Bundestagswahlkampf: Union grenzt sich von FDP ab

DPACDU und CSU wollen die schwarz-gelbe Koalition nach der Bundestagswahl fortsetzen - doch die Liberalen können kaum auf Unterstützung hoffen. Im Gegenteil: Die Union setzt auf spürbare Distanz zur schwächelnden FDP.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-879948.html
  1. #20

    Zitat von asasello23 Beitrag anzeigen
    Völlig richtig. Die Union hat sich direkt nach der Wahl von der FDP abgesetzt: Steuerreform - Veto, Gesundheitsreform - Veto.
    Quatsch. Die Steuerreform in Form einer aufkommensneutralen Steuervereinfachung hätte die FDP doch schon vor drei Jahren haben können und die hätte sie auch schon vor 15 Jahren haben können. Das will die FDP aber gar nicht, wie sie eigens sogar selbst mit der Schaffung zusätzlicher Ausnahmeregelungen gezeigt hat ... Stichwort: Mövenpick.
    Das Ziel der FDP sind ausschließlich Steuersenkungen, keine Steuervereinfachungen. Denn wie gesagt: Die Vereinfachungen hätte sie längst haben können, wenn sie sie wollen würde.
    Und Gesundheitsreform: Natürlich Veto. Wieso sollte ein 5%-Partei entgegen des politischen Willens von 95% der Bevölkerung ihre persönliche Vorstellung des Gesundheitssystems für genau diese 95% der Bevölkerung durchsetzen?

    Zitat von asasello23 Beitrag anzeigen
    Beide Male ein übrigens klarer Bruch des Koalitionsvertrags, der unverständlicher Weise ohne Konsequenzen blieb.
    Natürlich war das kein Bruch. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich sogar den Koalitionsvertrag damals gelesen. Da steht absolut nichts konkretes drin, sondern für fast jedes Thema wurde nur vereinbart, das später während der Regierungszeit in Form einer einzusetzenden Kommission zu klären. Schwarz und Geld konnten sich nämlich schon zu Beginn ihrer Regierungszeit auf nix einigen, nicht mal auf konkrete Maßnahmen, die man in den Koalitionsvertrag hätte schreiben können. Und da da nix konkrets und verbindliches dirnsteht, konnte da auch nix gebrochen werden.
  2. #21

    Wenn sich die Union abgrenzt

    von der FDP, kann ein erneutes schwarz-gelbes Bündnis eigentlich keine Perspektive mehr für die CDU sein. Das empfinden viele ohnehin als Auslaufmodell. So oft, wie da die Fetzen flogen, sollte sowas erst gar nicht mehr angestrebt werden. Die CDU stünde ohne Partner da. Und wenn sie jetzt am letzten Drücker sich noch das soziale Mäntelchen umhängt, so setze ich lieber auf das glaubwürdigere Original. Soziale Gerechtigkeit als innere Haltung und nicht als ad-hoc-Wahlkampfthema für die CDU, die ihre Felle davonschwimmen sieht. Gabriel hat es treffend formuliert. Das glaubt denen - Merkel und Co. - niemand. Nach all den Jahren bürgerabgewandter Politik.
  3. #22

    Bitte nicht schon wieder!

    Das kennen wir alles schon. CDU sagt vor Niedersachsenwahl, dass es keine Leihstimmen für FDP geben wird. Rösler sagt wenige vor der Wahl zu den besten Sendezeiten im TV, dass es ohne die FDP keinen Ministerpräsidenten McAllister mehr geben wird. Da Bedarf es keines Aufrufes der CDU zur Leihstimme für die FDP mehr. Da wählt das CDU-Wahlvolk von sich aus FDP. Genau so soll es bei der Bundestagswahl wieder laufen. Hat doch immer gut geklappt (vgl. letzte Bundestagswahl, NRW und Schleswig-Holstein). In Niedersachsen hätte es auf fast wieder geklappt.
  4. #23

    Vorallem

    Zitat von Kernseife Beitrag anzeigen
    sie bekommt vor lauter Selbstherrlichkeit keinen Koalitionspartner mehr, und das Tamtam nur mit einer Person Kriege zu gewinnen, wird jetzt offenkundig zum Problem Merkels ! Man könnte auch sagen, Merkel fährt jetzt erst recht die CDU gegen die Wand!
    will mit Merkel sich keiner mehr ins Boot setzen Sie hat noch jeden Koalitionspartner zerschlissen. Das dürfte nun vorbei sein. Es wird in der Tat schwierig für die Dame, denn bis auf die FDP wird keiner noch eine Not-Ehe mit ihr eingehen. Steinbrück definitiv nicht - und die Grünen schon dreimal nicht.
  5. #24

    Bitte nicht schon wieder!

