Tschechiens neuer Präsident Zeman: Der Polterer von Prag

AFPEr polarisiert, er eckt an: Der Linkspopulist Milos Zeman ist Tschechiens neuer Präsident. Der 68-Jährige wird sein Land zwar aus der europäischen Isolation führen, innenpolitisch dürfte es aber ungemütlich werden.

Tschechiens neuer linkspopulistischer Präsident Milos Zeman - SPIEGEL ONLINE
  1. #40

    zu aldifreak!

    Entschuldigung, aber entweder haben sie ein sehr hohes Einkommen oder leben wie viele der Reichen in Prag in einen Extra-Universum! Es geht nicht um die Inflation! Es geht darum, das z.B. die Untere Mwst. von einmal 8% auf jetzt 15% angehoben wurde und der normale Mwst. auf 21%! Oder auch um die unzaehligen Zuzahlungen die man bei einen Arztbesuch machen muss! Das faengt von den obligatorischen 30,-CZK fuer JEDEN Arztbesuch an und setzt sich fort fuer jede einzelne Leistung, ob das nun nur eine Blutentnahme ist oder ein EKG! Und das faengt bei minimum 100,-CZK an und geht bis hoch auf 500,-CZK! Und wenn sie, was sie eigentlich wissen sollten, den Verdienst von einen einfachen Arbeiter oder Angestellten in Tschechien verdient wird, von den kleinen Renten ganz zu schweigen, dann wuessten sie, das das die aermeren Schichten in Tschechien sehr hart trifft! Ich merke es ja selber, obwohl ich meine Rente aus D beziehe und diese im Vergleich zu Tschechien noch sehr gut ist! Fuer D aber zu wenig! Was diese neoliberale und unfaehige Regierung Necas/Schwarzenberg macht, ist nichts andres als die ungeschoente und unsoziale Verteilung von Unten nach Oben!! Und wenn sie so etwas gutheissen, dann kann ich mir vorstellen zu welcher Gruppe von Menschen in Prag sie gehoeren! Und trotz alledem, auch ich lebe sehr gerne in Liberec, habe die Lebensart der Tschechen lieben gelernt und denke nicht eine Minute darueber nach 20 km weiter wieder nach Westen umzusiedeln!
  2. #41

    Was soll das.

    Zitat von BettyB. Beitrag anzeigen
    Natürlich wissen die Kommentatoren nicht, dass Schwarzenberg kein Adliger ist, da man ja sowohl in Österreich als auch in Tschechien den früheren Adel "entadelt" hat. Er ist also Forstbesitzer ohne besondere Ausbildung und liess sich durch seine Propagandamaschine "adeln", um mit dem Titel Solidität und Vornehmheit sowie Desinteressa an finanziellen Dingen zu suggerieren. Dabei ist der alte Fuchs an der Enteignung des Volkes zu Gunsten der Kirchen beteilgt, an unsozialer Gesetzgebung und dasauch im Interesse an weiteren Ländereien, die man der amilie dereinst abgenommen hat. Wenigstens dem Spiegel hätte man zutrauen sollen, auf so etwas hinzuweisen...
    Da bedarf es keinen Nachhilfeuntericht um zu wissen daß der Schwarzenberg einem alten Adelsgeschlecht entstammt. Auch nicht das der Adel in Österreich und Tschechien längst abgeschafft ist.
  3. #42

    Zeman

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er polarisiert, er eckt an: Der Linkspopulist Milos Zeman ist Tschechiens neuer Präsident. Der 68-Jährige wird sein Land zwar aus der europäischen Isolation führen, innenpolitisch dürfte es aber ungemütlich werden.

    Tschechiens neuer linkspopulistischer Präsident Milos Zeman - SPIEGEL ONLINE
    Ja bei einer Direktwahl hat das Volk, der Souverän, die unmittelbare Stimmgewalt, das ist eben Demokratie ! Anerkennung der Meinung der Mehrheit des Volkes, wäre doch die richtige Antwort, anstelle des Gezeters, das jetzt in den Medien angestimmt wird.
    Bei uns bestimmt sich die jeweilige Bundestagsmehrheit (adäquat die Zahl der Wahlmänner) eine Präsidenten aus ihren Reihen und nach ihrem Geschmack, Ausnahmen bestätigen die Regel.
    Ja hätten wir auch eine Direktwahl wie in Tschechien, sähe vieles anders aus und das wäre wirklicher demokratischer.
  4. #43

