Investieren in Afrika: Warum der Boom bald vorbei sein könnte

AFPLange spielte Afrika in der Weltwirtschaft keine Rolle, dann lockten zunehmende Stabilität und robustes Wachstum Investoren auf den Kontinent. Doch nun verdüstern neue Krisen und Konflikte erneut die Aussichten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/inv...-a-879551.html
  1. #10

    Man muss sich nur genau anschauen, wo und in was man investiert, dann wird man auch in Zukunft Geld verdienen können. Das läuft in jeder anderen Region der Welt ganz genauso.

    Natürlich sollte man dazu schon etwas mehr als nur die Rülpser der Rating-Agenturen und Jubelartikel in den europäischen und nordamerikanischen Blättchen heranziehen.

    Vom seit Jahren gehypten Angola würde ich als Anleger mit mittel- und langfristigen Interessen beispielsweise tunlichst die Finger lassen, dort wird es in absehbarer Zukunft nochmal ordentlich krachen. Der im Beitrag angesprochene Putsch in Eritrea kann dagegen eigentlich nur Verbesserungen bringen.
  2. #11

    Wieder Egoismus zum Anschlag

    Die gleichen Firmen betreiben Minen in Australien und Kanada, sie zahlen normale Löhne aber in Afrika wollen sie unter 1€/Tag zahlen. Wir verkaufen doch die gleiche Rohstoffe auf dem Weltmarkt also gleicher Preis. Was für eine Überraschung dass die Afrikaner sich wehren. Auch korrupte Regierungen können ihre eigene Leute nicht länger unterdrucken.
    Also fair sein und Geld verdienen auch wenn etwas weniger wird. Afrikaner sind Menschen.
  3. #12

    Verlässlichkeit ist entscheidend

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lange spielte Afrika in der Weltwirtschaft keine Rolle, dann lockten zunehmende Stabilität und robustes Wachstum Investoren auf den Kontinent. Doch nun verdüstern neue Krisen und Konflikte erneut die Aussichten.

    Investment in Afrika: Krisen und Konflikte bedrohen den Boom - SPIEGEL ONLINE
    Man muss sich immer wieder vor Augen halten, dass nicht der Reichtum an Rohstoffen entscheidend ist für die wirtschaftliche Entwicklung, sondern vor allem ein berechenbares stabiles Regierungs- und Verwaltungssystem. Und genau da hapert es in Afrika, wenn man die Nachrichten betrachtet.
  4. #13

    Wie denn?

    Wie soll Wirtschaftswachstum denn funktionieren, wenn
    die alten Kolonialherren und die neuen Wirtschaftmaechte
    ungehemmt ausbeuten - auch die EU? Die sind alle an
    Stabilitaet nicht interessiert, weil dann die Einkaufspreise
    steigen. Es wird nur geheuchelt und gerafft, weltweit
    und natuelich am einfachsten auf Kosten de Armen und
    Ungebildeten, die sich nicht wehren koennen.
    Wie sagen die Calvinisten: `Gott liebt die Tuechtigen`.
    Reine Blasphemie - aber Geld stinkt nicht.
  5. #14

    Zitat von Oskar ist der Beste Beitrag anzeigen
    ... Und die tolle " schwarze Mittelsschicht"...ja die gibt es im sog. Sued Afrika...4 Mio etwas von 45 Mio Schwarzen, wau , das sind dort gerade einmal 10%.
    Naja, auf der anderen Seite stehen die sich nun im Mittel mindestens so gut wie die 5 Mio "normalen" Weissen. Die Ausbeuter - weisse wie schwarze - lassen wir hier man draussen vor. Da duerften sich die Zahlen inzwischen auch angeglichen haben.

    Zugegebenermassen koennte die neue schwarze Mittelschicht schon viel groesser sein, wenn die Regierung beim Umbau des Bildungssystems nicht ganz grauslich gepfuscht haette. Was vorher so ganz leidlich funktionierte, wenn es auch die Weissen bevorzugte, wurde zerstoert; aber dann stellte man fest, dass man weder das Wissen noch den Willen zum Geldausgeben hatte, ein funktionierendes neues System aufzubauen. Den jungen Schwarzen, die es dennoch geschafft haben, muss man umso mehr Respekt zollen. Ob und wie lange noch die allerdings den ANC unterstuetzen werden, wenn er so weitermacht - das wird schon sehr bald spannend werden. Auch der Umgang mit den Arbeitskaempfen im Bergbau schuert die Unzufriedenheit ...

