"Diane-35": Frankreichs Arzneiwächter prüfen Antibabypille von Bayer

CorbisHormonpräparate zur Empfängnisverhütung steigern das Thrombose-Risiko. Wegen vier Todesfällen hat die französische Gesundheitsbehörde nun eine Untersuchung gestartet. Es geht um das weit verbreitete Medikament "Diane-35".

http://www.spiegel.de/gesundheit/sex...-a-879951.html
  1. #1

    Nein, nicht schon wieder!

    Beim Cyproteronacetat handelt es sich eben nicht um eine synthetisches Testosteron-Derivat, sondern um ein ANTI-Androgen, also ein synthetisches Hormon, das dem Testosteron genau entgegen wirkt. Stellen Sie sich vor, Sie würden junge Frauen mit einem Testosteron-Derivat behandeln. Den Mädels würden auf einmal Barthaare sprießen und außerdem würden sie eine Oktave tiefer singen. Wenigstens hätten Sie dann etwas zum Schreiben. Schade, dass SPON wieder einmal nicht mit Kompetenz zu überzeugen weiß.
  2. #2

    Diane-35

    Es handelt sich bei diesem Medikament nicht um eine Antibabypille im herkömmlichen Sinn, sondern um ein Medikament zur Behandlung starker Akne, welches als "Nebenwirkung" Empfängnisschutz zeigt. In den meisten Ländern, u.a. auch Frankreich, ist es nur zur Aknebehandlung zugelassen. Nebenwirkungen sind seit langem bekannt.
  3. #3

    Haarspalterei

    Zitat von besserwissy Beitrag anzeigen
    Beim Cyproteronacetat handelt es sich eben nicht um eine synthetisches Testosteron-Derivat, sondern um ein ANTI-Androgen, also ein synthetisches Hormon, das dem Testosteron genau entgegen wirkt. Stellen Sie sich vor, Sie würden junge Frauen mit einem Testosteron-Derivat behandeln. Den Mädels würden auf einmal Barthaare sprießen und außerdem würden sie eine Oktave tiefer singen. Wenigstens hätten Sie dann etwas zum Schreiben. Schade, dass SPON wieder einmal nicht mit Kompetenz zu überzeugen weiß.
    es ist doch egal, wem wo welche Schamhaare wachsen. Das hier ist doch nur ein leichtes Glockengeläut in Richtung weltweite Schadensersatzklagen gegen Bayer. Und für die Zukunft wären dann auch nicht mehr so hohe Gewinne mit Diane & Co zu veranschlagen wie bisher. Eventuell kostet dies sogar einige tausend Arbeitsplätze. Guter Bericht mit kleinem Hormonfehler.
  4. #4

    Zitat von besserwissy Beitrag anzeigen
    Beim Cyproteronacetat handelt es sich eben nicht um eine synthetisches Testosteron-Derivat, sondern um ein ANTI-Androgen, also ein synthetisches Hormon, das dem Testosteron genau entgegen wirkt. Stellen Sie sich vor, Sie würden junge Frauen mit einem Testosteron-Derivat behandeln. Den Mädels würden auf einmal Barthaare sprießen und außerdem würden sie eine Oktave tiefer singen. Wenigstens hätten Sie dann etwas zum Schreiben. Schade, dass SPON wieder einmal nicht mit Kompetenz zu überzeugen weiß.
    Das macht in der Tat wesentlich mehr Sinn als das was SPON schreibt. 4 Todesfälle in 25 Jahren scheinen mir nicht extrem viel, wenn man bedenkt, wieviele Frauen dieses Medikament nehmen. Aber bei einem Medikament, das "nur" gegen Akne und zur Empfängnisverhütung gedacht ist, ist jeder Fall einer zu viel.

    Wenn das so weiter geht, wird die Pille irgendwann ganz verboten. Letzlich hat jede von ihnen dieses Problem mit den Thrombosen, nur die einen erhöhen das Risiko etwas mehr, die anderen weniger. Ein Medikament ganz ohne Nebenwirkungen gibt es leider nicht. Man muss sich einfach entscheiden, ob man den Frauen dieses Risiko noch zumuten will oder ob das Risiko zu groß ist.

    Zur Aknebehandlung gibt es im Übrigen noch Medikamente mit wesentlich größeren Nebenwirkungen: Roaccutan/Isotretinoin. Die können von Männern wie Frauen genommen werden, die Nebenwirkungsliste ist erschreckend - vielleicht sollte man hier über ein Verbot nachdenken.
  5. #5