    optional

    @havanna-girl ".. demonstrierenden Nazis aus Magdeburg, die meist aus Hannover und Braunschweig kamen .." Is klar! Ostdeutschland ist das neueste Opfer der braunen Brut, die natürlich hauptsächlich aus Westdeutschland kommt. Bloß nicht vor der eigenen Türe kehren. Es sind immer andere Schuld! Hatten die Schilder um den Hals hängen oder hast du mit jedem einzeln gesprochen, dass du sogar die Städte ganz genau benennen kannst? Nur ma zu deiner Info - Kommunalwahlen in Magdeburg, Braunschweig und Hannover im Vergleich: NPD Ergebnisse: Magdeburg 2,0% während die 'Partei' in H und BS nicht mal den Sprung über die Kategorie 'sonstige' hinaus schaffen. Neulich hatte ich eine Magdeburgerin im Geschäft, die ihre Centsstücke als 'Negergroschen' bezeichnet hat. Da war ich zum ersten Mal wirklich sprachlos! Muss ich weiter ausholen?
  5. #44

    Sudetenland ist abgebrannt

    Zitat von marnet7 Beitrag anzeigen
    Für die Tschechen gilt alles, was mit den Sudetendeutschen zusammenhängt als alte, erledigte Geschichte. - Es war Karel Schwarzenberg, der die "Sudetendeutsche, Beneš und Dekrete" zum erstenmal, ganz überraschend in Fernsehen angesprochen hatte - nicht Zeman. Die Äusserungen Schwarzenbergs haben die meisten Tschechen natürlich und mit Recht shockiert (weil die Nachbarschaftsverhältnisse den normalen Tschechen und den normalen Deutschen sehr gut sind und auch früher - mit DDR - gut und freundlich waren) und auch geärgert, da er hat sich versucht die alte Geschichte wieder zu öffnen und als politisches Mittel zu nützen.
    Solange "alte, erledigte Geschichte" bedeutet das man Geschichte unter den Teppich kehrt und sich nicht seiner eigenen Schuld stellt.... ja, dann stimmt es. Wahr ist doch das die Tschechen diesen Teil ihrer Geschichte bis heute nicht aufgearbeitet haben, weshalb man mit dem Thema auch heute noch Wahlen beeinflussen kann. Die einfache Wahrheit das Schuld individuell ist und deshalb nicht kollektiv bestraft werden kann hat sich dorthin noch nicht rumgesprochen.
  6. #45

    was sollen die tschechen denn "aufarbeiten"?

    Zitat von inhabitant001 Beitrag anzeigen
    Solange "alte, erledigte Geschichte" bedeutet das man Geschichte unter den Teppich kehrt und sich nicht seiner eigenen Schuld stellt.... ja, dann stimmt es. Wahr ist doch das die Tschechen diesen Teil ihrer Geschichte bis heute nicht aufgearbeitet haben, weshalb man mit dem Thema auch heute noch Wahlen beeinflussen kann. Die einfache Wahrheit das Schuld individuell ist und deshalb nicht kollektiv bestraft werden kann hat sich dorthin noch nicht rumgesprochen.
    das sie nach 7 jahren deutscher fremdherrschaft, in der sich deutsche in der tschechei hunderttausendfach schuldig machten, kein lust mehr auf "deutsche im eigenen land" hatten? sicher war das nicht "gerecht" und ein teil der ausgesiedelten hatten evtl. selbst mit dem faschistischen regime nicht viel am hut, aber wer will das nach millionenfachem deutschen mord , der zerstörung fast das ganzen kontinents den leuten verdenken? ich kann da keine besondere schuld "der tschechen" erkennen.im übrigen konnten ein teil der deutschstämmigen sowohl in polen als auch in der tschechei verbleiben, also scheint es doch größtenteils nutznießer des 3.reiches getroffen zu haben...
  7. #46

    Wer aus einen Sozialdemokraten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er polarisiert, er eckt an: Der Linkspopulist Milos Zeman ist Tschechiens neuer Präsident. Der 68-Jährige wird sein Land zwar aus der europäischen Isolation führen, innenpolitisch dürfte es aber ungemütlich werden.

