch es gibt keine Drogentoten durch Cannabis! Und Cannabis als eine Einstiegsdroge zu betrachten ist auch nur moeglich, weil durch die Beschaffung aus der Illegalitaet heraus oftmals auch Kontakt zu schlechtem Umgang hergestellt wird und von dort dann auch die richtig ueblen Substanzen bezogen werden koennen. Deshalb ist in Laendern mit vernuenftiger Rauschmittelpolitik Cannabis auch freigegeben, um diese Verquickung zu vermeiden. Genau deshalb gibt es in den Niederlanden weniger Drogentote, weil dort differenziert wird!
    Und zu einer Abhaengigkeit kommt es hoechstens psychisch, wenn Cannabis permanent als ein Mittel zur Realitaetsflucht genutzt wird, so wie auch exzessive Computernutzung, Fernsehen und andere Moeglichkeiten zur Realitaetsflucht abhaengig machen koennen. Physische Abhaengigkeit ist nicht zu erreichen, im Gegensatz zum z.B. Alkohol als Mittel fuer Schwerstabhaengigkeit.
    Das Wort "Drogenkneipe" ist uebrigens auch sehr toll gewaehlt vom Autor, sollte jedoch besser in Bezug zu jeder Kneipe gesetzt werden, in welcher Alkohol erhaeltlich ist. Ist dafuer einfach passender. Alkohol toetet wirklich und loest zudem auch noch das Gehirn auf!
  4. #13

    .

    In diesem Artikel werden leider Drogentote und Cannabiskonsum fuer ahnungslose Leser in einen scheinbaren Zusammenhang gebracht. Doch es gibt keine Drogentoten durch Cannabis! Und Cannabis als eine Einstiegsdroge zu betrachten ist auch nur moeglich, weil durch die Beschaffung aus der Illegalitaet heraus oftmals auch Kontakt zu schlechtem Umgang hergestellt wird und von dort dann auch die richtig ueblen Substanzen bezogen werden koennen. Deshalb ist in Laendern mit vernuenftiger Rauschmittelpolitik Cannabis auch freigegeben, um diese Verquickung zu vermeiden. Genau deshalb gibt es in den Niederlanden weniger Drogentote, weil dort differenziert wird!
    Und zu einer Abhaengigkeit kommt es hoechstens psychisch, wenn Cannabis permanent als ein Mittel zur Realitaetsflucht genutzt wird, so wie auch exzessive Computernutzung, Fernsehen und andere Moeglichkeiten zur Realitaetsflucht abhaengig machen koennen. Physische Abhaengigkeit ist nicht zu erreichen, im Gegensatz zum z.B. Alkohol als Mittel fuer Schwerstabhaengigkeit.
    Das Wort "Drogenkneipe" ist uebrigens auch sehr toll gewaehlt, sollte jedoch besser in Bezug zu jeder Kneipe gesetzt werden, in welcher Alkohol erhaeltlich ist. Ist dafuer einfach passender. Alkohol toetet wirklich und loest zudem auch noch das Gehirn auf!
  5. #14

    coffeeshops...

    ...haben sich in NL bewaehrt.von einer drastischen reduzierung habe ich nichts bemerkt.nach wie vor ist fast an jeder ecke des zentrums von amsterdam ein coffeeshop,cannabisrauchen das normalste der welt.ob die drogenbeauftragte der bundesregierung eine erklaerung hat,warum in D fast doppelt so viele menschen an drogen sterben.wurden die womoeglich von einer voellig stumpfsinnigen politik um das leben gebracht?tausende kiffer und kleindealer bevoelkern deutschlands knaeste.ist die repression selbstzweck,um eine verfolgungsindustrie am leben zu halten?polizisten,richter,juristen,gefaengniswaert er,psychologen,therapeuten,usw. werden sicherlich nicht fuer eine umkehr in der drogenpolitik sein!schoene gruesse noch aus amsterdam
  6. #15

    coffeeshops...

    ...haben sich in NL bewaehrt.von einer drastischen reduzierung habe ich nichts bemerkt.nach wie vor ist fast an jeder ecke des zentrums von amsterdam ein coffeeshop,cannabisrauchen das normalste der welt.ob die drogenbeauftragte der bundesregierung eine erklaerung hat,warum in D fast doppelt so viele menschen an drogen sterben.wurden die womoeglich von einer voellig stumpfsinnigen politik um das leben gebracht?tausende kiffer und kleindealer bevoelkern deutschlands knaeste.ist die repression selbstzweck,um eine verfolgungsindustrie am leben zu halten?polizisten,richter,juristen,gefaengniswaert er,psychologen,therapeuten,usw. werden sicherlich nicht fuer eine umkehr in der drogenpolitik sein!schoene gruesse noch aus amsterdam
  7. #16

