Exot beim Weltwirtschaftsforum: Der letzte Grieche

SPIEGEL ONLINESeit 20 Jahren kommt Dimitris Papalexopoulos zum Weltwirtschaftsforum in Davos, heute ist er dort der einzige griechische Unternehmer. Der Chef einer angeschlagenen Zementfirma sucht in den Alpen keinen Glamour - sondern eine Perspektive für sein Land.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/wel...-a-879478.html
  1. #1

    Nur 2nd class und 3 ***

    Ich habe den Artikel 2 x lesen müssen:
    Beim ersten Mal liefen mir die Tränen -ununterbrochen -
    beim zweiten Male habe ich den Inhalt erst verstanden, weil ... man muss ja auch zwischen den Zeilen lesen können.
    Herr Papalexopoulos hat es auf den Punkt gebracht:
    Alle Unternehmen/Unternehmer nagen jetzt am Hungertuch und verstehen die Welt nicht mehr.
    Herr Roubini - der Starökonom - hat ihm sicherlich gerne zugehört.
    Allerdings - beide mussten sich mit Wasser begnügen. Schweizer Wasser - versteht sich.
    Inzwischen habe ich meine Tränen abgetrocknet und kann wieder frei atmen.
  2. #2

    Was ?

    Hostessen verteilen selbstgewebte iPad-Taschen
    Die Hostessen mußten die vorher weben ?
  3. #3

    Bemerkenswert, wie Hier ein Top 5 Player im weltweiten Zementhandel

    zum bemitleidenswerten Vertreter eines leidenden Staates geriert wird. Griechenland, und somit Titan Zement, gehoert zu den ganz Grossen im internationalen Geschaeft mit Zement. Der Einfluss dieser Industrie in Hellas hat unmittelbar zu dem jetzigen Status Quo beigetragen. oeffentliche Ausschreibungen fuer die Gestaltung von oeffentlichen Plaetzen wurden unterlaufen - siehe OMONIA in Athen - und es wurden die wenigen Gruenanlagen zementiert bzw es wurde "Einfluss" bei der Stadtplanung genommen um zementierte Freiflaechen gegen Gruenanlagen durchzusetzen. Beispiele sind in ganz Griechenland zu finden. Es gibt in Elladistan keine schuldlosen Grossunternehmer, lieber SPON. Selbst wenn ein solcher Unternehmer moralisch haette handeln wollen, das System von Klientelpolitik und gewerbsmaessiger Korruption haette Dies nicht zugelassen. Eine weitere Verschwendung journalistischer Taetigkeit, dieser Artikel. Warum recherchieren Sie nicht einmal die Geschichte eines Herrn Latsis, z.B. seine Geschaefte mit ARAMCO in der Kausa HELLENIC PETROLEUM, oder die Verbindungen der Familien Benaki (Samaras), Venizelos und/ oder Vardegoyannis? Die Abwicklung einer profitablen, staatlichen Textilindustrie Ende der Achtziger Jahre durch PASOK Schergen, bei der zehntausende Arbeitsplaetze vernichtete wurden um sich Millionenwerte zusammenzurauben. Oder die Aufnahme von Krediten bei der griechischen landwirtschaftsbank durch PASOK und ND, in Hoehe von ueber 500 Millionen Euro(!!) - welche nie zurueck gezahlt wurden. Mit solchen Artikeln wuerden Sie, lieber SPON, dem griechischen Volk helfen eine ueberfaellige Aufklaerung der Verbrechen an ihrem Land zu generieren. Was fuer eine Farce, dieser Journalismus. Die Naehe zur bundesrepublikanischen Politik scheint ihnen nicht zu bekommen.
  4. #4

    Das 1000-Volt(aire)-Thema ...

    @DerNachfrager:
    Ihre Frage ist schon berechtigt - die griechischen Hostessen haben sich schon gefragt:
    "Wird Griechenland begraben ? Zurück in die Steinzeit ?"
    und dabei -frei nach Heinrich Heine- gesungen:
    'Griechenland, wir weben dein Leichentuch. Wir weben. Wir weben...'
    > und
    @funxxsta - für Sie habe ich auch noch einen:
    'Die Kunst der (griechischen) Regierung besteht darin, soviel Geld wie möglich von der einen Klasse Bürger zu nehmen und dieses der anderen zu geben' -
    Nicht von mir: von Voltaire.
    ***
    Ich könnte Ihnen jetzt noch einige Beispiele aus der Schifffahrt erzählen (20 Jahre alte Griechenschiffe, Zement als Decksladung in Doppelplastik in Mannsrohren verlascht - Frachtraten wie 'unter Deck- also höher', volle cash-Koffer, usf. - aber: Das Wochenende ist heilig - hier und jetzt. Im Schifffahrtsgewerbe allerdings nicht (immer) ...
  5. #5

    @susiwolf

    Werte Foristin, ich fuehle mich geehrt, das Sie "fuer mich auch noch einen haben". Voellig unnoetig, doch fuer Sie wohl von Belang um sich Hier als Expertin zu exponieren. Mir geht es um eine ausgewogene Berichterstattung zu dem Thema Griechenland, habe ich dort - nach langen Jahren geschaeftl. und privaten Engagements viele Freunde. Uebrigens auch in den Bereichen Schifffinanzierung und Brokerage. Schoenes Wochenende noch.
  6. #6

    Es ist besser ein Auge zu verlieren als seinen guten Ruf!