    Das kennen wir. CDU sagt vor Niedersachsenwahl, dass es keine Leihstimmen für FDP geben wird. Rösler sagt wenige vor der Wahl zu den besten Sendezeiten im TV, dass es ohne die FDP keinen Ministerpräsidenten McAllister mehr geben wird. Da Bedarf es keines Aufrufes der CDU zur Leihstimme für die FDP mehr. Da wählt das CDU-Wahlvolk von sich aus FDP. Genau so soll es bei der Bundestagswahl wieder laufen. Hat doch immer gut geklappt (vgl. letzte Bundestagswahl, NRW und Schleswig-Holstein). In Niedersachsen hätte es auch fast wieder geklappt.
  6. #25

    FDP und Marktwirtschaft?

    Zitat von asasello23 Beitrag anzeigen
    Dann muss die FDP nur ihre Personaldiskussion in den Griff kriegen und min. 10% Stimmen druch Anhänger der Marktwirtschaft sind ihr sicher!
    Warum sollen die Anhänger der Marktwirtschaft für eine sozialistische Partei wie die FDP wählen?

    Ich meine den Sozialismus gegenüber Banken, Konzernen und Apotheker.

    Nach aussen sagt die Partei der Staat soll sich heraushalten, aber in keiner anderen Partei ist die Verschmelzung von Privatwirtschaft und Politik grösser als in der FDP.

    Verfechter der freien Martwirtschaft ist die FDP nur wenn es nicht um ihre eigenen Klientel geht.
  7. #26

    Lustiges Kaffeesatzlesen

    lles was da jetzt an Koalitionsgebrabbel vorgebracht wird, ist Kaffeesatzlesen, denn alle wissen, dass sich erst Wochen vor der Wahl nach Umfragelage ergibt, ob die CDU/CSU direkt oder indirekt die FDP fördert oder nicht. Wohl noch nie hat es eine Wahl gegeben, in der die Führer der C-Parteinen verkündeten, dass jede Stimme für die FDP eine (für die CDU/CSU unter jeder Hinsicht verlorene ist. Dieses Mal könnte es dazu kommen, dem Traumpaar Brüderle/Rösler zum Dank...
  8. #27

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    *LAMO*

    Der ist gut! Euch ist wohl entfallen, das die angeblich schwächelnde FDP bei den letzten drei Landtagswahlen jeweils klar über euren Prognosen gelegen hat.
    Mit Hunderttausenden von Leihstimmen aus dem schwarzen Lager.
    Und Fipsi und die gelben Clowns versuchen uns allen weiß zu machen, dass wären alles echte Überzeugungstimmen für die FDP gewesen.

    Ich lach mich schlapp.


    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Was hier schwächelt, sind nur die Versuche die FDP tot zu schreiben.
    "Pfeiffen im Wald" nennt man solch markige Sprüche ohne jede Substanz.
  9. #28

    Oder war da Ironie im Spiel?

    Zitat von kuac Beitrag anzeigen
    Undankbare CDU. Wenn die FDP die Koalition platzen lässt, dann kann die Merkel die Oppositionsbank drücken.
    LoL:
    Wenn die 'Koenigsmacherpartei' mal durch Schwaeche der grossen schwarzen Schwester eine Weile nicht ausreichen wuerde, um das 'Zuenglein an der Urne' zu spielen, wer wuerde die ueberhaupt noch waehlen? Sieht man doch langsam.
    Ich meine, gibt es irgendeinen, der dieser Partei die Erststimme gibt?
    DAS sind, eh, waeren FDP Waehler! Alles andere sind Kalkulierer!
  10. #29

    Jamaika?

    Zitat von asasello23 Beitrag anzeigen
    Völlig richtig. Die Union hat sich direkt nach der Wahl von der FDP abgesetzt: Steuerreform - Veto, Gesundheitsreform - Veto. Beide Male ein übrigens klarer Bruch des Koalitionsvertrags, der unverständlicher Weise ohne Konsequenzen blieb.
    Unverstaendlicher Weise? Finden sie?
    Ich hingegen finde es sehr verstaendlich, das die Minister ihre Poestchen lieber noch etwas behalten wollten, als das Risiko einer Neuwahl. Oder glauben sie, da haette ohne wahl eine Ampel nachfolgen koennen?
    So vertraeumt war ja noch nicht einmal die FDP!