Fußball-Prozess in Ägypten: Mursi schickt die Armee nach Port Said

REUTERSÄgyptens Präsident Mursi entsendet das Militär in den Fußball-Krieg: Nach den Kairoer Todesurteilen gegen 21 Ultras haben Straßenschlachten bislang 27 Menschenlebene gefordert - und die heiße Phase des Gerichtsverfahren kommt erst noch.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-879832.html
  1. #1

    Schöner Frühling

    Die Unruhen werden länger anhalten , unsere Wünschgedanken von einer Friedliche Revolution Zeitbegrenzt muss vorerst in dem Schublade der Naivität zurück , solche Prozessen dauern lange , wenn die Leute auf die Strasse sind werden sie so schnell sie nicht wieder verlassen .
  2. #2

    Mursi, der Vermurkser der Revolution der Freiheit

    die Geschichte wird den zweiten Diktator nach Mubarek mit den Nil hinwegspülen, hat der doch die Diktatur der Unfreiheit in eine neue Diktatur der Unfreiheit abgelöst.
    Die Konterrevolution wird nicht lange auf sich warten lassen.
  3. #3

    Wo sind....

    ...denn jetzt die ganzen Gutmenschen die vor allem im oeffentlich rechtlichen TV die arabische Revolution ueber Wochen gefeiert haben...man hoert nix mehr von den damaligen Besserwissern....hoechstens noch Luegen wie...wir habens doch gleich gesagt...hatten sie aber nicht. Jetzt wuenschen sich alle westlichen Nationen den verlaesslichen Partner Mubarak zurueck..traut sich natuerlich keiner zu sagen....
  4. #4

    Gedanken zum Frühling

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ägyptens Präsident Mursi entsendet das Militär in den Fußball-Krieg: Nach den Kairoer Todesurteilen gegen 21 Ultras haben Straßenschlachten bislang 27 Menschenlebene gefordert - und die heiße Phase des Gerichtsverfahren kommt erst noch.

    Port Said Massaker: Krawalle in Ägypten nach Ultras Prozess - SPIEGEL ONLINE
    „Was der Frühling nicht sät,/ kann der Sommer nicht reifen,/ der Herbst nicht ernten,/ der Winter nicht genießen.“
    Johann Gottfried von Herder (1744-1803)
    Von Mursi wurde nicht zum Glück des ägyptischen Volkes gearbeitet, der liess sich nur von den Interessen der Bruderschaft und der Salafisten leiten. Wir kommen jetzt im Herbst an, nichts zu ernten (keine sozialen Reformen, kein Wirtschaftsaufschwung, Massenelend noch schlimmer) das einzige was gesät wurde waren Hass auf alles 'nicht-moslemische' und Zwietracht im ägyptischen Volk. Eigentlich wie in Tunesien, nur da spielt sich alles auf kleinerer Flamme ab. Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sie mahlen. Müsste eigentlich auch für Herrn Mursi verständlich sein (Gott = Allah auf arabisch). Es sei den Merkel pfuscht dem Herrgott ins Handwerk und verlängert alles durch Hilfen 'für das ägyptische Volk', in Wahrheit eher eine Hilfe für die Islamisten an der Macht.
  5. #5

    Unglaublich

    Zitat von seine-et-marnais Beitrag anzeigen
    „Was der Frühling nicht sät,/ kann der Sommer nicht reifen,/ der Herbst nicht ernten,/ der Winter nicht genießen.“

    Es sei den Merkel pfuscht dem Herrgott ins Handwerk und verlängert alles durch Hilfen 'für das ägyptische Volk', in Wahrheit eher eine Hilfe für die Islamisten an der Macht.
    Es ist schon erschreckend, wie eine FEHLENDE Trennung von Politik und Religion ein Land so schnell in die Steinzeit katapultieren kann.

    Aber ich gebe Ihnen Recht: Keinen Cent bei dieser Verfassung.
  6. #6

    Befreiung ohne Freiheit: ein altes Prinzip in Afrika

    Der Philosoph und Anti-Kolonialisierungsvordenker Frantz Franon beschrieb bereits vor 50 Jahren resigniert, dass Revolutionen in Afrika zwar die Machteliten austauschten, aber nicht die Unterdrückungsprinzipien ändere. Jede neue Elite nutze die Ausbeutungssysteme der alten Eliten, solange, bis sie wiederum durch neue Machthaber mit den alten Prinzipien ersetzt wurden. Heute heisst die Maxime nicht mehr Entkolonisierung, sondern religiöse Renaissance, aber es ist immer die Bevölkerung, die darunter leidet.
  7. #7

    Port Said

    Genau wie in Ägypten verlassen auch in Libyen die westlichen
    Investoren das Land- zu gefährlich dort! In diesen Ländern
    wird nie eine Demokratie herrschen können, da die Scharia
    das Grungesetz ist!
  8. #8

    Antwort eines Gutmenschen

    Zitat von fatherted98 Beitrag anzeigen
    ...denn jetzt die ganzen Gutmenschen die vor allem im oeffentlich rechtlichen TV die arabische Revolution ueber Wochen gefeiert haben...man hoert nix mehr von den damaligen Besserwissern....hoechstens noch Luegen wie...wir habens doch gleich gesagt...hatten sie aber nicht. Jetzt wuenschen sich alle westlichen Nationen den verlaesslichen Partner Mubarak zurueck..traut sich natuerlich keiner zu sagen....
    Da Sie sich selbst ja wohl nicht zu den "Gutmenschen" zählen, sondern eher zum Gegenteil - welches Problem haben Sie denn augenblicklich mit Mursi, dem frei gewählten Präsidenten Ägyptens? Was soll er gegen die Ultra-Riots unternehmen? Nichts tun? Panzer schießen lassen? Irgendwo zwischen diesen Polen kann er sich doch nur bewegen. Bis jetzt läuft die Gegenreaktion der Regierung doch weitestgehend friedlich ab. Es mag sein, dass in einer nahen oder fernen Zukunft radikalere Töne auch von Mursi zu hören sein werden. Aber im Augenblick sind seine Mitteilungen an das Volk und an die Welt eher sehr moderat. Warum unterstützen wir nicht die gemäßigte islamische Richtung des Präsidenten Mursi? Oder wollen vielleicht SIE einen neuen Mubarak?
  9. #9

    Zitat von der_pirat Beitrag anzeigen
    Es ist schon erschreckend, wie eine FEHLENDE Trennung von Politik und Religion ein Land so schnell in die Steinzeit katapultieren kann.

    Aber ich gebe Ihnen Recht: Keinen Cent bei dieser Verfassung.
    Wahrscheinlich muss man als Volk erst richtig auf die Nase gefallen sein, bevor man sich mehr oder weniger geschlossen vom Irrsinn abwenden kann. Siehe Deutschland 1945.
    Daher: keinen Cent - denn Hilfsgelder würden die Herrschaft der Islamisten zementieren und damit das Elend nur verlängern.