    Ist ja toll

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hormonpräparate zur Empfängnisverhütung steigern das Thrombose-Risiko. ...[/url]
    Weshalb nicht mehr darüber?
    25 000 Tote / Jahr in D durch Med-NW
    Warnt sogar vor Vit. u.ä., an denen noch keiner gestorben ist.
    Medikamente: Jährlich 25.000 Tote durch Wechselwirkungen
    Vor den „so gefährlichen“ OMStoffen, aus nur 47 bestehen wir, verbreiten einige u. die an Krankheiten, nicht an der Gesundheit Aber-Mrd „verdienen“, Schauermärchen. Unwissende sollten sich in den Büchern vom Internisten Strunz,… genauer informieren, z.B. für Anfänger in Das Geheimnis Gesundheit,…Fussballfans glauben evtl. dem Arzt der Nationalmanschaft und von B.München, Müller-Wohlfarth, was er in seinen Büchern dazu schreibt.
    Thromben vermeiden OM-Dosen Vit. E mit Selen, Vit.C, Omega-3, dann braucht man den Vitaminräuber ASS o.ä. mit dessen neg. NW nicht.
    Viele Med., auch die Pille, sogar ASS sind starke Vitaminräuber, dann noch der Schlankheitswahn mit der Mangelernährung / Diäten hinzu oder gar noch das Rauchen (1 Zigarette vernichtet schon 25 mg Vitamin C, wielange reicht dann die Tagesdosis der DGE von 100 mg?) Das führt zu immer mehr Infarkten schon um 30, wir haben in der Reha in der Stadt.
    OM-Dosen B6,B12 und Fols. machen das Homocystein unschädlich, bei sehr vielen besteht ein Mangel.
    Ein hoher Vit C –Spiegel im Blut senkt die Blutgerinnungsst. Fibrinogen und den Faktor VII C, verbessert die Fliessfähigkeit des Blutes mit Vit.E u. o.g. .
    Mein Blut wurde so dünn „wie Wasser“, lediglich Nasenbluten bekommt man ganz selten wie die Eskimos (Inuts), die essen viel Seefisch, kennen keine Infarkte (Schlaganfälle und Herzinfarkte haben die gleichen Ursachen, sind nur an einem anderen Ort), deren Verhältnis Omega-3 zu -6 liegt unter 1 zu 3, der D hat im Schnitt 1 zu 20. Viele hörten auf „Experten“, die Distelöl empfahlen, einige noch heute, ist das falsche Öl, Omega-3 zu -6 = 1 zu 154, also viel zu viel Omega-6, das auch oxidiert. Weil gar heilen will braucht fast 1 zu 1 ! Der franz. Kardiologe de Lorgeril senkte ohne Chol-senker die Infarkttodesfälle um 74%, die Halbgötter schaffen gerade 24% und die noch mit erheblichen Lipobay+Co-NW, s. Lyonstudie.
    Also fast tgl. den fettesten Seefisch, ideal aus dem Polargebiet / dessen Nähe, damit das Blut in der Kälte gut fliessfähig bleibt haben diese Fische sehr viel Omega-3-Fett, in uns wirkt es dann auch so. Wer Risikofaktoren hat noch zusätzlich ca. 4g Omega-3, zum Oxidationsschutz mit zusätzlichem Vit.E, immer mit Vit. C kombinieren, ideal mit allen OM-Stoffen und noch ca. 1 kg Obst u. Gemüse, so werden einige neg. Einzelstudienergebnisse vermieden.
    Etwa 1x / Monat Nasenbluten ist kein Problem mit einer Vit.K-Tab., ausserdem bringt Vit. K das Ca aus dem Blut in die Knochen, hemmt zumindest so die Arteriosklerose etwas.
    Seelachs ist ein Verkaufstrick, ist ein Dorsch, Wildlachs, Hering, Makrele, Thunfisch sind gut.
    Natürlich braucht der Körper auch um 1 kg Obst und Gemüse tgl, deren Flavonoide und sek. Pflanzenstoffe verstärken die Vitaminwirksamkeit um das ca. 30-Fache.
  6. #6

    Stand der Dinge in Deutschland + EU

    Bereits im Februar 2013 hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte darüber informiert, dass der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittelagentur in seiner Februar Sitzung ein Risikobewertungsverfahren zu dem Arzneimittel Diane® 35 (enthält 2mg Cyproteronacetat und 35 µg Ethinylestradiol) und entsprechenden Generika gestartet hat Der Ausschuss hat in seiner Mai-Sitzung festgestellt, dass für das Arzneimittel Diane® 35 und dessen Generika der Nutzen die Risiken einer Anwendung überwiegt wenn diese Arzneimittel angewendet werden zur Behandlung der moderaten bis schweren Akne basierend auf einer erhöhten Androgenempfindlichkeit und/oder zur Behandlung von Hirsutismus bei Frauen im gebärfähigen Alter. Eine Behandlung von Akne mit Diane® 35 sollte aber nur erfolgen, wenn alternative Therapien nicht anschlagen, wie z.B. lokale Behandlungen oder der Einsatz von Antibiotika zur oralen Anwendung. Da Diane® 35 und dessen Generika wie hormonelle Kontrazeptiva wirken, sollen diese Arzneimittel nicht in Kombination mit anderen hormonellen Kontrazeptiva eingenommen werden.

    Der Ausschuss empfahl weiterhin Änderungen an den Produktinformationen und weitere Maßnahmen, um das Risiko für das Auftreten thromboembolischer Ereignisse zu reduzieren. Darüber hinaus empfahl der Ausschuss die Durchführung einer Studie zum zukünftigen Verschreibungsverhalten von Diane®, um zu überprüfen, ob die Verschreibung analog der Produktinformationen erfolgt.

    Maik Pommer, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte