Wo verläuft die Grenze zwischen harmlosen Flirt und sexueller Belästigung?

Zwischenmenschliche Beziehungen sind oft heikles Terrain, speziell in beruflicher Umgebung. Der Zwischenfall mit FDP-Spitzenkandidat Büderle und der "Stern"-Journalistin spricht Bände und sorgt für Diskussionen. Vor allem bezüglich der Gesprächs-Etiquette, die nicht immer eindeutigen Regeln folgen will. Wo verläuft die Grenze zwischen harmlosen Flirten und einer sexuellen Belästigung?
  1. #1

    Frau setzt igre Grenzen, Mann versucht, sie zu finden

    Diese Grenze setzt jede Frau für sich allein, abhängig von Alter und Ort, Stadt oder Land, Tag oder Nacht, Dienst oder Freizeit, verheiratet oder ledig und noch von vielen anderen unbewusst empfundenen Aspekten - aber sie errät die Grenzen nicht! Mann - falls interessiert - soll sie suchen, und Mann tut das auch - je nach den Umständen (siehe oben). Wo ist ihre Grenze? Da interessiert eine allgemeine Definition überhaupt nicht. Es geht um die eine Frau.

    Und dann wird sie gefunden, die Grenze, und dann gibts die kleine erste Grenzverletzung. Was tut Frau? Entweder Mann ist sympathisch, dann nimmt sie ihre eigene Grenze wieder zurück, heimlich, keiner bemerkt es - nur der eine. Oder Mann ist unsympathisch - dann schreit sie.

    "Ach ich hab sie ja nur auf die Schulder geküsst. Und gleich den Fächer ins Gesicht geschlagen.!" Eine typische Grenzverletzung. Kam schon immer vor, wird auch immer vorkommen.
  2. #2

    Wo verläuft die Grenze zwischen harmlosen Flirt und sexueller Belästigung?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwischenmenschliche Beziehungen sind oft heikles Terrain, speziell in beruflicher Umgebung. Der Zwischenfall mit FDP-Spitzenkandidat Büderle und der "Stern"-Journalistin spricht Bände und sorgt für Diskussionen. Vor allem bezüglich der Gesprächs-Etiquette, die nicht immer eindeutigen Regeln folgen will. Wo verläuft die Grenze zwischen harmlosen Flirten und einer sexuellen Belästigung?

    Das ist kein heikles Problem!
    Wer als Frau oder als Mann (auch die werden von Frauen sexuell belästigt) erst nach über einem Jahr diese Story der Allgemeinheit zur Kenntnis gibt, bezweckt damit etwas anderes, wobei ich denke, das könnte auch eine Verleumdung sein.
    Vielleicht will sich die Frau nur wichtig machen! Abgesehen davon, als ich junge Frau war und im Ganzen sehr ansehnlich , haben die Bauarbeiter von ihren Gerüsten genauso nach mir gepfiffen, wie etliche vorbeifahrende LKW mit Soldaten drauf. Na und? Ich muß doch nicht darauf eingehen.Obwohl ich Jahrzehnte ausschließlich mit Männern zusammen arbeitete , habe ich überhaupt keine sexistische Äußerung gehört. Und wenn einer sagt:" ein Dirndl kannst Du acuh gut tragen" würde ich fragen, wie er das meint? Es gibt ja noch mehr Teile am Körper , außer Busen. Allerdings habe ich - insbesondere bei Frauen, die beim Mann (Vorgesetzten) etwas erreichen wollten, erlebt, wie diese sich sehr provokant , dem Mann gegenüber verhalten haben.
    Meine Kollegen haben mir enorm viel Witze erzählt, sehr lustige, keine Zoten und wenn wirklich mal einer einen dofen Witz erzählt hat, dann habe ich gefragt, wo denn der Witz war und er möge mir den doch erklären und schon war Stille.
    Ich denke auch , besonders unansehnliche Damen bilden sich da mehr ein. Man kann bei Politikern doch auch antworten, unterlassen Sie bitten diese Anspielungen, aber dann gibt es doch kein Interview,oder?
    Als ich mal zur Kur war, mußte ich die Männer schützen, das war richtig übel, wie die von verheirateten und ledigen Frauen angebaggert, angepumpt, etc. wurden. Ich dachte, ich bin im falschen Film! Übrigens ist aus einem dieser Vorgänge eine enge Freundschaft mit der ganzen Familie entstanden, insbesondere mit dessen Ehefrau.
    Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, wenn man sich selbst normal als Frau verhält, dass da so eine primitive Anmache kommen soll. Es gehören immer 2 dazu.
  3. #3