    Viel zu oft sind die Revolutionaere, die die alte Ordnung ueberwunden haben, die denkbar ungeeignetsten, um die neue Ordnung aufzubauen. Das haben wir bei den Sandinistas in Nicaragua gesehen, und das sehen wir jetzt in Aegypten wieder, um nur das aelteste und juengste mir bekannte Beispiel zu nennen. Auch wenn die Lage jeweils eine ganz andere ist - hier eine inkompetente Regierung aus Revoluzzern, dort die Unfaehigkeit, die kalte Uebernahme durch die Konterrevolution zu verhindern - letzteres koennte man nun auch auf die Lage in Russland anwenden.
  6. #15

    scheinheilige Weltbank

    Die Weltbank ist nur am Aufstieg Afrikas interessiert, wenn sie selbst daran gut verdienen kann. Wenn ölreiche afrikanische Staaten auf die Idee kommen, das Erdöl mit eigenen Währungen zu exportieren oder gar eine für Afrika eigene Zentralbank auf die Füße zu stellen, werden die einfach von NATO Ländern überrumpelt. So hat es jedenfalls, das Beispiel Libyen gezeigt.

    Unter Gaddafi waren die Bewohner Libyens besser sozial abgesichert als in jedem anderen afrikanischen Land. Wirtschaftlich war Libyen verhältnismäßig stark. Dank der westlichen Elite, sind diese Zeiten sind nun vorbei.
  7. #16

    ...

    Zitat von founder Beitrag anzeigen
    Schon 1992 schrieb ich in meinem ersten Buch "Aufstieg zum Solarzeitalter" zu diesem Thema.

    Nur erneuerbare Energie kann der gesamten Menschheit einen hohen Lebensstandard bieten. Gleichzeitig ist ein hoher Lebensstandard nötig das Bevölkerungswachstum zum Stillstand zu bringen.

    Was hat USA und EU dazu getan? Nur von fossiler Energie abhängige Produkte für die reichsten Menschen in den Entwicklungsländern.

    Die Lösung wäre Photovoltaikmodul für Photovoltaikmodul den Lebensstandard aufbauen. Solche Produkte kommen aber nur aus China.

    waren sie jemals in AFrika???

    wenn ja, dann wüssten Sie warum Afrika wirtschaftlich am Boden liegt.

    und diese Umstände waren selbst 1992 jedem halbwegs gebildetem Zeitgenossen bekannt. da braucht man auch kein Buch schreiben, einfach die Augen aufmachen hilft da in persönlichen Mikrokosmos extrem weiter!
  8. #17

    ....

    Zitat von DrStrom66 Beitrag anzeigen
    Wie soll sich in Afrika business entwickeln, wenn gerade diese Banken Standard Chartered und Barclays Kredite mit mehr als 20% verzinsen? Auch die fees die man fuer den Kontoservice bezahlen muss sind im Vergleich, hoeher als Europaeische.

    als ich in Südafrika, wohlgemerkt in Kapstadt, 300 Euro in Bar umtauschen wollte, musste ich zwei Stunden warten, dazu neben bewaffneten Polizisten warten und Fragen beantworten.

    ich bin kein Bordellbesitzer, sondern einer der dort ein gewöhnliches business aufziehen wollte. nach 12 monaten hab ich diesem ansonsten sehr schönen kontinent den rücken gekehrt. die sollen schön so weiter machen, wie sie es verdient haben.
  9. #18

    großartige Überschrift

    ganz Afrika hat bis gestern geboomt, und ab morgen geht ganz Afrika den Bach runter
  10. #19

    Zitat von kojak2010 Beitrag anzeigen
    [...]
    wenn ja, dann wüssten Sie warum Afrika wirtschaftlich am Boden liegt.
    [...]
    es gibt aber einzelne afrikanische Staaten die nicht am Boden liegen.

    Libyen zum Beispiel. Das BIP/Einwohner ist immerhin ähnlich hoch wie das von dem EU Land Bulgarien.