Alter: Forscher finden Zusammenhang zwischen Gedächtnisschwund und Schlafmangel

picture-alliance/ beyond/ BreBaFördert Tiefschlaf die Gehirnleistung im Alter? Eine Studie zeigt einen Zusammenhang: Je schlechter der Schlaf, desto weniger graue Hirnsubstanz wurde beobachtet - entsprechend verschlechterte sich das Gedächtnis.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-879987.html
  1. #1

    Kausalität oder Korrelation (statt Beweis)

    [QUOTE=sysop;11870958]Fördert Tiefschlaf die Gehirnleistung im Alter? Eine Studie zeigt einen Zusammenhang: Je schlechter der Schlaf, desto weniger graue Hirnsubstanz wurde beobachtet - entsprechend verschlechterte sich das Gedächtnis.

    Diese etwas reisserrische Überschrift Kausalität oder Beweis stand so sicher nicht im Orginal. Es ist eher die Frage, ob es nur eine Korrelation gibt (mit einer noch zu findenden Ursache) oder ob entweder Schlafmangel oder Gedächnisschwund ursächlich ist.
    Beweise gehören bestenfalls in die Gerichtsmedizin.
  2. #2

    Ursache - Wirkung

    Bedingt fehlender Tiefschlaf weniger graue Substanz oder umkehrt? Diese Frage ist vermutlich an sich falsch gestellt. Die Zerstörung der grauen Substanz durch entzündliche Prozesse führt zur Aktivierung des angeborenen Immunsystems im Gehirn. Dadurch werden erhebliche Mengen chemischer Radikale freigesetzt (ROS). Die Radikale zerstören Melatonin, wodurch der erholsame Tiefschlaf nicht mehr möglich ist. Neuere Forschungsergebnisse (Ohno et al. 2012) zeigen, dass molekularer Wasserstoff als Radikalfänger hier erhebliche Verbesserung bringen könnte.

    Dr. Kurt Lucas
  3. #3

    Nach der FAcharztausbildung sollte man den kurativen

    Medizinbereich verlassen, der einem ständig den Nachtschlaf raubt. Das hier ist ein weiterer Hinweis, das Arzt sein früher sterben lässt. Es sei denn, nachts werden tatsächlich nur richtige Notfälle (sehr selten) und keine Befindlichkeitsstörungen behandelt, die auch auf das Tageslicht warten könnten.
  4. #4

    Zitat von bjuv Beitrag anzeigen
    Medizinbereich verlassen, der einem ständig den Nachtschlaf raubt. Das hier ist ein weiterer Hinweis, das Arzt sein früher sterben lässt. Es sei denn, nachts werden tatsächlich nur richtige Notfälle (sehr selten) und keine Befindlichkeitsstörungen behandelt, die auch auf das Tageslicht warten könnten.
    Hat man denn schon einmal getestet, ob Schlafmangel über Jahre hinweg, wie er in bestimmten Berufen wie den von Ihnen genannten Ärzten aber auch vielen anderen vorkommt, die Gehirnleistung oder graue Substanz beeinträchtigt? Hier geht es ja nur um den gestörten Tiefschlaf, denn Rentner können schließlich ausschlafen. Aber welcher Berufstätige kann denn heutzutage überhaupt ausschlafen unter der Woche? Wenn es da Ergebnisse dazu gibt, müsste unsere ganze Arbeitswelt umgestellt werden!
  5. #5

    @ sponuser2013 11.07

    Ich denke, es reicht der Verdacht. Denn eine Veränderung kann nicht rückgängig gemacht werden. Warum sollte manvon Ärzten mehr Altruismus erwarten, als die meisten selbst zu zeigen bereit sind? (Andere BErufe natäurlich eingeschlossen)
  6. #6

    schlafmangel ist IN!

    Ja, ist er! viel und flexibel arbeiten, gleichzeitig lebenslang lernen, familie gründen, ehrenamtlich arbeiten, "mündiger verbraucher" sein, politikinterssierter und -versierter staatsbürger, konsumieren, bloß nichts anderes als glücklich sein - ja, all das ist IN, raubt uns den schlaf und macht uns "dumm". das BIP aber, das wächst ;)
  7. #7

    das sehe ich auch so

    Zitat von spon-facebook-10000150727 Beitrag anzeigen
    Bedingt fehlender Tiefschlaf weniger graue Substanz oder umkehrt? Diese Frage ist vermutlich an sich falsch gestellt. Die Zerstörung der grauen Substanz durch entzündliche Prozesse führt zur Aktivierung des angeborenen Immunsystems im Gehirn. Dadurch werden erhebliche Mengen chemischer Radikale freigesetzt (ROS). Die Radikale zerstören Melatonin, wodurch der erholsame Tiefschlaf nicht mehr möglich ist. Neuere Forschungsergebnisse (Ohno et al. 2012) zeigen, dass molekularer Wasserstoff als Radikalfänger hier erhebliche Verbesserung bringen könnte.

    Dr. Kurt Lucas
    Ich denke Sie habes getroffen.

    Vor allem könnte man Schlafmangel erst mal sauber definieren.

    Manche sagen wenn man nicht mindestens 8 Stunden schläft dann schläft man zu wenig und hat folglich einen Mangel.

    Wenn dem so wäre könnte ich mich an nichts mehr erinnern. Seit meiner Kindheit schlafe ich nicht gerne. Mehr als 6 Stunden ist selten. Oft sogar nur 5 oder gar weniger. Mehr als 8 Stunden kann ich nur schlafen wenn ich krank bin.

    Die Qualität von meinem Schlaf ist dagegen sehr gut. Wenn ich mich ins Bett lege bin ich oft innert ein paar Sekunden weg. An Träume kann ich mich so gut wie nie erinnern.
  8. #8

    schon seltsam

    alles was früher selbstverständlich war, muß heute mühsam wieder gefunden werden. Es war doch so, man ist wenns dunkel wurde ins Bett gegangen und wenn der Hahn gekräht hat wieder aufgestanden und wie konnte es anders sein, frisch und munter konnte das Tagwerk in Angriff genommen werden. Vergeßlichkeit war dem Alter vorbehalten und nichts besonderes. Mit den heutigen Erkenntnissen wird immer wieder untermauert, daß wir einen unmenschlichen Weg eingeschlagen haben, dadurch krank werden und eigentlich zu einem relativ natürlichen Leben zurück finden müßten, heißt ja nicht daß wir zur Unwissenheit zurück kehren sollen und wieder zu Idioten (einfachen Menschen) mutieren.