    Hmmm also mein Weltbild gerät etwas ins Wanken, sicher ganz Holland kifft und definiert sich ausschließlich aus Frau Antje, Fußball, Gewächshäusern udn eben Kiffen.
    Soweit so schön passt das in mein Weltbild aber ich bin bisher davon ausgegangen das Jeder Holländer mit spätestens 40 den Löffel abgibt weil er kiffer ist!? Wie jetzt stimmt das alles etwa garnicht?
    Soweit bin ich noch bereit auf euch ein zu gehen und daran leicht(!) zu zweifeln.
    Der einzige "alte" Holländer den ich "Kenne" war Rudi Carell und der konnte nicht kiffen da er in deutschland wohnte und da wird man ja beschützt vor so bösen Sachen.
    Einige von euch schreiben das Alkohol eine gefährliche Droge ist, genau an dem Punkt werdet ihr UNGLAUBWÜRDIG!
    Die vorbilder der Nationalmannschaft machen Werbung für Bittburger und vor Jahren habe ich bei Gladbach an der Bande folgende Werbung gesehen "Jever" "Keine Macht den Drogen" dann nochmal "Jever" leute jetzt mal im ernst, Alkohol kann garnicht gefährlich sein und schon garkeine Droge!
    ich bin dafür das die Polizei sämtlich verfügbaren Einsatzkräfte (viele sind das ja nicht mehr) zusammen zieht und den Cannabissumpf in Deutschland endlich mal trocken legt!
    Achja in Holland sollte die Nto auch einmarschieren um dem Treiben endlich ein Ende zu bereiten koste es was es wolle....dann gehts uns allen wieder gut und wir könenn wieder reissäcke zählen die in China umgefallen sind
  8. #17

    Der SPIEGEL mal wieder...

    Zuerst freut man sich, dass vielleicht doch nicht wieder ein undifferenzierter Mist verzapft wird, und dann wird man jäh enttäuscht, weil man feststellen muss, dass doch undifferenzierter Mist verzapt wird!

    "Kiffen macht dumm!"... einige Monate später: "Macht kiffen dumm?".
    In diesem Artikel werden Drogentote und Cannabis fröhlich in einen Topf geworfen. Das Thema "Drogen" wird so behandelt, als ob der einzige Unterschied zwischen "Drogen" legal und illegal wäre. Die illegalen sind natürlich ganz, ganz gefährlich, weil man dies so in der Schule gelernt hat. Die legalen "Drogen" gibt es am besten gar nicht, denn Alkohol als Droge hat sich in den Köpfen der Menschen immer noch nicht etabliert.

    So wird hier fröhlich fabuliert in diesem Artikel und die Quintessenz bleibt: "Cannabis ist gefährlich und muss verboten bleiben."

    Grundsätzlich könnte es mir ja egal sein, da ich selbst nicht "kiffe", aber leider wird durch diese Art der Berichterstattung verhindert, dass sich Hanf in unserer Gesellschaft schnellstmöglich als Medizin etablieren kann.
    Die "Kiffen macht dumm"-Kampagne hat leider verhindert, dass ein sensationeller Durchbruch in der Krebsforschung in Deutschland publik wurde: Cannabinoide heilen (Brust-)Krebszellen!
    Leider konnte dies wohl nicht eine Woche nach der "Kiffen macht dumm"-Kampagne vermeldet werden. Warum reicht dies der SPIEGEL nicht einfach mal nach:
    http://www.huffingtonpost.com/2012/09/19/marijuana-and-cancer_n_1898208.html
  9. #18

    Der Krieg gegen die Drogen ist Gescheitert!

    Schluss mit der verlogenen Drogenpolitik:
    WDR 5 bericht : http://www.youtube.com/watch?v=-tagJ2hRlDI
  10. #19

    Keine Jugendlichen

    In einem Coffeeshop trifft man keine Jugendlichen an - höchstens junge Erwachsene. Jugendlichen ist der Zutritt zu Coffeeshops nämlich untersagt und das wird auch streng kontrolliert. Richtig ist, dass die Anzahl der Coffeeshops seit dem Rechtsruck in der niederländischen Politik (wir erinnern uns an Geerd Wilders und seine PVV samt islamophobem "Fitna"-Film) massiv reduziert wurde. Der Höhepunkt war mit der Einführung des Wietpas im Mai letzten Jahres (nur in den drei Südlichen Provinzen Limburg, Noord-Brabant, Zeeland) erreicht, der die Shops tatsächlich in geschlossene Clubs umwandelte. Problem war nur, dass auch die Niederländer den Shops fernblieben und die Touristen auf der Straße von eben den Gestalten "versorgt" wurden, die man eben mit der zuvor pragmatischen Politik in ihrem kriminellen Treiben ausgebremst hatte. Daher wurde das Club-Kriterium auch in der Regierungserklärung der neuen Koalition zwischen VVD und PvdA wieder gekippt und die Einführung im Rest der Niederlande zum 01.01.2013 ausgesetzt. Städte wie Nimwegen, die es kurzzeitig eingeführt hatten, sind schnell wieder zurückgerudert, da man auf den Straßen schnell unsichere Zustände hatte - wie jeder Sachkundige auch vorausgesehen hat. Eine etwas bessere Recherche wäre vonnöten. Ich bin Redakteur auf keinwietpas.de, wir berichten aktuell und deutschsprachig über die niederländische Cannabispolitik. Zur Widerlegung der Studie der Duke-University (Kiffen macht dumm) empfehle ich folgende Lektüre: http://antonioperi.wordpress.com/2013/01/15/kiffen-macht-doch-nicht-dumm/