Stuttgart 21: Deutsche Bahn soll Kostenexplosion aufklären

Deutsche Bahn/ Aldinger & WolfDie Deutsche Bahn soll auf Wunsch der Bundesregierung aufklären, warum die Kosten für den Bahnhof Stuttgart 21 in jüngster Zeit deutlich angestiegen sind. Nach SPIEGEL-Informationen wollen Kontrolleure nicht länger unkritisch hinnehmen, dass ein Projektende teurer als der Weiterbau wäre.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-879965.html
  1. #1

    Einundzwanzig

    Geradezu visionär ist der Name Stuttgart 21 - am Ende wird er 21 MILLIARDEN gekostet haben !
  2. #2

    game over

    - Die Bahn kommt!- 2009 Baustart Stuttgart 21. Jetzt Januar 2013 sagte der glühendste Befürworter des Projekts, der Fraktionsvorsitzende der SPD, Claus Schmiedel: Ein Bauzaun, ein Loch und sonst nichts! Aber von 3 Milliarden Ausstiegskosten reden. Er vergas leider zu erwähnen, dass es die Bahn in dieser Zeit immerhin geschafft hat, mit Hilfe der CDU/FDP den zweitpünktlichsten Bahnhof Deutschlands in eine Ruine zu verwandeln und den Nahverkehr in ein Chaos zu stürzen. Thank you for travelling with deutsche bahn oder um es mit Grube zu sagen: Cash in de Täsch is the name of the game! Oder auch –game over-
  3. #3

    Bau-Grube

    Wie hatte noch der Herr Grube einige Reporter von Frontal21 abgekanzelt?
    "Wie können Sie es wagen, mir ene derartig unverschämte Frage zu stellen? Das Projekt wird nicht teurer werden!!!! "

    Das ganze in einem Ton der höchsten Empörung, nur weil die Reporter fragten, wie er darüber denke, dass damals bereits der Bundesrechnungshof eine derartige Kostensteigerung voraus sagte.

    Alles klar, Herr Grube!
  4. #4

    optional

    Die Bahn hatte Mitte Dezember von einer Kostenexplosion bei dem Projekt berichtet: Im ungünstigsten Fall könne die neue Strecke inklusive Tunnelbahnhof in Stuttgart 6,8 Milliarden Euro kosten. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hatte damals erklärt, dass er bei dem umstrittenen Bahnhofsprojekt trotz der immensen Kostensteigerungen "kein Zurück mehr" sieht.
  5. #5

    Visualisierung S21 Bahnhof falsch - Täuschung

    Die gezeigte Visualisierung spiegelt nicht die Planungen wider. Die Bahnsteige sind schmäler, es gibt viel mehr Treppenauf- und abgänge, die die Bahnsteige schmäler (und voller) machen, es werden viel mehr Menschen auf den Bahnsteigen sich drängen (die Personenstromanalyse für den Brandschutz rechnet mit 16000 Menschen auf 4 (!) Bahnsteigen - ergibt im Schnitt 4000 Menschen pro Bahnsteig!), und es wird nicht so hell und freundlich sein wie dargestellt (der Beton und die Wände usw. werden mit der Zeit grau, die paar Bullaugen bringen viel weniger Licht in den Keller als hier suggeriert wird). Die gezeigte Visualisierung zeigt dem Betrachter einen großzügigen, hellen Bahnhof - das wird S21 gemäß den Plänen der Bahn aber nicht sein.
  6. #6

    Komisch...

    ...ich hätte erst mal auf die Antwort gewartet, bevor ich Grubes Vertrag vorzeitig um 5 Jahre verlängere.
  7. #7

    Zitat von umjo Beitrag anzeigen
    Die Bahn hatte Mitte Dezember von einer Kostenexplosion bei dem Projekt berichtet: Im ungünstigsten Fall könne die neue Strecke inklusive Tunnelbahnhof in Stuttgart 6,8 Milliarden Euro kosten. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hatte damals erklärt, dass er bei dem umstrittenen Bahnhofsprojekt trotz der immensen Kostensteigerungen "kein Zurück mehr" sieht.
    Es gibt kein Zurück, weil der alte Bahnhof zum Teil schon abgerissen wurde. Keiner wird es wieder aufbauen wollen.

    Wenn die Stuttgarter es wünschen, kann das Bauvorhaben meinetwegen für die nächsten 21 Jahre eingefroren werden. Einfach Baustellen stehen lassen und nicht weiter bauen, so werden die Kosten nicht weiter explodieren.
  8. #8

    Aufsichtsräte sichern sich ab

    Anders als beim Flughafen BER können die Aufsichtsräte der Bahn sich nicht darauf berufen, hinterher nichts gewusst zu haben. Die wirklichen Kostensteigerungsgründe entstehen ja erst im Laufe des Baufortschritts. Doch die Bahn hat mit dem Bauen in Stuttgart eigentlich noch gar nicht angefangen. Bisher wurden nur die Schritte unternommen, die weithin sichtbar Baufortschritt simulieren: Bäume fällen, Gebäudeteile abreißen, eine Grube ausheben und aktuell die blauen Rohre des Grundwassermanagements verlegen.

    Diesmal sind die Aufsichtsräte informiert, nicht nur vom Bahnvorstand, sondern auch diversen Initiativen, Befürworter wie Gegner des Projekts. Die Vertreter des Bundes wollen sich hier sicher Rückendeckung verschaffen. Sie genießen zwar eine Haftpflichtversicherung für Führungskräfte, welche die Bahn für sie abgeschlossen hat, doch zahlt die nicht bei Vorsatz, den eine zahlungsunwillige Versicherung gerne als Verweigerungsgrund herbeiführen wird.

    Ein direkter Vertreter des Bundes ist jedoch nicht bei den kritischen 3 Staatssekretären. Das ist der FDP Generalsekretär Patrick Döring. Aber vielleicht arbeitet der gerade seinen eigenen kritischen Fragenkatalog aus?
  9. #9

    im ungünstigsten Fall...

    wird Stuttgart 21 deutlich über 10 Milliarden Kosten. Mit einem genehmigungsfähigen Brandschutz wohl eher 15 Milliarden. Da wird unsere Kanzlerin noch ganz schön in Erklärungsnot kommen.

    http://www.stern.de/wirtschaft/news/brandschutzmaengel-s21-das-groesste-sicherheitsrisiko-des-landes-1908184.html

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-gruene-bahn-rechnet-mit-elf-milliarden.a745ded5-70f0-4550-80e3-63a695c91fbd.html