    Tschechiens neuer linkspopulistischer Präsident Milos Zeman - SPIEGEL ONLINE
    einen Linkspopulisten macht, muß schon ganz weit am rechten Rande angesiedelt sein.
    Gut in Tschechien kann es ein wenig anders sein, aber in Deutschland ordnen bereits nicht wenige die SPD rechts von der Union ein.
    Und das sagt schon allerhand über die Sozialdemokraten von heute aus.
    Wenn Herr Zeman sich der Rehabilitation der Altnazis entgegenstellt, werte ich das als ein gutes Zeichen.
    Das hätte ich mir von unseren Politikern auch gewünscht!
  8. #47

    Da hat wohl jemand Probleme

    Zitat von viceman Beitrag anzeigen
    das sie nach 7 jahren deutscher fremdherrschaft, in der sich deutsche in der tschechei hunderttausendfach schuldig machten, kein lust mehr auf "deutsche im eigenen land" hatten? sicher war das nicht "gerecht" und ein teil der ausgesiedelten hatten evtl. selbst mit dem faschistischen regime nicht viel am hut, aber wer will das nach millionenfachem deutschen mord , der zerstörung fast das ganzen kontinents den leuten verdenken? ich kann da keine besondere schuld "der tschechen" erkennen.im übrigen konnten ein teil der deutschstämmigen sowohl in polen als auch in der tschechei verbleiben, also scheint es doch größtenteils nutznießer des 3.reiches getroffen zu haben...
    Befassen sie sich lieber erst mal mit der Geschichte Böhmens und Tschechiens bevor sie hier mitreden wollen. Bei Tschechien ist es nicht sehr mühevoll, dieser Staat besteht erst seit 1918. Die Böhmische Geschichte ist da allerdings schon komplexer und weitreichender.
  9. #48

    Ahnungslos und desinformiert

    Zitat von viceman Beitrag anzeigen
    das sie nach 7 jahren deutscher fremdherrschaft, in der sich deutsche in der tschechei hunderttausendfach schuldig machten, kein lust mehr auf "deutsche im eigenen land" hatten? sicher war das nicht "gerecht" und ein teil der ausgesiedelten hatten evtl. selbst mit dem faschistischen regime nicht viel am hut, aber wer will das nach millionenfachem deutschen mord , der zerstörung fast das ganzen kontinents den leuten verdenken? ich kann da keine besondere schuld "der tschechen" erkennen.im übrigen konnten ein teil der deutschstämmigen sowohl in polen als auch in der tschechei verbleiben, also scheint es doch größtenteils nutznießer des 3.reiches getroffen zu haben...
    Ahnungslos und desinformiert, so könnte man diese Aussagen nennen. Lieber viceman, bevor Sie solche fatalen Falschaussagen machen, sollten Sie sich mal eingehender mit der Geschichte der Vertreibung beschäftigen. Unmöglich, hier alle Gräuel der Vertreibung aufzuzählen, aber etwa beim Todesmarsch der Brünner Deutschen, den Massenhinrichtungen im Gebiet von Kaaden und Saaz wurden Tausende teilweise bestialisch umgebracht, Säuglinge und Kinder erschlagen, nachdem sie der Vergewaltigung ihrer Mütter zuschauen durften, Verwundete auf die Straße geworfen und dann erschlagen usw.usw. Lesen Sie es mal nach, auch wenn es weh tut. Und die Benes-Dekrete machen dies alles legal! und ein neuer tschechischer Präsident findet all dies wunderbar, und tut die Sudetendeutschen als "fünfte Kolonne Hitlers" ab, nachdem man sie jahrelang als Bürger zweiter Klasse behandelte und entgegen allen Rechten der Selbstbestimmung unterdrückte. Die Mehrheit der Tschechen, zus. mit diesem Präs., möchte nichts aufarbeiten, möchte nicht, dass diese Schandtaten publik gemacht werden. Dies ist die traurige Wahrheit, und Sie, lieber viceman, finden dies auch noch völlig in Ordnung. Unfassbar.
  10. #49

    Nur noch als kleiner Nachtrag!

    Zitat von viceman Beitrag anzeigen
    das sie nach 7 jahren deutscher fremdherrschaft, in der sich deutsche in der tschechei hunderttausendfach schuldig machten, kein lust mehr auf "deutsche im eigenen land" hatten? sicher war das nicht "gerecht" und ein teil der ausgesiedelten hatten evtl. selbst mit dem faschistischen regime nicht viel am hut, aber wer will das nach millionenfachem deutschen mord , der zerstörung fast das ganzen kontinents den leuten verdenken? ich kann da keine besondere schuld "der tschechen" erkennen.im übrigen konnten ein teil der deutschstämmigen sowohl in polen als auch in der tschechei verbleiben, also scheint es doch größtenteils nutznießer des 3.reiches getroffen zu haben...
    Die Deutsch-Böhmen (Später Sudetendeutsche genannt) waren Staatsbürger der Tschechoslovakei.