    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Das ist kein heikles Problem!
    Wer als Frau oder als Mann (auch die werden von Frauen sexuell belästigt) erst nach über einem Jahr diese Story der Allgemeinheit zur Kenntnis gibt, bezweckt damit etwas anderes, wobei ich denke, das könnte auch eine Verleumdung sein.
    Vielleicht will sich die Frau nur wichtig machen! Abgesehen davon, als ich junge Frau war und im Ganzen sehr ansehnlich , ...
    Is ja ganz informativ, Ihr Outing. Doch zum Thema "Wo verläuft die Grenze zwischen harmlosen Flirten und einer sexuellen Belästigung?" haben Sie leider auch nichts verraten. Eben ganz weiblich, siehe mein Beitrag #1.
  4. #4

    von Frau zu Frau

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwischenmenschliche Beziehungen sind oft heikles Terrain, speziell in beruflicher Umgebung. Der Zwischenfall mit FDP-Spitzenkandidat Büderle und der "Stern"-Journalistin spricht Bände und sorgt für Diskussionen. Vor allem bezüglich der Gesprächs-Etiquette, die nicht immer eindeutigen Regeln folgen will. Wo verläuft die Grenze zwischen harmlosen Flirten und einer sexuellen Belästigung?
    Selten mehr Paranoides gehört und gelesen als zu diesem Thema.

    Wenden wir uns mal kurz unserer Gesellschaftsordnung zu und konstatieren, dass die Ehe immer noch die klassische Form menschlichen Zusammenlebens ist.
    Wenn dann mehr als die Hälfte dieser "Bündnispartner/innen", also geschlechtsübergreifend - sich dahingehend outet, auch schon eine oder mehrere Beziehungen außerhalb dieses gesetzlichen Bundes unterhalten zu haben, lässt dies doch sicher den Schluss zu, dass einschließlich der "Fehlversuche" statistisch jede/r mit dem Thema schon mal in Berührung gekommen ist.

    Da nun mal die Arbeitswelt der "bedeutendste Kontakthof" im Leben ist, dürfte es für eine Frau erst recht diskriminierend sein, sich nie in eindeutiger Weise angesprochen gefühlt zu haben.
    Was Frau dann daraus macht, ist ihre Entscheidung und oft genug verhält sie sich dabei recht unfair.
  5. #5

    Von Mann zu Frau

    Zitat von perlhuhn. Beitrag anzeigen
    Selten mehr Paranoides gehört und gelesen als zu diesem Thema.

    Wenden wir uns mal kurz unserer Gesellschaftsordnung zu und konstatieren, dass die Ehe immer noch die klassische Form menschlichen Zusammenlebens ist.
    Wenn dann mehr als die Hälfte dieser "Bündnispartner/innen", also geschlechtsübergreifend - sich dahingehend outet, auch schon eine oder mehrere Beziehungen außerhalb dieses gesetzlichen Bundes unterhalten zu haben, lässt dies doch sicher den Schluss zu, dass einschließlich der "Fehlversuche" statistisch jede/r mit dem Thema schon mal in Berührung gekommen ist.

    Da nun mal die Arbeitswelt der "bedeutendste Kontakthof" im Leben ist, dürfte es für eine Frau erst recht diskriminierend sein, sich nie in eindeutiger Weise angesprochen gefühlt zu haben.
    Was Frau dann daraus macht, ist ihre Entscheidung und oft genug verhält sie sich dabei recht unfair.
    im neu eröffneten Brüderle-Kubiki Blog und in den "nuove avventure del cavaliere Bunga Bunga" , kann man (Mann) das Thema auch noch konkretisieren. Dort läuft Allzumenschliches mehr als Paranoides;-)

