Rüstungsprojekt: EADS-Kampfdrohnen sollen 2016 lieferbar sein

dapdDie Entwicklung bewaffneter Kampfdrohnen für die Bundeswehr ist offenbar deutlich weiter gediehen als bisher gedacht. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, beruht das geplante Modell auf einer Studie des Rüstungskonzerns EADS aus dem Jahr 2010. Erste Testflüge wurden bereits absolviert.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-879842.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Entwicklung bewaffneter Kampfdrohnen für die Bundeswehr ist offenbar deutlich weiter gediehen als bisher gedacht. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, beruht das geplante Modell auf einer Studie des Rüstungskonzerns EADS aus dem Jahr 2010. Erste Testflüge wurden bereits absolviert.

    Verteidigungsministerium prüfte Kampfdrohnenanschaffung seit 2010 - SPIEGEL ONLINE
    Was soll daran schlecht sein? Wenn man Drohnen einsetzt riskieren weniger Soldaten ihr Leben. Und wenn nur eine Drohne vor Ort ist, kann man eine Situation auch länger analysieren, da kein Mensch in akuter Gefahr ist.
  2. #2

    Bild Recherche

    Bild Recherche mal wieder.

    Die Drohne heißt immer noch Talarion.

    MALE ist kein Name sondern ein Obergriff für eine Klasse von Drohnen die in mittlerer Flughöhe fliegen (zwischen 5000 und 15.000 meter) und länger als 24 Stunden in der Luft bleiben können. (M)edium (A)ltitude (L)ong (E)ndurance

    Der deutsche Euro Hawk und amerikanische Global Hawk dagegen ist beispielsweise eine HALE Drohne und momentan die einzige militärische Drohne dieser Klasse weltweit.

    (H)igh (A)ltitude (L)ong (E)ndurance

    GBU-39 und 40 sind außerdem keine Raketen sondern bunkerbrechende Präzisionslenkbomben.

    Beide Waffen, die sich übrigens nicht im Besitz der Bundeswehr befinden, würden sich für einen Einsatz in Afghanistan sowieso nicht anbieten. Sie sind dafür konzipiert verstärkte Bunkerdecken zu durchschlagen oder unterirdische Ziele zu zerstören.
  3. #3

    EADS = Verzögerung ohne Ende

    Hahaha. EADS liefert 2016? Seit wieviel Jahren liefern die bereits den A400M? Tom Enders wollte zuletzt doch garkeine militärischen Aufträge mehr annehmen, weil die Truppe vor dem Bezahlen testet.
  4. #4

    leider weist dieser Artikel eine Menge Ungenauigkeiten auf, die das Gesamtverständnis erschweren.

    Fakt ist, dass Cassidian an einem Entwurf für das "Future European MALE" arbeitet, dieser ist eine Weiterentwicklung des für den "Talarion" entwickelten Konzepts.

    Allerdings existiert das "Future European MALE" aktuell nur auf dem Papier bzw. im Computer und als nicht flugfähiges Maßstabsmodell.

    Die im Artikel erwähnten Testflüge in Goose Bay wurden mit dem Technologiedemonstrator "Barracuda" durchgeführt und hatten zum Ziel, Technologien die für das "Future European MALE" benötigt werden zu testen. Dazu gehört die Erfassung und Verfolgung von Bodenzielen sowie die Simulation eines Angriffs auf diese Ziele.
  5. #5

    Notwendiger Schritt

    Wie üblich melden sich schnell die Bedenkenträger, aber Deutschland MUSS seinen Streitkräften auch zulünftig ALLE modernen Systeme zur Verfügung stellen. Das ist und bleibt eine Selbstverständlichkeit und ist jedenfalls ein notwendiger Schritt. Die Alternativen wären sonst nur Vorderladergewehre und Katapulte. Das will aber niemand.
  6. #6

