Alternative Antriebe: Daimler schließt Brennstoffzellen-Kooperation

Daimler Die Brennstoffzelle startet durch: 2012 hatten BMW und Toyota eine Entwicklungsallianz angekündigt, jetzt gaben Mercedes-Benz, Renault-Nissan und Ford eine Kooperation bekannt. Durch die Zusammenarbeit soll die einzig verbliebene Problemzone der Brennstoffzelle beseitigt werden.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/a-880080.html
  1. #1

    Die optimale Lösung ist wohl eine Kombination

    von E-Motoren, Akku und Brennstoffzellenantrieb. Diese wird verschlafen und verschleppt. Bereits um das Jahr 2000 war bei BMW ein 7er mit Wasserstoffantrieb bestellbar. Unterschriebene Kaufverträge wurden nicht bedient.

    Zudem kann ich nicht erkennen, dass sich die Hersteller von der "Elektromobilität mit einem Akku als Energiespeicher verabschieden". Hiervon verabschieden tun sich in erster Linie die Lobbyisten und Fans herkömmlicher Verbrennungsmotorentechnik.
  2. #2

    Dejavu

    Ich werde den Verdacht nicht los, Artikel dieser Art schon vor mindestens zehn Jahren mehrfach gelesen zu haben. Immer wieder standen wir kurz vor dem praxistauglichen Einsatz. Ja, es gibt funktionierende Systeme ( Elektromobile, StartLab, EVE, FLYER Elektrovelos in Trostberg, Deutschland und Österreich - elfar.de ), aber den Durchbruch sehe ich noch nicht.
  3. #3

    Bereits 2000

    sollte der Wasserstoff-antrieb (in Kombination mit der Brennstoffzelle oder direkt in einen Verbrennungsmotor) kommen, dann 2007 und nun 2017. Ich bin wirklich absolut kein Fan von VW aber die arbeiten an einer Lithium-Luft Batterie, Die Amis an einer Silicium-Luft Batterie, die beide jeweils niedrigere Rohstoffkosten mit sich bringen und eine 5-10-fach höhere Energiedichte, wie die derzeitigen Li-ion Akkus. Damit könnte dann ein Tesla 2500 km weit fahren, was den allerletzten skeptiker überzeugen müsste. D.h. dass mit sicherheit auch 2020 kein Wasserstoff-auto in Serie kommt.
  4. #4

    Zitat von xpeten Beitrag anzeigen
    von E-Motoren, Akku und Brennstoffzellenantrieb. Diese wird verschlafen und verschleppt. Bereits um das Jahr 2000 war bei BMW ein 7er mit Wasserstoffantrieb bestellbar. Unterschriebene Kaufverträge wurden nicht bedient.

    Zudem kann ich nicht erkennen, dass sich die Hersteller von der "Elektromobilität mit einem Akku als Energiespeicher verabschieden". Hiervon verabschieden tun sich in erster Linie die Lobbyisten und Fans herkömmlicher Verbrennungsmotorentechnik.
    Nicht verschlafen und verschleppt, sondern immer noch weit entfernt von Praxistauglichkeit. Akkus sind bis heute nicht annähernd in der Lage, die erforderlichen Energiemengen zu speichern. Brennstoffzellen haben das Versuchsstadium nicht überschritten.

    Wasserstoffantrieb als solcher ist soweit ich weiß unproblematisch - das Dumme ist nur, daß er isoliert kein Problem löst - schließlich muß Wasserstoff erst erzeugt werden und eine entsprechende Infrastruktur aufgebaut werden. Und ein Wasserstofftank kann zwar mehr Energie speichern als heutige Akkus, aber bei weitem nicht so viel wie ein Tank Benzin. Teilweise ließe sich dieser Nachteil kompensieren, wenn die darin enthaltene Energie wenigstens verlustfrei in der Brennstoffzelle in Strom ungewandelt und effizient im Elektromtor eingesetzt würde. Aber durch die Verbrennung von Wasserstoff im herkömmlichen Motor muß man zusätzlich mit dem hohen Energieverlust dieser Maschinen leben. Das sind einfach zuviele Ineffizienzen zusammen!
  5. #5

    Der Run zur Brennstoffzelle

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Brennstoffzelle startet durch: 2012 hatten BMW und Toyota eine Entwicklungsallianz angekündigt, jetzt gaben Mercedes-Benz, Renault-Nissan und Ford eine Kooperation bekannt. Durch die Zusammenarbeit soll die einzig verbliebene Problemzone der Brennstoffzelle beseitigt werden.