    Wichtig ist nicht in erster Linie was, zugegebenermassen meist für Aussenstehende sowieso nicht transparent, zwischen den Beteiligten abläuft. Wichtiger für die Beurteilung der Tragweite eines Falles ist die Annahme einer richtiggehenden Nötigung. Eine solche ist bei vielen Männern ab 60 (auch bei den 3 erwähnten) nicht mehr so richtig vorstellbar. Es sei denn, Sie ziehen zuerst die Geldbörse. Ich sagte "zuerst" und nicht nachträglich wie ein gewisser Strauss-Kahn;-))
  6. #6

    Zitat von perlhuhn. Beitrag anzeigen
    Da nun mal die Arbeitswelt der "bedeutendste Kontakthof" im Leben ist, dürfte es für eine Frau erst recht diskriminierend sein, sich nie in eindeutiger Weise angesprochen gefühlt zu haben.
    Was Frau dann daraus macht, ist ihre Entscheidung und oft genug verhält sie sich dabei recht unfair.
    Und diese "Arbeitswelt" enthält viel mehr, als nur die anstrengende nüchterne Arbeit, sondern auch noch einen Morgen, einen Feierabend, eine Hinfahrt und eine Heimfahrt, Mittagspausen, Gänge über die Flure, Aufzugfahrten, Sitzungen, Versammlungen, Reisen, Feiern, Beratungen, Dienstessen, Gästeempfänge u.v.m. Wie isses denn dort mit den "Grenzen" zwischen Neutral-Flirt-Belästigung? Da könnte nach Ihrer Vermutung ein Tag ohne Flirt tatsächlich als "erst recht diskriminierend" empfunden werden. Nun mal raus mit Ihren Erfahrungen, wenn die Flirt zur Belästigung wird..
  7. #7

    Mal wieder unfreiwillig geoutet Berg?

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Und diese "Arbeitswelt" enthält viel mehr, als nur die anstrengende nüchterne Arbeit, sondern auch noch einen Morgen, einen Feierabend, eine Hinfahrt und eine Heimfahrt, Mittagspausen, Gänge über die Flure, Aufzugfahrten, Sitzungen, Versammlungen, Reisen, Feiern, Beratungen, Dienstessen, Gästeempfänge u.v.m.
    Bei all diesen vielen Aufzählungen dachten Sie stets an "das EINE"???

    Iss klar, dass es da bei Ihnen nichts wurde - mit Dienstreisen in das Nichtsozialistischen Ausland bzw. Währungsgebiet...;-)
  8. #8

    sich verständigen

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Und diese "Arbeitswelt" enthält viel mehr, als nur die anstrengende nüchterne Arbeit, sondern auch noch einen Morgen, einen Feierabend, eine Hinfahrt und eine Heimfahrt, Mittagspausen, Gänge über die Flure, Aufzugfahrten, Sitzungen, Versammlungen, Reisen, Feiern, Beratungen, Dienstessen, Gästeempfänge u.v.m. Wie isses denn dort mit den "Grenzen" zwischen Neutral-Flirt-Belästigung? Da könnte nach Ihrer Vermutung ein Tag ohne Flirt tatsächlich als "erst recht diskriminierend" empfunden werden. Nun mal raus mit Ihren Erfahrungen, wenn die Flirt zur Belästigung wird..
    Ausgezeichnetes Gedächtnis und wohl auch Phantasie spricht aus Ihrem Beitrag;-)
    Die Diskussion hat es schon allein deshalb nicht leicht, weil hier immer wieder mit "Unbekannten" etwas Bestimmtes, ein Rahmen gegeben werden soll.
    Da ist der Flirt; wo beginnt er? Wo endet er?
    Flirt geht ja nicht ohne Feedback, sonst hieße es neudeutsch Baggern.
    Frau Mimosa fühlt sich bereits durch neugierige Blicke "ausgezogen", unterdessen Frau Robusta den Standpunkt vertritt: Flirt endet erst kurz vor der Penetration.
    Wenn Sie also mich persönlich fragen, beginnt eine Belästigung sinnbildlich, wenn mir eine Zigarette angeboten wird und meine Antwort, "Nein danke ich rauche nicht.", mit "Na kommen sie nur diese eine.", nachgesetzt wird.
  9. #9

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Und diese "Arbeitswelt" enthält viel mehr, als nur die anstrengende nüchterne Arbeit, sondern auch ... Aufzugfahrten, ..
    Ich gehe davon aus, dass Sie den Aufzug bevorzugten? Dumm allerdings, wenn in Ihrer Firma ein Paternoster eingebaut war.