    Korruption ob offen dargelegt oder im Geheimen ist auf der ganzen Welt gegeben.
    Die Ironie in diesem Komentar ist gefährlich und kann morgen schon als Bumerang zurückschlagen.
    Es ist leicht ein ganzes Land zu verurteilen, ebenso leicht es ökonomisch zu vernichten. Doch mit überheblicher Arroganz und Ironie darüber Schlagzeilen zu erkämpfen, zeugt von der Schwachheit der Menschen. Dieses Land hat der Menschheit viel gegeben und tut es auch heute noch. Deswegen gerät es auch so aus den Bahnen, weil jeder Mensch gern ein Grieche wäre! So mancher hat versucht abzuschreiben und zu erobern, aber Kopien glänzen weniger als Originale und erobern bedeutet nicht beherrschen, deswegen wird heute versucht ein Land, ein Volk zu vernichten, um es für sich selbst einzunehmen.
  7. #7

    Gelenkte Diskussionen

    Zitat von funxxsta Beitrag anzeigen
    ....Warum recherchieren Sie nicht einmal die Geschichte eines Herrn Latsis, z.B. seine Geschaefte mit ARAMCO in der Kausa HELLENIC PETROLEUM, oder die Verbindungen der Familien Benaki (Samaras), Venizelos und/ oder Vardegoyannis?...
    Danke, solche Kommentare geben mir Hoffnung das es mit der Basisdemokratie doch noch klappen koennte. Stimme ihnen zu, die Faehigkeit oder der Willen wirklich journalistisch taetig zu werden ist sehr gering. Ich muss aber an dieser Stelle auch mitteilen das ich einen Chief Editor in UK mal genau hierauf angesprochen hatte (gemeinsame Wanderung ueber 1 Woche..) , er sagte nur "they are told what to write about" - namhafte Zeitung
  8. #8

    Danke für Ihre Infos, 1000mal besser als das SPOn-Artikelchen

    Zitat von funxxsta Beitrag anzeigen
    zum bemitleidenswerten Vertreter eines leidenden Staates geriert wird. Griechenland, und somit Titan Zement, gehoert zu den ganz Grossen im internationalen Geschaeft mit Zement. Der Einfluss dieser Industrie in Hellas hat unmittelbar zu dem jetzigen Status Quo beigetragen. oeffentliche Ausschreibungen fuer die Gestaltung von oeffentlichen Plaetzen wurden unterlaufen - siehe OMONIA in Athen - und es wurden die wenigen Gruenanlagen zementiert bzw es wurde "Einfluss" bei der Stadtplanung genommen um zementierte Freiflaechen gegen Gruenanlagen durchzusetzen. Beispiele sind in ganz Griechenland zu finden. Es gibt in Elladistan keine schuldlosen Grossunternehmer, lieber SPON. Selbst wenn ein solcher Unternehmer moralisch haette handeln wollen, das System von Klientelpolitik und gewerbsmaessiger Korruption haette Dies nicht zugelassen. Eine weitere Verschwendung journalistischer Taetigkeit, dieser Artikel. Warum recherchieren Sie nicht einmal die Geschichte eines Herrn Latsis, z.B. seine Geschaefte mit ARAMCO in der Kausa HELLENIC PETROLEUM, oder die Verbindungen der Familien Benaki (Samaras), Venizelos und/ oder Vardegoyannis? Die Abwicklung einer profitablen, staatlichen Textilindustrie Ende der Achtziger Jahre durch PASOK Schergen, bei der zehntausende Arbeitsplaetze vernichtete wurden um sich Millionenwerte zusammenzurauben. Oder die Aufnahme von Krediten bei der griechischen landwirtschaftsbank durch PASOK und ND, in Hoehe von ueber 500 Millionen Euro(!!) - welche nie zurueck gezahlt wurden. Mit solchen Artikeln wuerden Sie, lieber SPON, dem griechischen Volk helfen eine ueberfaellige Aufklaerung der Verbrechen an ihrem Land zu generieren. Was fuer eine Farce, dieser Journalismus. Die Naehe zur bundesrepublikanischen Politik scheint ihnen nicht zu bekommen.

    Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient und auch die Medien die zu ihm passen. Tränendrüsige Artikel über fragwürdige griechische Industrielle, der übliche SPON-Soros-Artikel ( fast schon ein Genre "Investorenlegenden-Interviews"). Da bringen Sie mehr fakten und interessante Betrachtungen. Es ist doch nun einmal so: In Siechenland gibt es keine nennenswerten Privatisierungen, die Verwaltung ist immer noch nicht in der Lage, Steuern einzutreiben und desweiteren völlig korrupt, Reformen gibt es in diesem 3.-Welt-Land wenn überhaupt nur auf dem Papier, die Eliten sind durch durch korrupt... Dafür gab es aber einen 100-Mrd.-Euro-Schuldenschnitt und jede Menge frisches Geld für das Leben auf Pump, vor allem aus Deutschland, wofür wir dann noch als Nazis diffamiert werden. Ich sehe es so, Siechenland sollte Deuschland u.a. Gegenüber mit seinen Goldreserven u.ä. haften und ansonsten gilt: wer auf kosten anderer prasst und nicht eurotauglich ist, muss die Eurozone verlassen, am besten wird gleich der Nordeuro eingeführt oder noch besser: die DM und Deutschlan d macht es wie die Schweiz...
  9. #9

    Delektant

    Und wieder einmal erfreue ich mich dieses Forums, ist es doch tausendmal fundierter als der ganze Journalistenabklatsch überall. Mit Ausnahme ehrenamtlicher Blogger, die sind auch oft informiert. Spon taugt bzgl. Aktualität, aber informativer als die Überschriften wird's meist nicht mehr.