    Alternative Antriebe: Daimler schließt Brennstoffzellen-Kooperation - SPIEGEL ONLINE
    hat begonnen. Letztendlich haben die absehbar nicht zu überbrückenden Hürden in der Schaffung einer bezahlbaren Infrastruktur für E-Fahrzeuge das Aus eingeleutet.
    Wasserstoff-Ladestationen gibt es bereits. Die betreffenden Hersteller könnten für einen sukzessiven Ausbau gewonnen werden.
    Und dass es Fahrzeuge bereits gibt, beweisen nicht nur Mercedes und Honda, sondern auch:
    Hyundai Motor Deutschland - News - Saubere Sache: Unser Wasserstoff betriebener ix35 FCEV gewinnt den FuturAuto Award 2013.

    Es bleibt zu hoffen, dass sowohl EU als auch Bundesregierung den Aufbau von Wasserstoff-Ladestationen umfassend fördert und sich nicht weiter illusionären Träumereien der E-Mobilität hingibt.
  6. #6

    Brenssoffzelle + Akku

    Zitat von xpeten Beitrag anzeigen
    von E-Motoren, Akku und Brennstoffzellenantrieb. Diese wird verschlafen und verschleppt.
    Genau das wird nicht verschlafen, sondern alle Prototypen die aktuell unterwegs sind weisen diese Kombination auf!
    Warum?
    A) Weil eine Brennstoffzelle im Teillastbereich einen grottenschlechten Wirkungsgrad hat, also wird die Zelle möglichst im Breich des optimalen Wirkungsgrad betrieben und die überschüssige Energie in einem Akku gespeichert.

    B) Weil eine Brennstoffzelle im Niedriglastbereich bei niedrigen Temperaturen einfriert. Deswegen wird von Start an die Brennstoffzelle stärker "befeuert". Auch hier muss die überschüssige Energie wieder irgendwo hin.

    Damit hat man eigentlich ein batterieelektrisches Auto mit H2-Range Extender.
    Leider sind die Kosten so hoch das ich der Ausssage im Artikel (5000 EUR Mehrpreis) nicht so recht glauben schenken kann. Die Preise die mir genannt wurden lagen bei allen Herstellern so bei ca. 150.000-200.000 für ein Mittelklasse-Auto (z.B. MB B-Klasse).
    Schau mer mal, dann sehn mer scho.
  7. #7

    Woes Diskussion Marktreife? Sicher ist eines der alternativen Systeme marktreif, aber nicht gewollt

    weder von der Industrie in DE und erst recht nicht von deren Vasallen. Die stellen dann auf Steuerzahlers Kosten ein paar Ladeseulen in parkplatzarmen Zonen auf, ohne dass diese dank parkverbot für nicht aufladbare fahrzeuge nutzbar wären... Genau wie diese Artikel ists es nur eine Alibi-Meldung, statt Hybrid, elektro oder Waserstoffmobilität klnnen und wollen die nur ihre alten Motoren augebohrt weiterverkaufen, merken aber nicht, dass das Konzept über die virteljahres-Zahlen hinaus nicht aufgeht.
  8. #8

    SPON ist gut beraten, mal bei

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Brennstoffzelle startet durch: 2012 hatten BMW und Toyota eine Entwicklungsallianz angekündigt, jetzt gaben Mercedes-Benz, Renault-Nissan und Ford eine Kooperation bekannt. Durch die Zusammenarbeit soll die einzig verbliebene Problemzone der Brennstoffzelle beseitigt werden.

    Alternative Antriebe: Daimler schließt Brennstoffzellen-Kooperation - SPIEGEL ONLINE
    den Herstellern für Wasserstoff nachzufragen, wie deren Ansicht zur Verbreitung von Wasserstof-Ladestationen aussieht.
  9. #9

    Zuweilen Schmerzt Wahrheit Mehr Als Lüge

    Die Brennstoffzelle fördert die Abhängigkeit des Verbrauchers weitaus mehr als die Batterie. Es ist einfacher Strom mit PV-Modulen zu generieren und in einer Batterie zu speichern als H2 zu generieren und zu speichern. Außerdem ist der Solarstromzyklus viel effizienter als der H2-Zyklus. Solarstrom kann jeder der will und macht sich dabei fast völlig unabhängig von den Geiern im Markt.
    Seitdem wir unsere zwei Pedlecs in der Familie betreiben, ist die km Leistung des Autos über die Hälfte geschrumpft.