    Andere ? Ethik

    In wieweit ist es denn ein Unterschied, ob der Pilot in 10 Kilometer Höhe sein Ziel nur auf dem Computerschirm seines Kampfjets sieht, oder in 100Km Entfernung auf dem Computerschirms in seinem Container? Persönlich betroffen, wird er in beiden Fällen gleich sein! Je nach Persönlichkeit, stark, etwas oder gar nicht.
  7. #7

    Begrüße das

    Wir müssen technologisch zumindest auf dem Höhepunkt bleiben. Unsere Bundeswehr wird eh schon kaputtgespart (eines der geringsten Budgets in der entwickelten Welt) und wir machen unser Land (d.h. unsere Rechte, Freiheiten und Institutionen) nicht sicherer, wenn wir den "Pazifisten" und Grünen folgen. Krieg darf nicht sein, soll nie sein, Menschenleben sollen beschützt und geachtet werden. Aber einfach so zu tun als würde der Rest der Welt uns in Zukunft immer betätscheln und in Ruhe lassen ist so unfassbar naiv. In einer bröckelnden Eurozone, mit auflammendem Islamismus (und zwar nicht nur in Afrika sondern gleich bei uns um de Egge in Kölle), mit Konfliktsituationen, die alle 20 Tage kurz vorm dritten Weltkrieg stehen (Japan vs. China, Iran vs. Alle, Pyongyang's Eskapaden, Arabischer Frühling, Syrien, Mali,...etc.) .... da kann man einfach nicht sagen: "Hey wir brauchen keine Armee mehr. Wozu ist die gut? Tötet doch nur." sondern man muss sehen, dass deutsche Interessen in Zukunft stark gefährdet sein KÖNNTEN. Es passiert furchtbar leicht, dass die Russen wieder in Brandenburg anklopfen. Nicht morgen, aber vielleicht in 20 Jahren. Aber in Deutschland verbreitet sich grade ein Welle, die die Menschen mit pseudoreinem Gewissen anlockt. Fahrt Elektroauto (Hybrids stoßen wegend er Batterie bei der Produktion mehr CO2 aus als Benziner in Jahren....), esst Bioobst, schaltet Atomkraftwerke ab und baut Kohlekraftwerke, die unendlich mehr Menschenleben kosten (!!!??), entzieht euch NATO Verpflichtungen, toleriert Ignoranz und Extremismus (denn sonst seid ihr Nazis!) ... echt irre diese Grüne Welle,
  8. #8

    Eads?

    Die Erfahrungen sprechen eine andere Sprache. Wann war der Eurofighter einsatzbereit? (Sollte der nicht sogar vorher "Jäger 90" heißen?)

    Und wann wurden dessen Probleme mit der Waffenlast gelöst?

    Da kann man also ganz locker 10 Jahre draufschlagen: realistisch wäre dann der Termin 2026 für eine einsatzbereite Kampfdrohne.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Entwicklung bewaffneter Kampfdrohnen für die Bundeswehr ist offenbar deutlich weiter gediehen als bisher gedacht. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, beruht das geplante Modell auf einer Studie des Rüstungskonzerns EADS aus dem Jahr 2010. Erste Testflüge wurden bereits absolviert.

    Verteidigungsministerium prüfte Kampfdrohnenanschaffung seit 2010 - SPIEGEL ONLINE
    Aus dem Artikel:
    "Der Grünen-Verteidigungsexperte Omid Nouripour warnte die Regierung vor einer "leichtfertigen" Entscheidung zur Beschaffung von Kampfdrohnen. Es sei "denkbar, dass die Hemmschwelle zu töten und zur Kriegsführung gesenkt wird", sagte Nouripour dem Deutschlandradio."

    So ein Unfug:
    Die Bundeswehr ist doch eine Parlamentsarmee. Der Bundestag stimmt über die Einsätze ab. Somit kann die Hemmschwelle zur Kriegsführung wohl kaum reduziert werden.